Coburg
Samba-Festival

Coburg: Sambafestival eröffnet - 200.000 Besucher erwartet, erste Zwischenfälle in der Nacht

Es ist eines der Highlights des Jahres in Oberfranken: Am Freitagabend hat für alle Fans heißer Rhythmen das 28. Samba-Festival in Coburg eröffnet. Die Veranstalter erwarten bis Sonntag wieder Hunderttausende Besucher, die in die Stadt an der Itz strömen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Samba Königin aus Rio de Janeiro, Bianca Monteiro, tanzt auf einer der Bühnen auf dem internationalen Samba-Festival Coburg. Auf dem Tanzfestival werden  rund 200.000 Besucher aus aller Welt in der Coburger Innenstadt erwartet. Foto: Nicolas Armer/dpa
Die Samba Königin aus Rio de Janeiro, Bianca Monteiro, tanzt auf einer der Bühnen auf dem internationalen Samba-Festival Coburg. Auf dem Tanzfestival werden rund 200.000 Besucher aus aller Welt in der Coburger Innenstadt erwartet. Foto: Nicolas Armer/dpa

Trommeln, Tanz und Trillerpfeifen: In Coburg hat am Freitagabend das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens begonnen. Bis Sonntag werden rund 200.000 Besucher zum 28. Samba-Treffen erwartet. Am Freitagabend fand bereits die Verleihung des "Humano"-Preises statt, bei der sogar ein Ex-Torschützenkönig auf der Bühne stand.

Samba-Festival in Coburg: 3000 Künstler auf elf Bühnen

Etwa 3000 Künstler wollen auf den Straßen und Plätzen der oberfränkischen Stadt wieder südamerikanisches Flair verbreiten. Elf Bühnen sind aufgebaut. Am Samstag zeigen die besten Capoeira-Tänzer und -Tänzerinnen den brasilianischen Kampftanz. Höhepunkt des Festivals ist der große Samba-Umzug von 100 Gruppen am Sonntagnachmittag. Der Start ist um 14 Uhr geplant.

Das Festival bedeutet für viele Geschäfte und Hotels in der 40 000-Einwohner-Stadt ein gutes Geschäft. Berechnungen zufolge fließen am Samba-Wochenende rund 4,5 Millionen Euro zusätzlich in die Stadt. Schon 2014 wurde das Festival mit dem Edison Carneiro Preis als "Bestes Samba-Event außerhalb Brasiliens" ausgezeichnet.

Samba-Tanz ursprünglich von afrikanischen Sklaven

Der Samba kam mit afrikanischen Sklaven nach Brasilien, die dort auf den Plantagen schuften mussten. Der Tanz war dabei wie eine Flucht aus dem Elend. Als Gesellschaftstanz in Europa setzte er sich erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts langsam durch.

Prügelei in "Samba-Bus"

Dass es bei großen Veranstaltungen wie dieser auch aufgrund des hohen Alkoholkonsums immer wieder zu Übergriffen kommt, ist die Schattenseite der Medaille: In Rödental im Landkreis Coburg haben sich am Samstag gegen drei Uhr morgens im "Samba-Bus" zwei Männer geprügelt. Ein 29-jähriger Neustadter und ein 20-jähriger Rödentaler schlugen sich gegenseitig ins Gesicht, sodass der Ältere einen Nasenbeinbruch erlitt.

Der genaue Tatablauf und der Auslöser des Streites sind laut Polizei noch nicht abschließend geklärt. Die restlichen Fahrgäste waren teils erheblich alkoholisiert und machten dadurch unterschiedliche Angaben bei der Befragung. af/mit dpa

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.