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Coburg
Landestheater

Coburger Sinatra-Abend: Glanz und Elend eines Stars

Wie die Premiere des Sinatra-Abends "Fly Me To The Moon" im Coburger Theater in der Reithalle zum umjubelten Erfolg wird.
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Die Frank-Sinatra-Revue "Fly me to the Moon" feierte Premiere in der Coburger Reithalle. - Szene mit MArina PEchmann sowie Dirk Mestmacher als Sinatra.Foto: Henning Roschenbusch
Die Frank-Sinatra-Revue "Fly me to the Moon" feierte Premiere in der Coburger Reithalle. - Szene mit MArina PEchmann sowie Dirk Mestmacher als Sinatra.Foto: Henning Roschenbusch
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Reger Betrieb in der Moonlight Bar in der Coburger Reithalle. Alle Plätze sind besetzt, Kellner eilen umher, füllen die Champagner Gläser, helfen den Damen aus den Mänteln. Alle wollen einen eleganten Abend erleben, alle wollen ihn hören - ihn, "The Voice".

Glamour und Katastrophen

Im Hintergrund läuft schon Musik, ein Trio lässt die Klänge perlen, die Bar ist bereit - bereit für einen ganz besonderen Sinatra-Abend. Bekannte Melodien in Hülle und Fülle, Melodien, die von einem Leben zwischen Glamour und Katastrophe, zwischen Triumph und Absturz erzählen. Mittendrin: Dirk Mestmacher, für den die Rolle als Frank Sinatra zur Traumrolle wird.

Schillerndes Leben

Denn Mestmacher singt und tanzt sich derart souverän durch Sinatras schillerndes Leben, dass der Abend unter dem Motto"Fly Me To The Moon" für das Publikum das reine Vergnügen bietet.

Hits und Skandale

Amelie Elisabeth Scheer und Dirk Mestmacher haben für diesen Sinatra-Abend ein ebenso einfaches wie einleuchtendes Konzept entwickelt. Der Abend erzählt das skandalträchtige Leben des Entertainers, Sängers und Schauspielers nur mit der Macht der Musik. Sinatras Hits verwandeln sich an diesem Abend in kleine Szenen, die sinnbildlich stehen für ein Künstler-Leben voller Widersprüche - zwischen Scheinwerferlicht und tatsächlichen oder vermeintlichen finsteren Verbindungen zur Unterwelt. Dazu hat Mestmacher eine effektvolle Choreographie entwickelt, die jeden einzelnen Hit raffiniert in Szene setzt.

Glanz und Abgründe

Vor allem aber hütet sich Mestmacher davor, ein Sinatra-Double geben zu wollen. Er findet vielmehr einen musikalisch eigenen Tonfall, einen eigenen Zugang zu Sinatras Hits. Und gemeinsam mit Marina Pechmann, die in wechselnden Rollen die Frauen in Sinatras Leben singt und verkörpert, erzählt er singend und tanzend Sinatras Leben - voller Glanz, voller Abgründe.

Tolles Jazz-Trio

Möglich freilich wird das nur durch die passenden Arrangements, die Marco A. Cruz Otero geschrieben hat und die er auch am neuen Steinway-Flügel in der Reithalle verblüffend stilsicher interpretiert. Gemeinsam mit Dietmar Engels am Kontrabass und Norbert Röder am Schlagzeug bildet Marco A. Cruz Otero ein famoses Jazz-Trio, das das begeisterte Premierenpublikum fasziniert.

Der Rest ist Jubel und Applaus

Komplettiert wird dieses gesungene Lebensbild durch Christian Gick und Manfred Völk in stummen, aber geradezu sprechend gespielten Rollen als Barkeeper.

Klar, welcher Hit ganz am Ende steht: "My Way" - von Dirk Mestmacher nicht nur gesungen, sondern suggestiv gespielt.

Der Rest ist Jubel und tosender Applaus, der schließlich mit mehreren Zugaben belohnt wird.

Rund um den Coburger Sinatra-Abend

Besetzung

Musikalische Leitung Marco A. Cruz Otero

Konzeption Amelie Elisabeth Scheer

Choreografie Dirk Mestmacher

Sinatra: Dirk Mestmacher

seine Frauen: Marina Pechmann

Kontrabass: Dietmar Engels

Percussion: Norbert Röder

Piano: Marco A. Cruz Otero Ausverkauft Sämtliche bislang geplanten Vorstellungen sind bereits ausverkauft.

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