Coburg
Konzert

Coburg feiert die Kelly Family: Umjubeltes Konzert auf dem Schlossplatz vor 9000 Fans

Vor 9000 Zuschauern gab The Kelly Family am Freitagabend ein umjubeltes Konzert auf dem Schlossplatz. Viele Fans hatten eine weite Reise auf sich genommen.
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Die Kellys am Freitagabend in Coburg   auf der Bühne - da hält es keinen einzigen Zuschauer mehr auf seinem Sitz.Matthias Hoch
Die Kellys am Freitagabend in Coburg auf der Bühne - da hält es keinen einzigen Zuschauer mehr auf seinem Sitz.Matthias Hoch
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Es ist Punkt 19.30 Uhr, als am Freitag auf dem Schlossplatz zum ersten Mal ohrenbetäubend laut gekreischt wird: Die Kellys sind da! Schon nach den ersten Takten steht alles! Auch diejenigen, die in den Stuhlreihen vor der Bühne eigentlich sitzen. Dafür gibt's gleich mal ein dickes Kompliment von Sänger Jimmy Kelly: "Wir haben gedacht, wir kennen schon Deutschland! Mensch, Coburg ist die schönste Stadt Deutschlands!"

The Kelly Family singt über die Liebe

"We got Love" heißt die Tour und schon vom ersten Lied an ist klar, hier geht es tatsächlich ausschließlich um Liebe - nicht nur heute Abend, das Thema zieht sich durch das gesamte Lebenswerk der Kelly Family. Bei "I Can't Stop The Love" zum Beispiel, das bei keinem Konzert fehlen darf. Der Song hat zwar mittlerweile 25 Jahre auf dem Buckel, ist aber - um das "Phänomen Kelly Family" zu beschreiben - aktueller und passender denn je. Denn auch viele Fans können nicht aufhören mit ihrer Liebe zu dieser Band - und die Band wiederum kann seit ihrem Comeback 2017 nicht mehr aufhören mit der Liebe zur Musik und vor allem zu Live-Auftritten.

Zur Verdeutlichung der historischen Dimensionen: Als der Song "I Cant't Stop The Love" erstmals veröffentlicht wurde, war der heutige Bandleader An gelo Kelly gerade mal elf Jahre alt. Und als The Kelly Family als solche 1974 gegründet wurde, war Joey Kelly, der heute vor allem auch als Extremsportler von sich reden macht, zwei Jahre alt.

Ihren großen Durchbruch schaffte die singende Familie 1994, also ein Jahr nach der Veröffentlichung von "I Cant't Stop The Love". Das damalige Album "Over The Hump" enthielt unter anderem den Welthit "An Angel", der am Freitagabend natürlich ebenfalls auf dem Schlossplatz erklang.

"We Got Love"-Tour praktisch ausverkauft

Aber zurück zu den Fans und der Liebe. Die "We Got Love"-Tour der Kelly Family ist praktisch an allen Orten ausverkauft. So auch in Coburg. Und auch beim CD-Verkauf unterstützen die Fans tatkräftig. Thalia-Mitarbeiterin Anne Pietsch weiß: "Die meisten streamen ihre Musik zwar inzwischen im Netz, allerdings verkaufen sich die CDs der Kelly Family bei uns trotzdem ganz gut." Und zwar nicht nur aufgrund des Konzerts in Coburg, sondern dauerhaft.

Kelly-Family-Fans kommen von weit her

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"Die Musik überzeugt einfach immer wieder", erzählen Helmut Schneider und seine Frau Roswita Braunert, die sich am Nachmittag das Konzertgelände schon einmal von den Arkaden aus betrachten. Beide sind aus Hirschaid angereist und sehen die Kelly Family zum zweiten Mal live.

Zum dritten Mal sieht Petra aus Burkardroth die Kellys auf der Bühne - zum dritten Mal in diesem Monat. Sie ist seit 1992 großer Fan und freut sich besonders darauf, die Kelly Family heute nach 14 Jahren wieder (größtenteils) vereint live zu erleben.

Helmut Schneider und seine Frau haben die Kellys das letzte Mal im Jahr 1993 in Würzburg gesehen. Auch für sie wird das Konzert etwas Besonderes, denn sie sehen die Band seit ihrem Live-Comeback zum ersten Mal. Die Zeit vor dem Konzert nutzt das Ehepaar, um sich Coburg anzuschauen - "und natürlich, um einen Parkplatz zu bekommen", fügt Schneider hinzu.

Konzert der Kelly Family begann mit Verspätung

Das Konzert der Kelly Family am Donnerstagabend im Kloster Wiblingen bei Ulm hatte übrigens erst mit Verspätung beginnen können: Aufgrund des enormen Zuschauerandrangs war der Verkehr rund um das Konzertgelände zusammengebrochen - unter anderem steckten auch zahlreiche Shuttlebusse, die extra eingerichtet worden waren, im Stau. Insgesamt wurden in Wiblingen 6000 Zuschauer gezählt, also deutlich weniger als am Freitagabend in Coburg mit 9000 Zuschauern. Aber hier lief alles wie am Schnürchen, nicht zuletzt dank des zweiten Eingangs, der extra in der Grafengasse eingerichtet worden war, und den Zustrom deutlich entspannte.

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