Coburg

Coburger Hochschulstudenten haben die Gesellschaft fest im Blick

43 Projekte, zehn Studiengänge, regionale und überregionale Kooperationspartner: Studenten der Hochschule Coburg stellten Ergebnisse aus zwei Semestern vor.
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Studentische Entwürfe für die Montessori-Kindertagesstätte "Bergwichtel" präsentieren hier (von links) Gerrit Nöhmer, Tijana Vojnovic-Calic und Professor Mario Tvrtkovic. Foto: Frank Wunderatsch
Studentische Entwürfe für die Montessori-Kindertagesstätte "Bergwichtel" präsentieren hier (von links) Gerrit Nöhmer, Tijana Vojnovic-Calic und Professor Mario Tvrtkovic. Foto: Frank Wunderatsch

Zum siebten Mal in Folge bildete die Säulenhalle der Hochschule Coburg die Bühne für die studentische Abschlusspräsentation "Projekt & Praxis". 43 interdisziplinäre Projektgruppen präsentierten hier die Ergebnisse ihrer Arbeit, jede mit einer eigenen Aufgabenstellung und zu einem großen Teil mit externen Partnern aus Wirtschaft und Soziales. Studierende aus zehn Studiengängen der Fakultäten Design, Soziale Arbeit und Gesundheit, Wirtschaftswissenschaften sowie Angewandte Naturwissenschaften waren daran beteiligt.

Auch in diesem Jahr ließen sich wieder rund 400 Teilnehmer und externe Besucher von einem bunten Themenstrauß inspirieren, etwa von Architekturentwürfen für das Kinderhaus "Bergwichtel" der Medauschule, einer generationenübergreifenden Lesewoche oder einer Begegnungsstätte für Jung und Alt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Mitarbeitern des Projekts "Der Coburger Weg".

"Die Projekte, die hier stattfinden, sind so vielfältig. Die Studenten sammeln dabei nicht nur für sich selbst und ihr Studium wertvolle Erfahrungen, sie bereichern mit ihren Aktionen und Erkenntnissen auch die Gesellschaft", sagte wissenschaftliche Koordinatorin Silke Heling.

Wie das gehen kann, zeigt das Projekt "Sport bewegt" von Alexander Scheller und seinen Kommilitonen der Integrativen Gesundheitsförderung und der Sozialen Arbeit. Mit ihren Lehrern Susanne Bott und Prof. Wulf Bott beschäftigten sie sich unter anderem mit der Planung und Durchführung kleiner Vorhaben, die Sport mit gesellschaftlicher Teilhabe und gesunder Lebensweise verbindet. Da kam ihnen die Idee, Spenden für die Tanzgruppe der Offenen Hilfen Coburg zu akquirieren und mit öffentlichem Bankdrücken während der Veranstaltung weitere Aufmerksamkeit auf die Initiative zu lenken. Jeder, der Lust hatte, durfte die Langhantel stemmen. Die Tanzgruppe darf sich nun über eine Spende von 280 Euro freuen.

Im Projekt "Digital und analog" unter Leitung von Prof. Julius Heinicke und Kathrin Lohbeck stellten sich Isabel Gutierrez Diaz und ihre Mitstudierenden der Frage nach dem Publikum der Kunst von morgen. Die Studenten der Betriebswirtschaft und der Sozialen Arbeit erarbeiteten selbstständig Konzepte für eine breitere kulturelle Teilhabe. Den Besuchern von "Projekt &  Praxis" präsentierten sie Plakatvorschläge für eine höhere Präsenz der Kulturinstitutionen in der Stadt Coburg.

Isabel Gutierrez Diaz' Fazit: "Es war ein sehr interessantes Projekt. Wir hatten sogar einen Workshop im Theater, der richtig klasse war. Ich habe dadurch selbst wieder Lust bekommen, öfters ein Theater zu besuchen."

Das Thema "Nachhaltigkeit"

Bei gleich vier Projekten stand ein Thema besonders im Fokus: Nachhaltigkeit.

"YOUGO4SDGs" befasste sich mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen. Eine Teilgruppe behandelte das SDG 3, Gesundheit und Wohlergehen.

Julia Roll, Melissa Jung, Barbara Popp und drei weitere Studierende führten ein Interview mit einer Altenpflegerin, erstellten Plakate und Flyer zum Thema und informierten in der Coburger Realschule 2 Schüler über Pflegeberufe. Betreut hat sie dabei Prof. Milena Valeva.

Bei "Jetzt zu mehr Nachhaltigkeit", einem Projekt von Prof. Elke Schwinger und Prof. Julia Prieß-Buchheit, organisierten Studenten aus drei Studiengängen einen Kleidertauschmarkt für die Coburger "Nacht der Nachhaltigkeit" und recherchierten wissenschaftlich zu Lebensmittelverschwendung, um die Ergebnisse anschließend Coburger Schülern vorzustellen.

Doch warum ist Nachhaltigkeit so ein brandaktuelles Thema? Für Moritz Scharfenberg, Projektteilnehmer und Student der Sozialen Arbeit, ganz klar: "Es kann eben auch ein Ideal sein, danach zu streben, mit dem zufrieden zu sein, was man hat."

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