Coburg
Antrag

Coburg soll den Festungshof kaufen

Das einstige Hotel nahe der Vestesei "ein Bild des Jammers", findet die CSU-Stadtratsfraktion. Deshalb solle die Stadt das Gebäude kaufen.
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Der Festungshof ist seit Jahren Baustelle. Nun schlägt die CSU/JC-Fraktion vor, dass die Stadt das Anwesen kauft. Foto: Jutta Rudel
Der Festungshof ist seit Jahren Baustelle. Nun schlägt die CSU/JC-Fraktion vor, dass die Stadt das Anwesen kauft. Foto: Jutta Rudel

Die CSU/JC-Fraktion beantragt, dass die Stadt ein Kaufangebot für den "Festungshof" unterbreitet. Der Gutachterausschuss soll beauftragt werden, den aktuellen Verkehrswert des Objekts in unmittelbarer Nachbarschaft zur Veste zu ermitteln.

Zur Begründung schreibt Fraktionsvorsitzender Jürgen Oehm: "Seit Jahren steht die Baustelle still und die weitere Projektumsetzung ist völlig unklar. In unmittelbarer Nähe der Veste, des touristischen Highlights für die Region, verkümmert der ehemalige Festungshof zu einem Bild des Jammers. Dieser Anblick ist nicht weiter hinnehmbar! Es besteht ein öffentliches Interesse, dieses einzigartige Ensemble mit der Burganlage an dieser herausragenden Stelle wieder zu beleben."

Jedem anderen Eigentümer eines Denkmals würden klare Vorschriften für einen stringenten Bauablauf und die Umsetzung denkmalpflegerischer Details zugemutet werden, schreibt Oehm. Es sei nicht nachvollziehbar, dass "an dieser exponierten Immobilie Sonderrechte gelten sollen". Was genau die Stadt nach einem Kauf mit dem Festungshof machen soll oder wie er künftig genutzt werden könnte, geht aus dem Antragstext nicht hervor.

Der Festungshof wurde 1910 errichtet, 1925 erweitert und diente als Hotel, vor allem für Gäste der herzoglichen Familie. Die Stelle war aber schon Jahrhunderte vorher bebaut: Unter anderem soll sich hier eine Einsiedelei befunden haben. Für den Hotelneubau wurde 1910 der Domänenhof abgerissen. 1989/90 wurde das Gebäude saniert. Im September 2010 erwarb es der jetzige Eigentümer. Das Hotel lief noch einige Zeit weiter; 2012 hieß es dann, das Ensemble solle für private Zwecke umgebaut werden. Es folgten einige Abbrucharbeiten, doch seit über vier Jahren steht das Haus als Bauruine da.

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