Coburg
Tourismus

Coburger sehen die Heimat mit Touristen-Augen

Heimat-Entdeckung der besonderen Art: Rund 180 Menschen aus Stadt und Landkreis Coburg machten von den Angeboten der einheimischen Hotellerie Gebrauch, die Vestestadt wie Touristen kennenzulernen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Elke Gillardon und Angelika Doleysch freuten sich auf ein Wochenende in der neu renovierten Villa Victoria.
Elke Gillardon und Angelika Doleysch freuten sich auf ein Wochenende in der neu renovierten Villa Victoria.
+4 Bilder
Tanja und Matthias Setzer entschieden sich für ein Wochenende im Hotel "Alte Mühle" in Oberwohlsbach. Elke Gillardon und Angelika Doleysch ließen sich in der "Villa Victoria" in Coburg verwöhnen. Am Wochenende hatten Bürger aus Stadt und Landkreis Coburg die Möglichkeit, die Region mit den Augen von Touristen zu entdecken. Die Resonanz auf dieses Angebot hat die Organisatoren schlichtweg überwältigt: 180 Personen meldeten sich zum ersten Coburger Hotelentdecker Wochenende an. Diese Zahl, so Michael Amthor vom Coburger Tourismusbetrieb, habe alle Erwartungen gesprengt.

Auf dem Schlossplatz vor der Ehrenburg ging die Entdeckungsreise durch Coburgs Hotellandschaft am Samstagnachmittag los. Viele der Gäste hatten sich spontan angemeldet, so wie Elke Gillardon, die gemeinsam mit Angelika Doleysch ein Wochenende in der neu renovierten Villa Victoria in der Ketschenvorstadt gebucht hatte. "Das ist eine absolut bezaubernde Idee", schwärmte Gillardon. 99 Euro koste das Angebot, das ein Drei-Gänge-Menü, Übernachtung mit Frühstück und Rahmenprogramm beinhalte.

Tanja und Matthias Setzer aus dem Itzgrunder Gemeindeteil Gleußen waren ebenfalls begeistert. "Das ist einfach cool, weil man sonst niemals auf die Idee käme, in einem Hotel im Umkreis zu übernachten", sagte Tanja Setzer. Genau dies ist die Idee hinter dem Angebot, nämlich Coburg und die Hotels mit den Augen von Touristen zu erleben. Deshalb standen zunächst Führungen durch die Altstadt auf dem Programm, geleitet von Marktfrau, Bürgerfrau und dem Coburger Mohr.

Die Idee, Coburgs Gaststätten den Einheimischen an Herz zu legen, hatte Barbara Glauben-Woy (Hotel Goldene Traube) von der Kreisstelle Coburg des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands bereits im Juli 2014. Nach einem "Dornröschenschlaf" dieses Gedankens, so Glauben-Woy, seien die Organisatoren im November des vergangenen Jahres voll durchgestartet. Mit im Boot sitzen das Regionalmanagement, vertreten durch Stefan Hinterleitner, und Michael Amthor vom städtischen Tourismus- und Stadtmarketingbetrieb.

Wissen, was es gibt

Glauben-Woy möchte mit ihrer Begeisterung für die Vestestadt die Einheimischen anstecken. "Ich brenne für Coburg und möchte diese Perle bekannt machen", sagte sie. Insgesamt hatten 17 Hotels vom Landgasthof bis zum Romantikhotel eingeladen, um die Gäste mit einem kulinarischen Angebot gepaart mit Wellness zu verwöhnen. "Viele Hotels sind dieses Wochenende voll ausgebucht", berichtete Glauben-Woy. Und diesmal eben nicht mit auswärtigen Gästen, sondern mit Stadt-und Landkreisbürgern. Mit der Aktion soll freilich auch das touristische Angebot weiter verbessert werden, deshalb lagen in den Zimmern auch Fragebögen aus. "Wir möchten natürlich auch ein Resümee ziehen", erläuterte die Gastronomin. Eine Frage liegt dabei den Organisatoren besonders am Herzen, nämlich die, was Coburg aus Sicht der Gäste so einzigartig macht.

Michael Amthor zeigte sich hellauf begeistert von der Resonanz unter den Coburgern. Vielleicht, hofft er, empfehle der eine oder andere Hotels weiter, zum Beispiel, wenn sich Besuch ankündige. Und: "Wenn Touristen fragen, was es gibt, dann wissen Sie Bescheid", gab Amthor seinen einheimischen Gästen mit auf den Weg. Die Idee, dass Coburger ihre Hotels entdecken, ist jetzt schon ein Renner schlechthin. "Es gibt schon weitere Anfragen", sagte Glauben-Woy. Das "Coburger Hotelwochenende - zu Gast in der Heimat" soll keine Eintagsfliege bleiben.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren