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Coburger Landrat: Frank Rebhan macht es nicht

Das Kandidaten-Karussell für die Nachfolge von Michael Busch nimmt Fahrt auf. Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan nimmt nicht darauf Platz.
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Frank Rebhan steht nicht als Kandidat für die Wahl eines neuen Landrats für den Kreis Coburg zur Verfügung. Foto: CT-Archiv
Frank Rebhan steht nicht als Kandidat für die Wahl eines neuen Landrats für den Kreis Coburg zur Verfügung. Foto: CT-Archiv

Der Termin für die Wahl eines neuen Landrats steht fest. Wie stellvertretender Landrat Rainer Mattern (CSU) bei der Sitzung des Kreis- und Strategieausschusses am Donnerstag mitteilte, wurde dieser Termin auch durch die Regierung von Oberfranken bestätigt. Es ist Sonntag, 27. Januar.

Wenn die Bürger des Landkreises dann zwischen möglicherweise sieben Kandidaten entscheiden müssen, wird einer nicht zur Wahl stehen, auf den viele gehofft hatten: Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD). Wie er am Donnerstagabend auf Anfrage erklärte, wurde ihm die Kandidatur angetragen. Er lehnte jedoch ab.

Spekulationen beenden

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Er wolle Spekulationen um seine Person ein Ende bereiten. Diese gab es durchaus. Vielen, nicht nur aus den Reihen der SPD, schien Frank Rebhan der aussichtsreichste Kandidat für seine Partei zu sein. Für die SPD steht einiges auf dem Spiel, stellte sie doch seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges durchgehend den Landrat im Coburger Land - zulezt mit Michael Busch. Doch Frank Rebhan musste sich entscheiden zwischen seiner Stadt, die er seit vielen Jahren erfolgreich führt, und einem möglichen Wechsel ins Landratsamt. Er entschied sich für Neustadt. Wörtlich sagte Frank Rebhan: "Ich bin voller Leidenschaft Oberbürgermeister in Neustadt. Ich habe das Amt des Landrats nie angestrebt und dabei bleibe ich auch. Ich fühle mich Neustadt und den Menschen hier verpflichtet und ich liebe meine Stadt. Gerade in stürmischen Zeiten möchte ich hier das Ruder in der Hand behalten."

Er sei überzeugt, dass die SPD den Wählern im Landkreis einen "hervorragenden Kandidaten" vorschlagen werde. Das werde aber zuerst in den Gremien der Partei abgesprochen und dann entschieden. Es gebe keinen Grund zur Hektik. Auch die Mitglieder sollen die Möglichkeit bekommen, mit über die Frage eines Kandidaten zu diskutieren.

Noch fehlen viele Bewerber

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Die Wahl eines neuen Landrats wird notwendig, weil der bisherige Amtsinhaber Michael Busch bei der Landtagswahl zum Abgeordneten der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag gewählt wurde.

Die beiden größten Fraktionen des Kreistags, CSU/Landvolk und SPD haben bisher noch nicht über ihren Kandidaten entschieden. Als Kandidaten wurden bisher Christian Gunsenheimer (FW) und Michael Höpflinger (AfD genannt. Bündnis 90 / Die Grünen hatten bereits angekündigt, einen Bewerber ins Rennen schicken zu wollen. Auch seitens der ÖDP wird erwartet, dass ein Kandidat aufgestellt wird. Stellt dann die FDP, die im Kreistag eine Fraktionsgemeinschaft mit der ÖDP hält, ebenfalls einen eigenen Kandidaten, dann stehen den Wahlberechtigten am 27. Januar sieben Bewerber zur Auswahl. Daher erwarten die meisten Beobachter eine Stichwahl.



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