Coburg
Vogelschießen

Coburger Promis mit der Armbrust beim Vogelschießen

Am Abend der Coburger Vereine lud die Schützengesellschaft Coburg wieder zum Prominenten-Armbrust-Schießen in die "Alte Angerturnhalle" ein.
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Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber beim Schießen mit der Armbrust, Schützenmeister Stefan Stahl gibt ihr ein paar Tipps. Foto: Desombre
Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber beim Schießen mit der Armbrust, Schützenmeister Stefan Stahl gibt ihr ein paar Tipps. Foto: Desombre
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Coburgs Polizeichef, Polizeidirektor Ralf Neumüller, hatte erstmals eine Einladung erhalten und steht von nun an auf der V.I.P.-Liste, die rund 300 Namen zählt. Eingeladen zum Promi-Armbrust-Schießen werden alle Vereinsvorsitzenden, Bürgermeister aus der Stadt und dem Landkreis Coburg, Stadträte und Vertreter des Handwerkes und der Industrie. 1. Schützenmeister Stefan Stahl erklärte: "Wir wollen sie dazu animieren, einen erlebnisreichen Tag auf dem Vogelschießen zu verbringen und beim Abend der Vereine gespannt auf die Siegerehrung zu warten."

Und das gelang auch dieses Jahr wieder. Max Beyersdorf, Stadtrat und Bauunternehmer, übt seit nunmehr zwölf Jahren und versucht immer, drei Schuss möglichst ins Ziel zu bringen. Trotz der kurzen Trainingseinheiten sei sein Einsatz sehr effektiv und passe genau zum Aufwand und Ertrag, scherzte Beyersdorf am Schießstand. "Mit Max habe ich einen Volltreffer gelandet", merkte Ehefrau Claudia an. Schließlich sind beide seit 30 Jahren ein Paar.

"Nicht negativ denken"

Aber auch Tatortkommissar Andreas Leopold Schadt hatte es sich nicht nehmen lassen, beäugt von einem Kameramann, auf die Scheibe zu schießen. CSB-Stadtrat Christian Müller und Sprayer Alex Reuther standen nebeneinander und beäugten sich gegenseitig. "Du musst den weißen Kreis treffen, nicht das rote Feld", war zu hören. "Christian, du darfst nicht negativ denken, sondern musst dir sagen, ich treffe genau in die Mitte", war der gut gemeinte Ratschlag von Schützenbruder Volker Schäfer. Und er sagte auch: "Langsam abziehen, wir haben Zeit ohne Ende."

"Einmal im Jahr treffe ich immer ins Schwarze", gab sich Coburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber selbstbewusst. Trotz Daumendrückens von Schützenmeister Stefan Stahl gingen die drei Schüsse knapp am Zentrum vorbei. Landrat Sebastian Straubel hatte sich in Schale geworfen. Die Krachlederne, eine blaue Weste mit weißem Hemd, hatte ihm seine Lebensgefährtin Kristin Streisand extra für den Tag der Vereine auf dem Vogelschießen gekauft. "Ich werde mein Bestes geben", so der Landrat recht zuversichtlich. Bis zur Siegerehrung gaben sich dann alle Promis im Festzelt ein Stelldichein. Die "Gipfl Gaudi" sorgte für bayrisch-zünftige Unterhaltung.

Eine Premiere

Dann gab es eine Premiere beim 420. Coburger Vogelschießen. Es ist das "Das Coburger Vogelschießen" im Modell 1:87. Bis zum Samstag ist es in der Alten Angerturnhalle zu bestaunen.

Mike Morgenroth und Jürgen Scholz haben die fantastische Welt nachempfunden und detailgetreu aufgebaut. Die Dreifachturnhalle steht hier noch in voller Größe und gegenüber der Alten Angerturnhalle ist das Riesenrad aufgebaut.

Bereits als sechsjähriger Knirps hatte es Jürgen Scholz auf den Festplatz gezogen, er hat den Schaustellern beim Aufbau der Fahrgeschäfte heimlich zugesehen und auch an den Nachmittagen ist er öfters mit dem Rad von Neuses zum Anger geradelt. Als Junge hat er damals schon kleine Kinderkarussells nachgebaut und mit elf Jahren den "Break Dance" oder die "Spinne". Auch heute hat er ein Faible für die Schaustellerei und fährt öfters die Fahrgeschäfte von da nach da. Auch das Autoscooter haben sie selbst gebaut. Das Dach besteht aus zurechtgeschnittenen Müllbeuteln und für das Dach der Turnhalle hatten sie die Super-Idee, dafür Schleifpapier zu verwenden. Nach einem Jahr Planung hatten sie vor drei Jahren mit dem Bau dieses tollen und gelungenen Nachbau des Coburger Vogelschießens begonnen. Allein das Riesenrad besteht aus exakt 1210 Einzelteilen und der Bausatz wurde komplett umlackiert und "verfeinert".

Wer findet das falsche Karussell?

Auch die "Eis-Kiste" ist auf der 2,40 Meter mal 1,80 Meter großen Platte zu erkennen. Die Beschickung des Angers hätten sie bereits im Frühjahr von Platzwart Stefan Schober mit dem strikten Hinweis auf Vertraulichkeit bekommen, verriet Jürgen Scholz. Ein Karussell hat sich beim "Miniatur-Vogelschießen" jedoch eingeschmuggelt. Wer wird es finden? Die "fantastische Miniaturwelt" ist täglich von 14 bis 22 Uhr und am Kindertag am Mittwoch von 14 bis 22 Uhr zu bestaunen.

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