Coburg
Bauprojekte

Coburg: Von zwei Bauvorhaben ruht eines

Während die Arbeiten auf dem früheren Brockardt-Gelände am Kanonenweg im September weitergehen, stockt es auf der Baustelle des einstigen DSZ.
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Im September beginnen die Bauarbeiten auf dem früheren Gelände des Betonwerks Brockardt. Zunächst stabilisieren 1600 Betonpfähle den Untergrund. In drei Jahren sollen die zehn Wohngebäude mit insgesamt 167 Wohnungen sowie die beiden Tiefgaragen und das Apartmenthotel fertiggestellt sein.  Foto: Christoph Winter
Im September beginnen die Bauarbeiten auf dem früheren Gelände des Betonwerks Brockardt. Zunächst stabilisieren 1600 Betonpfähle den Untergrund. In drei Jahren sollen die zehn Wohngebäude mit insgesamt 167 Wohnungen sowie die beiden Tiefgaragen und das Apartmenthotel fertiggestellt sein. Foto: Christoph Winter
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Zwei Baustellen hat die Forchheimer Firma Projekt Bauart Wohninvest GmbH in Coburg: den Umbau des früheren Diakonisch-Sozialen Zentrums (DSZ) am Hofgarten und die Wohnungen, Apartments und Tiefgaragen auf dem Grundstück des früheren Betonwerks Brockardt am Kanonenweg. Am Hofgarten geht es mit dem Wohnbauprojekt nicht vor Sommer nächsten Jahres weiter, hingegen werden die Arbeiten am Kanonenweg im September dieses Jahres beginnen. Über das Wie und Warum informierte am Dienstag Geschäftsführer Marcus Thiele bei einem Pressegespräch.

Projekt "Leben am Hofgarten": Zwei der insgesamt fünf Bauabschnitte sind nach den Worten von Marcus Thiele fertiggestellt. Bereits im Mai 2018 konnte der erste Bauteil an die Firma Brose übergeben werden, im zweiten Bauabschnitt "sind mit Ausnahme einer Wohnung alle Wohnungen bezogen". Zu erledigen seien noch einige Restarbeiten, darunter auch die Wiederherstellung des Gehweges.

Anders bei den Bauabschnitten III und IV. Hier handelt es sich um das frühere Internat des DSZ und das benachbarte Gebäude, die Thiele als Bauwerke mit "schwieriger Statik" bezeichnete. "Neben Rohbau- und Haustechnikunternehmen haben wir uns auch um einen Generalunternehmer bemüht, der alle ausführenden Firmen sowie ergänzende Planleistungen verantwortet, das heißt ein schlüsselfertiges Gesamtprojekt realisieren könnte." Mit einer solchen Firma wurde im März 2019 ein gestaffelter Bauvertrag geschlossen, welcher einen Fertigstellungstermin garantierte, gleichwohl aber erst im Anschluss einer weiteren Planungsphase wirksam werden sollte. In dieser erweiterten Planungsphase nach Vertragsbeschluss waren ergänzende technische, rechtliche und kaufmännische Fragestellungen zu lösen, um den Vertrag wirksam zu machen. "Leider sind in dieser Phase Differenzen aufgetreten, die uns veranlassen, von der weiteren Umsetzung dieses Vertrages vorerst Abstand zu nehmen", so der Marcus Thiele. Auf Nachfrage erklärte er, dabei habe es sich um Mindeststandards gehandelt, worüber keine Einigung erzielt worden sei.

Suche wird wohl ein Jahr dauern

Nicht vor dem Sommer des nächsten Jahres werde ein geeignetes Bauunternehmen gefunden sein. "Selbstverständlich werden wir alle Kunden, die sich eine Wohnung reserviert hatten, informieren, wenn das Projekt sicher umgesetzt werden kann." Diese etwa 50 Kunden sollen dann die Möglichkeit erhalten, sich die zuletzt reservierte Wohnung zu sichern. Das Projekt sei der Firma nicht gleichgültig, vielmehr sei man von der "sensationellen Lage" überzeugt.

Projekt Brockardt- und Milchhofstraße: Auf dem früheren Brockardt-Gelände am Kanonenweg "geht es vorwärts", erklärte Thiele. Im September werden zunächst etwa 1600 sogenannter Betonstopfsäulen bis zu sieben Meter tief in den Boden eingebracht. "Damit erreichen wir einen stabileren Baugrund." Der erste Rohbau soll dann an der Bahnlinie nach Neustadt im Oktober oder November in die Höhe wachsen. Zeitgleich finden die Arbeiten an den Tiefgaragen der geplanten Wohnhäuser hinter der Brockardt-Siedlung statt.

Die Wohngebäude werden modular errichtet und sehen jeweils für die verschiedenen Haushaltsgrößen (ein bis vier Personen) einen Mustergrundriss vor. Alle Varianten können fast beliebig angeordnet werden und sind barrierefrei. Die geförderten Wohnungen sind von der Regierung von Oberfranken für den Standort bestätigt, der Bewilligungsbescheid der BayernLaBo ist in Bearbeitung. Die BayernLabo ist das Förderinstitut der Bayerischen Landesbank und als Organ der staatlichen Wohnungspolitik für die Wohnraumförderung im Freistaat Bayern zuständig. Bei der Stadt sind die Bauanträge für die Wohnhäuser eingereicht und "werden kurzfristig erwartet".

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