Coburg
MINT

Coburger Schüler bei Forschungscamp in Bochum

Der 16-jährige Jonathan Romankiewicz vom Gymnasium Ernestinum erfährt derzeit allerhand rund um Motoren.
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Hier demontiert Jonathan Romankiewicz zusammen mit weiteren Camp-Teilnehmern einen Viertaktmotor.privat
Hier demontiert Jonathan Romankiewicz zusammen mit weiteren Camp-Teilnehmern einen Viertaktmotor.privat
Wie funktioniert ein klassischer Viertaktmotor? Was sind die Grundlagen von Elektromotoren? Wie schnell ist das "Solar-Car", ein von Studierenden konstruierter Rennwagen mit Elektromotor, der sich über Solar-Panels lädt? Diese und viele andere Fragen werden praxisnah bei einem Forschungscamp behandelt, das derzeit in Bochum stattfindet. Es richtet sich an Schulen, die - wie das Gymnasium Ernestinum - dem Schulnetzwerk MINT-EC angehören. MINT ist die zusammenfassende Bezeichnung von Fächern beziehungsweise Berufen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Der 16-jährige Jonathan Romankiewicz vom Gymnasium Ernestinum nimmt an dem Camp teil.

Wie gefällt Dir das Camp bisher?
Jonathan Romankiewicz: Es gefällt mir sehr, weil wir schon viel Neues gelernt haben. Wir haben schon viele Experimente gemacht, die man so in der Schule nicht machen kann. Wir haben außerdem die Produktionswerkstatt des BO-Mobils der Hochschule Bochum besichtigt, dabei haben wir gelernt, wie Elektro-Autos aufgebaut sind.

Warum hast du dir das MINT-EC-Camp zu diesem Thema ausgesucht?
Mich interessiert das Thema, da ich nach der Schule gerne etwas in diesem Bereich studieren und auch arbeiten möchte. Ich möchte dabei mithelfen, die Elektromobilität voranzutreiben. Erst mal möchte ich Maschinenbau studieren und mich auf das Thema Elektromobilität spezialisieren.

Was erwartest du von den kommenden Tagen?
Ich möchte noch mehr darüber lernen, wie Elektroautos funktionieren, was es für Antriebs- und Lademöglichkeiten es gibt. Und zu erfahren, was der aktuelle Stand der Technik ist.


Hintergrund

In diesen Tagen verfolgen 20 Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC den Weg vom klassischen Verbrennungsmotor zu modernen Antrieben mit regenerativen Energien. Dabei bauen und testen sie selbst Elektromotoren. Organisiert wurde das MINT-EC-Camp von der Graf-Engelbert-Schule in Kooperation mit den Arbeitgeberverbänden Ruhr/Westfalen, der Hochschule Bochum und dem zdi-Netzwerk IST.Bochum.NRW.

Am ersten Camptag erfahren die Jugendlichen wie ein klassischer Viertaktmotors funktioniert. In der Produktionswerkstatt der Hochschule Bochum demontieren sie in Teams Motoren, um die Mechanik, Gemischaufbereitung und Zündanlage praktisch zu untersuchen.

Nach einem einführenden Vortrag zum Thema Elektromobilität beschäftigen sich die Teilnehmenden an der Graf-Engelbert-Schule in Workshops und Kurzvorträgen mit den Grundlagen von Elektromotoren und Generatoren. Ausgehend von den Beobachtungen Oersteds zur magnetischen Wirkung fließenden Stroms reproduzieren sie dessen Versuche. Diese führen sie zur Spule als elektrisches Bauteil. Durch die Kombination von Spule, Dauermagneten und Eisenkern wird ein erster Elektromotor entstehen und zum elektrodynamischen Prinzip von Siemens überleiten.
"E-Mobilität ist die potenzielle Zukunftstechnologie. Dabei kommen wird bei aller Anstrengung auf die Ursprungstechnologie zurück. 1888 gab es bereits das erste Elektroauto", sagt Dirk Gellesch, Schulleiter, Graf-Engelbert-Schule.

Ein besonderes Beispiel für die Anwendung von Elektromobilität lernen die Schülerinnen und Schüler an der Hochschule Bochum kennen: Das SolarCar, ein von Studierenden konstruierter Rennwagen mit Elektromotor, der sich über Solar-Panels lädt. Die Jugendlichen treffen Mitglieder des Rennteams und können sie mit ihnen über das SolarCar sowie die Studiengänge an der Hochschule austauschen.

Bei der Firma Vogelsang Elektromotoren GmbH dürfen die Teilnehmenden nach der Betriebsbesichtigung selbst noch einmal aktiv werden. Dort demontieren und remontieren sie Elektromotoren.

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