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Coburger Schlossplatzfest: Wie lange noch?

Das Coburger Schlossplatzfest hat seinen festen Platz im städtischen Terminkalender - noch. Denn mit der Sanierung des Landestheaters wird es auf dem Platz eng.
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Umsonst und draußen, mit vielfältigem Programm: Das Schlossplatzfest ist für viele Coburger und Ehemalige ein Muss. Foto: Jochen Berger/CT-Archiv
Umsonst und draußen, mit vielfältigem Programm: Das Schlossplatzfest ist für viele Coburger und Ehemalige ein Muss. Foto: Jochen Berger/CT-Archiv
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Noch bis einschließlich 2021 steht der Schlossplatz uneingeschränkt zur Verfügung. Und darauf konzentrierten sich bei der Pressekonferenz vorab die Organisatoren. Bernd Glauben, nach wie vor Zweiter Vorsitzender des Fördervereins Schlossplatzfest ist nach wie vor für Sponsoren und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Als Gastronom ist der vormalige Eigentümer der "Goldenen Traube" nun raus, dafür ist Sandra Tober drin: Die ehemalige Restaurantleiterin des Hotels hat für die Dormero-Gruppe auch dessen Management übernommen und führt auch die Schlossplatz-Tradition der "Traube" weiter.

Mit der 35. Auflage in diesem Jahr hat das Schlossplatzfest ohnehin schon längst eine eigene Tradition begründet. Dennoch sind zwei Gastronomen heuer neu dabei: Joachim Schelbert ("Auerhahn", Rottenbach) hat zurückgezogen; dafür kommt neu das "Coburger Brauhaus" mit einem Zelt. Das "Wohnzimmer" übernimmt eins der Zelte, die bisher Pörtnerhof/Münchner Hofbräu betrieben.

Vielfalt auf der Showbühne

Das haben sowohl Bernd Glauben als auch der Vorsitzende des Fördervereins, Wolfgang Schubart, zufrieden registriert. Doch die Zukunft des Schlossplatzfestes scheint nur noch noch für die nächsten zwei Jahre sicher: 2019, 2020, 2021 wird es voraussichtlich wie gewohnt stattfinden. Dann, sagt Glauben, steht die Sanierung des Landestheaters ins Haus, und inwieweit von da an der Schlossplatz zur Verfügung steht, weiß noch niemand. Klar ist nur, dass während der Sanierung und Erweiterung des Landestheaters ein Teil des Platzes für die Baustelleneinrichtung genutzt wird. Aber wie viel und für wie lange kann derzeit noch niemand sagen.

Für das Sambafest könnte auch auf einer Teilfläche noch genug Platz sein, orakelt Schubart. Aber die großen Zelte der Gastronomen passen halt nicht überall hin, gibt Glauben zu bedenken. Und zu klein dürfe das Fest auch nicht werden, denn "die Brauerei lebt vom Umsatz", sagt Glauben. "Wir werden es sehen, wenn es so weit ist", gibt sich Schubart gelassen.

Denn erst einmal steht das Schlossplatzfest 2019 in den Startlöchern. Am Donnerstag geht es los; der Programmablaufist im wesentlichen der gewohnte mit einer Band jeden Abend auf der einen Bühne und einem Showprogramm auf der anderen. Tradition ist da der Kindernachmittag am Sonntag mit 40 Auftritten. Die Vielfalt sei enorm, schwärmt Organisator und Moderator Marcus Geuß. "Vom Laien bis zu deutschen Meistern ist alles vertreten."

Los geht es bereits um 14.25 Uhr, weil eine Kindergruppe unbedingt noch mitmachen wollte, als das Programm eigentlich schon feststand, berichtet Geuß. Der Kleinkünstler und Zauberer ("Marcelini") hat mit seiner Agentur "Zauberwelt" wieder die Organisation des Rahmenprogramms übernommen. Auch da gesellt sich Tradition zu einigen Neuerungen: Es wird diesmal gleich zwei Modenschauen geben, und die auf der Showbühne. Die Show am Donnerstag gestaltet die Agentur "Terra Brazil", die am Samstag das Modehaus Jasmin Franz. Zu den Traditionen gehört inzwischen auch der Auftritt der Absolventen der Berliner Artistenschule am Montagabend, der in diesem Jahr unter dem Motto "Spin" (Drehen) stehen wird.

Ohne Sponsoren und den Förderverein "Varieté im Raum Coburg" sei dieses Programm nicht zu stemmen, sagen Geuß und Glauben. Die Stadt gewähre dem Schlossplatzfest nur eine vergleichsweise kleine finanzielle Unterstützung, "im Gegensatz zu anderen Festen", merkt Wolfgang Schubart an. Aber am Motto "Umsonst und draußen" werde sich nichts ändern, verspricht er. Die Preise für die Speisen und Getränke seien "moderat, für das, was geboten ist", betont Marcus Geuß.

Freilich: Für die Gastronomen, die die fünf Tage zusätzlich zum Normalbetrieb stemmen, ist das Schlossplatzfest ein Kraftakt. "Die Frage, ,warum tu ich mir das an?‘, stelle ich mir jedes Jahr nach dem Fest", sagt Schubart. Aber bis zum nächsten sei das wieder vergessen. "Da ist Liebe entstanden", sagt Glauben. "Das Schlossplatzfest ist so etwas wie ein gesellschaftlicher Mittelpunkt. Dafür kommen jedes Jahr viele wieder nach Coburg zurück."

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