Coburg
Crossmedia

Coburger Mittelschüler zweimal auf dem Treppchen

Die Rückert-Mittelschule kommt beim renommierten Crossmedia-Wettbewerb des Bayerischen Rundfunks zweimal aufs Treppchen.
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Im Interview mit Bayern-3-Moderator Sebastian Schaffstein: Fadila Younes (15) sowie (von links) Rooni Osman (17) und Gurgen Barseghyan (15) von der Rückert-Mittelschuleprivat
Im Interview mit Bayern-3-Moderator Sebastian Schaffstein: Fadila Younes (15) sowie (von links) Rooni Osman (17) und Gurgen Barseghyan (15) von der Rückert-Mittelschuleprivat
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"Die viele Arbeit hat sich gelohnt", sagt Gregor Malinowski. Stolz blickt der Lehrer auf die Bühne im Veranstaltungssaal im BR-Funkhaus in München. Dort nehmen Fadila Younes (15), Gurgen Barseghyan (15) und Rooni Osmann (17) den ersten Preis des Crossmedia-Wettbewerbs in der Sparte Sprache, Text, Präsentation entgegen, der mit 300 Euro dotiert ist.

Viel Lob für Comic-Projekt

Sie stehen dort für die letztjährige Klasse 8 UEG der Coburger Rückert-Mittelschule, in der das Comic-Projekt "Peace" realisiert wurde (das Tageblatt berichtete). Fadila Younes ist aufgeregt, beantwortet jedoch bereitwillig die Fragen des Bayern- 3-Moderators Sebastian Schaffstein.

Stolz ist auch die Sozialpädagogin Elisabeth Niestroj (gfi, esf) aus der Übergangsklasse: "Da können wir jetzt eine Party mit allen feiern", freut sie sich. Denn zur Verleihung des Crossmedia-Preises konnten nicht alle Schülern aus insgesamt drei Jahren Ganztags-Übergangsklassen mit nach München kommen.

Publikum wippte mit

Ein weiteres Mal werden Akteure auf die Bühne gebeten, diesmal aus der Sparte Musik, Sound, Clip. Und siehe da: Die Rückert-Mittelschule ist wieder mit dabei. Diesmal sind es Aya Takwa (17, heute Berufsschule 1), Yousef Moueen Taiba (19, heute Berufsschule 2) und Feryal Khalaf Kasim (15, heute Mittelschule Am Lauterberg), die stellvertretend für alle Mitwirkenden die Würdigung entgegennehmen dürfen.

Den dritten Preis gibt es für den Musikclip "der, die, das", in dem die Problematik von Artikeln in der deutschen Sprache behandelt wird. Dass der von vorne bis hinten selbst gemachte Rap gut ankommt, bestätigt das Saalpublikum und wippt bei der Einblendung im Takt mit.

"Es ist bemerkenswert, wie sich die Klasse auf charmante und pfiffige Art dieser Herausforderung stellt", freut sich der Crossmedia-Wettbewerbsleiter Thomas Sternagel.

Die Jury hatte es nicht leicht

Dass das Comic-Projekt "Peace" den ersten Preis bekam, begründet Jurymitglied Wolfgang Bauer von der Landesarbeitsgemeinschaft Neue Medien, so: "Das Thema Umgangsformen und Werte fanden wir sehr gut, ebenso die Reduktion auf das Wesentliche und die Lautmalerei." Das Genre Comic sei voll erfasst worden mit der Verfremdung der Fotos, der Aufteilung in Spalten und der comictypischen Merkmale, ohne das Ganze zu überfrachten.

Leicht hatte es die Jury mit Sicherheit nicht. Aus insgesamt 165 eingereichten Beiträgen musste sie auswählen.

"Ich finde es total super, dass wir gewonnen haben", sagt Rooni Osman und strahlt über das ganze Gesicht. Auch allen anderen ist die Freude anzusehen. Gregor Malinowski und Elisabeth Niestroj bedankten sich bei der Arbeitsgemeinschaft Neue Medien und bei der Gesellschaft zur Förderung von Integration für die Bahnfahrt.

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