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Coburg
Kreativität

Coburger Designtage 2013: Eine Bilanz

Den Coburger Designtagen fehlten in diesem Jahr die Berghallen und der Biergarten am Hofbräugelände - und das gemeinsame Dach. Denn die Designtage sind eine Veranstaltung des Coburger Designforums Oberfranken. Die Fakultät Design veranstaltet parallel ihren "Designcampus open".
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Eine bunte Bar hatten die angehenden Innenarchitekten mit wenig Budget und einfachen Mitteln im Hofbrauhaus aufgebaut.
Eine bunte Bar hatten die angehenden Innenarchitekten mit wenig Budget und einfachen Mitteln im Hofbrauhaus aufgebaut.
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Besuchergrüppchen wandern am Samstag von Ausstellung zu Ausstellung, über 50 Gäste finden sich am Abend zur Führung durch die Lichtinstallationen am Salvatorfriedhof ein - Beobachtungen vom Samstag. Als im Salvatorfriedhof am Samstagabend die Lichter angingen, war der "Designcampus open" auf dem Hofbräugelände schon geschlossen. Die Veranstaltung der Hochschule ("Design findet hier statt") ging am Samstag zu Ende; die "Designtage" des Coburger Designforums Oberfranken (CDO) mit den Ausstellungen am Schillerplatz, in der Alten Angerturnhalle und am Säumarkt dauerten bis Sonntag.

Dass es sich um zwei Veranstaltungen handelte, dürfte vielen Besuchern nicht bewusst gewesen sein, die wie gewohnt zum Hofbrauhaus kamen. Dort vermissten viele den Biergarten und die phantasievollen Außeninstallationen, die in den vergangenen Jahren das Bild prägten. Die Lichtspiele hatte das CDO finanziert.
Das aber hat sich vom Campusgelände zurückgezogen, und nun blieben tatsächlich die Lichter aus. "Wir konnten nicht mal das Plakat beleuchten", erzählte Christina Neukäufer, Studierende des Integrierten Produktdesigns im 7. Semester.

Bier und Bratwurst gab es trotzdem, und fürs wenig biergartengerechte Wetter kann keiner was. Dekan Joachim Driller bezeichnete sich am Samstagabend als "erschöpft, aber zufrieden". Der "Designcampus open" soll wiederholt werden, versicherte er. Einbezogen sind auch die Architekten und Bauingenieure, die sich mit den Produktdesignern und Innenarchitekten den Campus teilen. Letztere waren in den früheren Jahren die Hauptträger der Designtage. Damals hieß der Dekan des Fachbereichs noch Werner Kintzinger; Auwi Stübbe, der Vorsitzende des CDO, wirkte als Professor im Fachbereich Design, beide waren Innenarchitekten - da war die Zusammenarbeit von CDO und Hochschule keine Frage.

Ideale Spielfläche

Mit dem Gelände hinterm Hofbrauhaus, lange unbebaut, stand außerdem eine ideale Spielfläche zur Verfügung. Gegen den romantisch-ruinenhaften Charme der Berghallen wirkt das Bürogebäude Schillerplatz bestürzend banal. Dort stellten in diesem Jahr bereits etablierte Designer und Firmen aus, und dieser Schau fehlte das Spielerische, Improvisierte, das nach wie vor die Werkschau im Hofbrauhaus prägt.

Doch nicht nur die Fakultät Design muss eine neue Form der Präsentation finden. Auch das CDO steht vor Problemen. Derzeit ist nämlich noch längst nicht klar, wo die Coburger Designtage im nächsten Jahr stattfinden können. Die Bleibe Schillerplatz ist nur eine provisorische. Auwi Stübbe hofft, dass er sie behalten kann, da die SÜC das Gebäude derzeit nicht brauchen und die Designtage sich wieder als Besuchermagnet erwiesen haben. Im Schillerplatz wäre auch eine Dauerausstellung zum Thema Design möglich, und er habe schon mehrere Interessenten, die gern mit dem CDO dort einziehen würden, sagt er.
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