Coburg
Samba-Festival

Coburg im Ausnahmezustand: "Bei Samba raste ich total aus"

Der Coburger Robin Höhn und seine Tanzpartnerin Mandy Marx führen zusammen mit der Gruppe JuCo den Samba-Umzug am Sonntag an. Für den jungen Tänzer erfüllt sich damit ein Traum.
Artikel drucken Artikel einbetten
Robin Höhn ist ein großer Samba-Fan und wird in diesem Jahr allen Teilnehmern des Festzugs am Sonntag voraustanzen - zur Musik der Gruppe Samba JuCo. Foto: Christian Brettel
Robin Höhn ist ein großer Samba-Fan und wird in diesem Jahr allen Teilnehmern des Festzugs am Sonntag voraustanzen - zur Musik der Gruppe Samba JuCo. Foto: Christian Brettel
Ein großer blonder junger Mann, der Samba tanzt und dafür Applaus von echten Brasilianern bekommt? Alles möglich beim Samba-Festival in Coburg - und bei Robin Höhn. Er darf in diesem Jahr den Festzug am Sonntag zusammen mit seiner Tanzpartnerin Mandy Marx und der Gruppe Samba JuCo anführen. "Das ist eine große Ehre für mich", sagt der 21-Jährige. Seit 2011 gehört er zu Samba JuCo unter Leitung von Vladimir Sigarev. Seither sind er und seine Tanzpartnerin auch beim Samba-Festival aktiv dabei."Wir sind die einzigen Tänzer unter den Musikern."

Eine spezielle Choreografie habe er dafür nicht erarbeitet, sagt Robin Höhn. "Das ist beim Samba-Schritt eher schwierig. Da gibt es viele Tempo-Wechsel und auch die Übergänge von einem Titel zum nächsten sind fließend." Dennoch werde er zusammen mit seiner Partnerin versuchen, wenigstens die ersten drei Titel synchron hinzubekommen. "Danach tanzen wir Freestyle und lassen ein paar Hip-Hop-Elemente einfließen."

Schon als Kind sei er verrückt auf Samba gewesen, erzählt der Coburger. "Ich habe mir beim Festival die Schritte genau angeschaut und mir den Tanz selbst beigebracht." Das ist für Robin Höhn nichts Besonderes. Er ist Autodidakt, arbeitet als Tanzlehrer, ist in Produktionen des Landestheaters zu sehen, war der Choreograf von "Ein Musical für Coburg" und bewirbt sich mit dem im Hofgarten gedrehten Tanz-Kurzfilm "Hot Fall" um einen Oscar. Dafür arbeitete er mit der Coburger Medienberatungsfirma Park Avenue 3D zusammen.

Doch jetzt steht erst einmal das Samba-Festival auf dem Programm. Während die jungen Musiker von JuCo das ganze Jahr über auf dem BGS-Gelände proben, kommen Mandy und Robin in den letzten vier bis sechs Wochen dazu.

Den beiden Tänzern stehen jetzt ein paar anstrengende Tage bevor. Vier Auftritte am Freitag und Samstag sowie der Umzug am Sonntag. "Ich bin die ganze Zeit volles Rohr dabei, auch wenn die Füße schmerzen und ich an mein Limit komme", sagt Robin Höhn. Die Begeisterung des Publikums, diese offene und fröhliche Atmosphäre in der Stadt lasse seinen Adrenalin-Spiegel steigen. "Ich spüre die Anstrengung nicht. Alle sind so frei und ausgelassen. Das vermisse ich dann das ganze Jahr über."

Eine Brücke nach Brasilien

Die Firma Park Avenue 3D wird den Tänzer über das ganze Wochenende begleiten und einen Film drehen. Der Grund: "Wir wollen eine Brücke nach Brasilien schlagen und dort mehrere Projekte anstoßen. Gute Ideen haben wir schon." Inzwischen gebe es dazu auch schon Gespräche mit der Stadt. Mehr will Robin Höhn dazu noch nicht sagen, alles sei noch im Werden begriffen.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren