Coburg
Diskussion

Coburger Landratswahl: Bei der Jugend liegt Stingl knapp vor Straubel

Der Kreisjugendring hatte die Kandidaten zum Talk geladen. Der Kandidat der AfD fehlte unentschuldigt.
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Im Landratsamt diskutierten (von links): Dagmar Escher, Martin Stingl, Martin Truckenbrodt, Moderator Tim Pechauf, Christian Gunsenheimer und Sebastian Straubel.Foto: privat
Im Landratsamt diskutierten (von links): Dagmar Escher, Martin Stingl, Martin Truckenbrodt, Moderator Tim Pechauf, Christian Gunsenheimer und Sebastian Straubel.Foto: privat

Unter dem Motto "Eat, Talk & Vote" hatte der Kreisjugendring zu einer Diskussion mit den Landratskandidaten eingeladen. Im großen Sitzungssaal des Landratsamtes brachte dabei "Die Couch" einmal mehr junge Menschen aus der Region und Politiker zusammen, um eine gemeinsame Diskussions- und Gesprächsbasis zu schaffen.

Den Fragen der Jugendlichen stellten sich Dagmar Escher (Bündnis 90/Die Grünen), Martin Truckenbrodt (ÖDP), Martin Stingl (SPD), Christian Gunsenheimer (Freie Wähler) und Sebastian Straubel (CSU/Landvolk). AfD-Kandidat Michael Höpflinger war trotz vorheriger Zusage nicht erschienen.

Zu Beginn hatte jeder der Kandidaten und die Kandidatin drei Minuten Zeit, sich selbst und die gesetzten Ziele zu präsentieren. Im Anschluss folgten die Fragen der 35 Jugendlichen, die sich gut vorbereitet hatten. Hier wurde deutlich, dass die Jugendlichen nicht nur "Kinderthemen" interessieren, wie zum Beispiel neue Spielplätze, sondern dass diese sich durchaus bewusst waren, dass die Aufgaben eines Landrats vielfältiger und weitgreifender sind. So kamen Fragen zu Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, zum aktuellen Stand und zur Einstellung zu den Stromtrassen. Ebenso wurde gefragt, was jeder gedenkt, gegen Populismus zu unternehmen. Aber auch der Frage zur finanziellen Unterstützung von Schwimmkursen oder warum Fabrikgebäude nicht in freundlicheren Farben gestrichen würden statt immer nur in so tristen Farben wie Grau, Schwarz und Weiß zu sehen seien, mussten sich die Kandidaten spontan stellen.

Dass bei den großen Themen nahezu alle Parteien an einem Strang ziehen und gleiche Zielsetzungen verfolgen, wurde anhand der Antworten, die sich nur in kleinen Nuancen unterschieden, schnell klar. Grundsätzlich sprach sich auch alle dafür aus, dass man sehr viel mehr auf den Dialog mit jungen Menschen achten müsse, um zu erkennen, was verbessert oder verändert werden muss.

Beim anschließenden Pizza-Essen hatten die Jugendlichen dann noch Gelegenheit, sich in lockerer Gesprächsatmosphäre mit den Politikern, die alle bis zum Ende der Veranstaltung blieben, auszutauschen.

Auch eine Wahl wurde noch durchgeführt. Das Ergebnis: Martin Stingl landete auf Platz eins, allerdings nur knapp mit drei Stimmen mehr als Sebastian Straubel.



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