Coburg
Naturschutz

Coburger Schule will Umwelt-Champion werden

Samenbombenwerfen ist keine Sportart, sondern dient dem Umwelt- und Naturschutz. Eine Coburger Schule ist hier Vorreiter.
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Die Schule der GGSD Coburg gestaltete etliche Lebensräume für die unterschiedlichsten Insektenarten und bewarf ein Grundstück mit Samenbomben. Im Hintergrund ist die Lehrkraft Petra Schreiner (links) neben dem Insektenhotel und vielen Schülern zu sehen. Foto: Edwin Meißinger
Die Schule der GGSD Coburg gestaltete etliche Lebensräume für die unterschiedlichsten Insektenarten und bewarf ein Grundstück mit Samenbomben. Im Hintergrund ist die Lehrkraft Petra Schreiner (links) neben dem Insektenhotel und vielen Schülern zu sehen. Foto: Edwin Meißinger
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Das Coburger Schulzentrum GGSD (Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste in Bayern) in der Parkstraße 49 bewirbt sich um den Titel "Umweltschule in Europa - Internationale Nachhaltigkeitsschule". Dafür investierten die künftigen Erzieher der Fachakademie Sozialpädagogik (FAKS) 17A/B insgesamt 40 Klassenarbeitsstunden. So errichteten die jungen Damen und Herren ein sogenanntes Insektenhotel und einige Hummelbars. Eine Hummelbar ist ein Teller, in dem sich etwas Wasser befindet und zahlreiche bunte Glasmurmeln, auf denen sich die geflügelten Insekten niederlassen, Kraft tanken und etwas Flüssigkeit zu sich nehmen können.

Allein das Insektenhotel zu erstellen dauerte acht Stunden. Darüber hinaus wurden Lehmstellen angelegt, Hochbeete bepflanzt, LEP-Books zum Thema "Honigbiene" gestaltet, ein Ameisenhaufen im Wald errichtet (nur die Ameisen müssen noch einziehen) und auf einem Grundstück am Schulzentrum sogenannte Samenbomben geworfen. Diese Samenbomben durften auch noch von den Schülern hergestellt werden. Natürlich informierten sich die FAKS 17A/B, die sich im vierten Ausbildungsjahr befinden, intensiv über die Lebensräume der Insekten und den Lebensraum Natur. Zwei Themenfelder müssen für die Auszeichnung "Umweltschule in Europa - Internationale Nachhaltigkeitsschule" intensiv bearbeitet und dokumentiert werden. Die GGSD Coburg wählte die Themen "Plastik - Nein danke" und "Paradisum Insectorum (Insektenparadies)". Diese Ausarbeitung und Dokumentation muss dann einer Fachjury vorgelegt werden, die entscheidet, ob alle Kriterien, wie Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit, erfüllt sind. Dann wird die erwähnte Auszeichnung für ein Jahr vergeben.

Den künftigen Erziehern steht die Lehrkraft Petra Schreiner dabei beratend und motivierend zur Seite. Die GGSD setzte sich auch mit der Fachoberschule Coburg in Verbindung, um Erfahrungen zu sammeln und sich gezielt auszutauschen.

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