Coburg
Kunst-Tipp

Coburger Ausstellung erinnert an armenischen Ritter der Farbe

Werke von Karen Smbatyan sind ab Donnerstag in einer Präsentation in Coburg zu sehen.
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Figur Nr. 15. Öl auf Leinwand, aus dem Jahr 2001. Veranstalter
Figur Nr. 15. Öl auf Leinwand, aus dem Jahr 2001. Veranstalter
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Expressionistisch anmutende Malerei des armenischen Künstlers Karen Smbatyan ist ab Donnerstag in der Galerie Späth in der Wiesenstraße zu sehen. Karen Smbatyan ( geboren 1932 in Kumairi, gestorben 2008 in Jerewan) galt bereits zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten Künstler seines Landes. In einer Studio-Ausstellung in der Remise werden elf Gemälde aus den Jahren 1973 bis 2006, 25 Illustrationen aus dem Bilderzyklus "Tausendundeine Nacht" (1979/ 1980) und 21 Ölskizzen gezeigt.


Karen Smbatyan studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Jerewan. Er war Redakteur der Kinderzeitschriften "Pioner" und "Tsitsarnak". Zahlreiche Ausstellungen in Moskau, Palanga, Jerewan und internationale Präsentationen in Libanon, Türkei, Polen, England, Frankreich, Deutschland, Japan und in den USA machten ihn bekannt. Seine Werke gingen als Diplomatengeschenke in die Welt. Er ist in bedeutenden Sammlungen vertreten.


Ein Fest der Farben

In seinen frühen Werken war er auf der Suche nach authentischer Wahrnehmung der Natur. Anfangs eher spätimpressionistisch geprägt, fand er mehr und mehr zu den kraftvollen Formen und Farben des Expressionismus.


Im Zusammenhang mit seiner Arbeit als Redakteur zweier Kinderzeitschriften erforschte er die Wurzeln der armenischen Stilschule in der Miniaturmalerei. In den 70er Jahren beschäftigte er sich mit der Erscheinung von Farbe und Form. Er fand zu abstrakten farbenfrohen Kompositionen von intensiver spiritueller Tiefe. Wie für Delacroix war ihm "die Kunst ein Fest der Farben". Karen Smbatyans Leitmotive waren das Licht, die Sonnenwärme, der "Frieden der Seele". Sein Spätwerk ist geprägt von einer scheinbar großen Einfachheit der Details.


In seiner Wandlungsfähigkeit von naturalistischer Gegenständlichkeit über differenzierte Abstufungen bis zum abstrakten Symbol fand und erfand er sich immer wieder neu. Auf eigenständige Weise entwickelte Smbatyan die Malerei des Expressionismus zu hoher Blüte.



Vernissage

Galerie Späth, Wiesenstraße 22: Karen Smbatyan - Ritter der Farbe. Gemälde, Illustrationen, Ölskizzen. Zur öffentlichen Vernissage am Donnerstag, 19. April, um 19.30 Uhr wird der Sohn des Künstlers, Davit Smbatyan, anwesend sein (bis 5. Mai, Montag bis Freitag, 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr, Eintrittt frei,
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