Coburg
Stellungnahme

Coburger Bürgermeisterin beteuert: Es war kein Pfusch am Bau!

Obwohl Rasen und Untergrund ständig feucht sind: Die Entwässerungsanlage im Stocke-Stadion soll ordnungsgemäß gebaut worden sein.
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Derzeit sind hier Regenwürmer statt Sportler am werk: der Sportplatz im Coburger Stocke-Stadion.Foto: Julian Übelhack
Derzeit sind hier Regenwürmer statt Sportler am werk: der Sportplatz im Coburger Stocke-Stadion.Foto: Julian Übelhack
Es gibt keinen Pfusch am Bau - das war die Botschaft, die Coburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber am Dienstag bei einem kurzfristig anberaumten Pressetermin im Stocke-Stadion ausgab. Hintergrund ist die Entwässerung des Spielfeldes in der Schulsportanlage in der Wiesenstraße. Zwar war in der vergangenen Woche bei Ausgrabungen festgestellt worden, dass die einst eingebauten Drainagerohre gar nicht über ein bestimmtes Rohr in eine unterirdische Ringleitung münden - aber das müssen sie auch gar nicht, wie Experten jetzt erklären.

Aber der Reihe nach: Birgit Weber, unterstützt von CEB-Abteilungsleiter und Bauingenieur Gerhard Knoch sowie vom Leiter des Grünflächenamtes, Gerhard Ledermann, sah sich am Dienstag zu einer "fachlichen Richtigstellung" veranlasst. Entgegen den jüngsten Veröffentlichungen in Coburger Medien könne beim Sportgelände an der Wiesenstraße "nicht von einem Baufehler gesprochen werden". Drainagen seien vorhanden und nach den üblichen Verfahren verlegt worden.

Nach den Worten von Gerhard Knoch müssen die Drainagerohre, die das Wasser vom Spielfeld zur Leitung rund um das Spielfeld führen, nicht mit einem Formstück, sprich Rohr, direkt in eben diese Ringleitung münden. "Die vom Grünflächenamt durchgeführten Aufgrabungen haben eine fachlich gute Ausführung der Leitungen und einen den Regeln entsprechenden Aufbau der Rasentragschichten gezeigt", heißt es in einer zeitgleich verteilten Pressemitteilung. Die Entwässerung erfolge über Filterkiespackungen, von dort sickere Wasser in die Ringleitung. "Ein Umbau der Drainagen ist demnach nicht erforderlich", gab man sich erleichtert.

Der Einstau von Wasser in die Drainagen könne durch einen höheren Wasserstand in der Itz neben dem Sportgelände erfolgt sein, so Gerhard Knoch. In den Fluss wird letztlich das Wasser vom Sportgelände eingeleitet. "Wenn die Itz einen höheren Wasserstand hat, schließt sich eine Klappe, damit kein Wasser aus dem Fluss in die Kanäle gelangt. Dann aber kann auch kein Wasser abfließen." Deshalb ist auf dem Sportgelände ein Pumpwerk installiert. Überprüft werden die Schaltzeiten und -höhen des Pumpwerks, damit eine stetige Entwässerung des Spielfeldes gewährleistet ist. Für Grünflächenamtsleiter Gerhard Ledermann liegt eine Ursache in der feuchten Witterung des vergangenen Herbstes. Durch eine angemessene Beregnung und eine verstärkte Pflege "wird der Platz für den Schulsport in diesem Jahr wieder benutzbar sein". Weiter erinnerte Ledermann daran, dass sich die Rasentragschicht in den vergangenen zehn bis elf Jahren verändert hat.


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