Coburg
Abschlussfeier

Coburger Regiomontanus-Absolventen sind den Anforderungen gewachsen

Die Regiomontanus-Schule, FOS und BOS in Coburg, verabschiedete die diesjährigen Absolventen. Prüfungsbester war Valentino Marr.
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Die Regiomontanus-Schule, Staatliche Fachoberschule und Staatliche Berufsoberschule, zeichnete die Besten mit Buchprämien aus. Foto: Wolfgang Desombre
Die Regiomontanus-Schule, Staatliche Fachoberschule und Staatliche Berufsoberschule, zeichnete die Besten mit Buchprämien aus. Foto: Wolfgang Desombre
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In diesem Schuljahr hatten sich 234 Schülerinnen und Schüler zur Fachabiturprüfung angemeldet, zur Prüfung der fachgebundenen Hochschulreife waren es 36. Heute könne der erfolgreiche Schulabschluss von 221 Absolventen der Regiomontanus-Schule mit dem Fachabitur und 34 Schülern mit der fachgebundenen Hochschulreife gefeiert werden, sagte Schulleiter Gerhard Schmid. Von diesen 34 Schülern wiederum hätten 33 durch den Nachweis einer zweiten Fremdsprache mit der allgemeinen Hochschulreife abgeschlossen. Bestanden hätten somit 94,4 Prozent aller zur Prüfung Angemeldeten. Die Bestehensquote sei somit fast wie im Vorjahr und damit auch wieder sehr hoch. Besonders erwähnte der Schulleiter, dass bei der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife sechs von 34 Schülern mit einer "Eins vor dem Komma" abgeschlossen haben.

Einer der schwersten Schulabschlüsse

Das Fachabitur oder die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife zu erreichen, das "ist in Bayern schon ganz schön was". Diese Abschlüsse gehörten zu den höchsten Schulabschlüssen überhaupt und zählten bundesweit zu den begehrtesten und - gerade in Bayern - zu den schwersten.

Laut der Zeitschrift Focus seien die Prüfungsanforderungen in Bayern und Thüringen mit anderen Bundesländern kaum vergleichbar. Schmid: "Bayern spielt laut Focus hier in einer anderen Liga."

Den hohen Anforderungen seien die Absolventen gewachsen gewesen und würden deshalb heute hier zu Recht sitzen, sagte Gerhard Schmid.

Weiter meinte er: "Wenn Erasmus von Rotterdam Recht hat, dann würden jetzt hier mindestens 254 ,Wahnsinnige‘ sitzen. Aber warum?" In den vergangenen Schuljahren und vor allem in den letzten Monaten und Wochen hätten sie ihre Nasen tief in Bücher gesteckt. Er sei sich sicher, dass sich etliche von ihnen in dieser Zeit immer wieder mal gedacht hätten: "Das ist doch der Wahnsinn, was da von uns verlangt wird! Wie soll ich mir das alles nur merken?!" Spätestens heute würden sie sehen: Sie haben es geschafft! Sie haben den ganzen "Wahnsinn" in Ihren Kopf bekommen - und das zum Glück, ohne dabei wahnsinnig zu werden.

Dank dieses wahnsinnig umfangreichen Wissens hätten sie das Abitur bestanden und ihre Schulzeit nun erfolgreich abgeschlossen. "Jetzt haben Sie die größtmögliche Auswahl an Möglichkeiten für Ihr zukünftiges Berufsleben", so der Oberstudiendirektor.

Alle Lehrkräfte an der Regiomontanus-Schule hätten darauf hingearbeitet, mündige Menschen heranzubilden, die eigenverantwortlich urteilen, entscheiden und verantwortungsbewusst handeln. Menschen, die auch bei der Kommunikation Rationalität und Vernunft walten lassen und die nicht gleich jede Emotion unüberlegt auf soziale Netzwerke posten.

Merkur hilft mit

"Bessere Voraussetzungen können Sie sich also gar nicht wünschen, zumal Ihnen das Merkurjahr 2019 zum Start auch noch Optimismus, Kraft, Kreativität und Mut verspricht." Der Schulleiter gratulierte allen ganz herzlich zum erfolgreich Schulabschluss an der Regiomontanus-Schule." Sie haben den Wahnsinn geschafft und nun haben Sie wahnsinnig viele Möglichkeiten, um glücklich und erfolgreich zu werden in Ihrem Beruf wie in Ihrem ganzen Leben."

Die Gesellschaft könne froh und zufrieden mit diesen jungen Menschen sein, sagte Claus Bittenbrünn, Bürgermeister der Stadt Königsberg. Es sei Tradition, dass die Stadt den Regiomontanuspreis für den Schulbesten vergibt. Es war Valentino Marr. Von der Realschule CO I war er an den technischen Zweig der FOS gewechselt. Seine Stärke sei nicht nur die Technik, sondern er sei vielseitig interessiert und arbeite sehr genau und exakt, sagte der Königsberger Bürgermeister. Nach dem bestandenen Abitur werde Valentino Maar ein Maschinenbaustudium an der FH Coburg beginnen und danach beruflich in Coburg Fuß fassen, informierte Bittenbrünn. Nicht nur Schulnoten alleine zählten, sondern auch das Engagement über die Schule hinaus, merkte Ulrich Herbert, Vorsitzender des Fördervereins, an. Eine wichtige Etappe für das berufliche Leben sei nun geschafft. Seit 2009 werde das soziale Engagement an der Regiomontanus-Schule gewürdigt. Dieses Jahr wurde Gabriella Irak ausgezeichnet. Sie war Klassensprecherin, wirkte bei der Schülermitverwaltung, im Event-Management und bei der Theatergruppe mit, lobte Herbert die Absolventin.

Grüße und Glückwünsche übermittelten auch die Vorsitzende des Eltenbeirates, Gabriele Schröder, sowie Natalie Fehre von der SMV.

Bester der Ausbildungsrichtung Technik: Max Beck. Wirtschaft: Markus Seifert. Sozialwesen: Paul Schreiner.

Bester der Jahrgangsstufe 13: Niklas Zehner.

Schüler mit Notendurchschnitt unter 2: Valentino Marr, Paul Schreiner, Markus Seifert, Andreas Blasberg, Enis Zurnaci, Lukas Neser, Lukas Arnold, Lena Pabst, Jennifer Scheler-Eckstein, Nicole Hümmer, Maximilian Marr, Anna Steinert, Max Beck, Jan Pregler, Julian Franz, Florian Zosig, Claudia Eisele, Felix Schramm, Patrick Höfler, Niklas Zehner, Eva Dellert, Kathrin Keller, Lea Schamberger, Leonie Hüttner, Sandra Klör und Julia Ungefug.

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