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Coburg
Bildung

Coburger Schüler lernen das Netzwerken

Netzwerken will gelernt sein: Über 100 Jugendliche informierten sich beim dritten Schüler-Info-Abend über verschiedene Berufsfelder.
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Wie netzwerken ganz anschaulich funktioniert erklärt Christian Meier von der Reichenbacher Hamuel GmbH. Fotos: Sandra Küntzel
Wie netzwerken ganz anschaulich funktioniert erklärt Christian Meier von der Reichenbacher Hamuel GmbH. Fotos: Sandra Küntzel
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Rot-weiße Bänder kreuz und quer durch den Raum gespannt symbolisieren das Motto des dritten Schüler-Infoabends der Stiftung Lebenspfad. Alles dreht sich um das Thema Netzwerken. Netzwerken zwischen den Firmen bis hin zu dem Marktplatz der Inspirationen. Die rund 100 Schülerinnen und Schüler der 8. bis 11. Klassen wandern in drei Räumen des Gemeindezentrums St. Augustin in Coburg im Sechs-Minuten-Takt von Stand zu Stand der 23 anwesenden Firmen und Institutionen, um mit den Firmenvertretern ihr Netzwerk zu knüpfen.

Besonders praktisch: Es gibt farbig bedruckte Sitzhocker aus Kartonagen, ein Prototyp, den die Firma Schumacher Packaging für die Veranstaltung kostenlos zur Verfügung stellte. So können alle beim gut einstündige Marktplatz der Inspirationen konzentriert netzwerken.

Projektmitarbeiterin und Moderatorin des Abends, Martina Thomas, zieht ein positives Fazit: "Die Schüler waren durch die doch sehr schnellen Wechsel und die unterschiedlichen Ansprechpartner gefordert, sich immer wieder auf neue Themen einzulassen. Die Atmosphäre beim Mega-Speed-Dating mit den Firmen war dadurch sehr lebhaft und interessiert".

Tatkräftige Unterstützung kommt von den Schülern des P-Seminars des Gymnasium Alexandrinum in Coburg, die in der Vorbereitung und Durchführung des Abends mit anpackten. Mit ihren pinken T-Shirts sind sie als Parkplatzmanager, Check-in, Moderatoren und Helfer aller Art unermüdlich im Einsatz. Fotografin und grafische Gestalterin des Schüler-Infoabends, Sandra Küntzel von graphXartelier, die diese Veranstaltung seit den Anfangsjahren begleitet, freut sich: Von Jahr zu Jahr werden die Veranstaltungen immer besser, aber die Idee mit dem interaktiven Marktplatz ist grandios".

Was Lebenspfad macht

Problem Es ist zum Ritual geworden, dass die Medien jedes Jahr im Herbst berichten: Rund ein Viertel aller Ausbildungsstellen konnte nicht besetzt werden. Was läuft da falsch?

Händeringend suchen Unternehmen nach Studienabgängern und Nachwuchskräften. Bewerben sich die Geeigneten wirklich immer nur bei anderen?

Lösungsweg Die Stiftung Lebenspfad steht Betrieben aller Branchen zur Seite, die ihr Personalmanagement hinterfragen und auf eine neue Kultur des Miteinanders umstellen wollen. Durch Coachings und Workshops lernen Entscheider zu verstehen, wie junge Menschen heute ticken und was ihnen wichtig ist. Mit speziellen Programmen werden Branchen unterstützt, die unter Eltern zu unrecht als letzte Wahl gelten.

Beobachtung Die Projekte basieren auf folgender Beobachtung: Die derzeit bei der Azubi- und Nachwuchskräfte-Rekrutierung vorherrschenden Tools führen häufig dazu, dass die passgenauen Kandidaten erst gar nicht angesprochen oder vorzeitig aussortiert werden.

Aktivität Wie Arbeitgeber und junge Menschen zueinander finden: Individueller Stärken erkennen, anstatt nur Noten zu vertrauen. Früh zum Beispiel durch eine Teilnahme an Programmen Kontakte aufbauen, sich ungezwungen kennen und wertschätzen lernen.

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