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Coburg
Filmaufnahmen

Coburg von oben: Kamerateam zeigt außergewöhnliche Bilder - dritter Teil ab morgen bei Youtube

Pünktlich am Heiligen Abend erscheint der dritte Teil der Video-Serie "Aussichtsreich über Coburg". Diesmal: der Coburger Westen.
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Das noch im Bau befindliche Bürgerhaus in Wüstenahorn kann man von oben sehen.  Fotos: Olaf Pilz/FAG
Das noch im Bau befindliche Bürgerhaus in Wüstenahorn kann man von oben sehen. Fotos: Olaf Pilz/FAG
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So sieht man Coburg selten. Zumindest dann nicht, wenn man keinen Flugschein besitzt. Olaf Pilz, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Flugtechnischen Arbeitsgemeinschaft Steinrücken (FAG) zuständig ist, filmt aus dem Flugzeug heraus Coburg von oben. Dabei ermöglicht er neue Blickwinkel auf die vielen schon sehr bekannte Stadt.

Zehn Filme sind insgesamt geplant, zwei bereits veröffentlicht. Am Weihnachtsabend um 17 Uhr wird der dritte Teil auf Youtube freigeschaltet werden. Der nimmt vor allem den Coburger Westen in den Blick. "Es gibt wieder einiges zu entdecken", sagt Pilz, der zwar künstlerisch verantwortlich ist, aber von den Piloten der FAG unterstützt wird. So sind die Filme ein Gemeinschaftsprojekt Fluggemeinschaft, die damit auch ein wenig Werbung für sich selbst machen will. Denn vielleicht, so Pilz, bekomme so der ein oder andere Appetit aufs Fliegen.

Coburg soll sich wiedererkennen

Wichtiger jedoch als die Akteure hinter der Kamera sind Pilz diejenigen davor. Schließlich sollen die Filme Coburg abbilden und die Coburger ihre Stadt darin sehen. "Wir versuchen, alle einzubinden", sagt Pilz, "damit Coburg sich in dem Film wiedererkennt."

So wechselt die Perspektive von Luftaufnahmen zum Boden zu Firmen, Schulen und Ehrenamtlichen. Auch Martin Luther auf der Veste, der immer wieder auftaucht, zieht sich wieder wie ein roter Faden durch den Clip.

Mit dabei sind beim dritten Teil etwa die Karatekas der SV Hut, COII-Schüler, die hundert Papierflieger in ihre Aula fliegen lassen oder das Formula Student-Projekt an der Hochschule. Aber ein einfaches Abfilmen der Protagonisten wäre Pilz zu wenig. So sagt er: "Ich will die filmen, wenn sie unter sich sind. Da wird es dann lebendig."

Authentisches Miteinander

Doch nicht nur lebendig soll es sein, sondern auch authentisch. "Jeder stellt sich in seiner Art dar", sagt Pilz. Das Miteinander einzufangen, darum geht es dem Hobbyfilmer, der im Vergleich zu den vorherigen Teilen sagt: "Die Szenen werden anspruchsvoller." Ein Karatetritt in Zeitlupe oder über den Boden purzelnde Tennisbälle sollen den Film auf spannende Weise auflockern. Wer hat schon mal Tennisbälle in Zeitlupe auf einen Boden fallen und dort dann rumspringen sehen? Hochspannung garantiert!

Auch für Pilz selbst hat die Arbeit immer wieder zu Überraschungen geführt. "Es ist hochinteressant da mal reinzuschauen", sagt er und meint damit die verschiedenen Institutionen, zu denen man gewöhnlich keinen Zugang hat. "Jemand der nie Tennis spielt, kommt nie zu einem Tennisverein", sagt Pilz.

So zeigt der Film neben dem Überblick über die Stadt auch, was sie im innersten zusammenhält. "Coburg ist als Ganzes zu sehen", und dazu gehören auch die zahlreichen Ehrenamtlichen. Diese würden am Leben erhalten, was man Gemeinschaft nenne. Das darzustellen, das ist ebenso Ziel der Filme: den Bürgern die Vielseitigkeit der Vereine zu zeigen.

Veränderungen der Stadt

Ehrenamtlich macht Pilz auch die Filme. Zwar sind ihnen eine gewisse Werbewirkung nicht abzusprechen, aber das Ziel ist ein anderes. Letztlich soll es nämlich ein Film für die Coburger Bürger sein. Etwa 20 Stunden Arbeit rechnet Pilz für eine Minute Film. Dazu zählen dann erste Anfragen, Gespräche, das Filmen selbst und natürlich der Schnitt. Seit drei Monate etwa arbeitet Pilz an dem aktuellen Film. Der vierte Teil soll pünktlich zur Wahl erscheinen, also den bisherigen Veröffentlichungsrhythmus von drei Monaten einhalten.

Auch wenn die einzelnen Teile Aufnahmen der letzten drei Jahre beinhalten, ist Pilz noch immer auf der Suche nach weiteren Beteiligten. Wer Lust hat, könne sich bei ihm melden. Der lange Aufnahmezeitraum ermöglicht es auch, die Veränderungen der Stadt aufzunehmen und gegenüberzustellen. So etwa das Bürgerhaus in Wüstenahorn, das im aktuellen Film zu sehen sein wird. Die FAG will den Coburgern mit ihrem Film ein kleines Geschenk zu Weihnachten machen. Dafür hat das Team sich auch selbst in Schale geworfen.

Kurzfilm über Coburg

Den dritten Teil von "Aussichtsreich über Coburg" kann man ab dem 24. Dezember um 17 Uhr auf Youtube ansehen:

Wer Interesse hat, selbst Teil der Filmreihe zu werden, etwa Schulen oder Betriebe, kann sich gerne per Mail an Olaf Pilz wenden.

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