Die Anfänge des Bauhauses in Weimar und ein experimenteller musikalischer Rahmen erwartet die Gäste bei der VHS-Veranstaltung "Aufbruch.Stimmung" am 31. Januar (Donenrstag, 19 Uhr) im Foyer der Coburger Wohnbau.

2019 findet das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses statt. In ganz Deutschland laufen die Vorbereitungen für unzählige Feierlichkeiten, Kulturprojekte und Ausstellungen. Das Bauhaus ist wichtig und die Geburtsstätte dieser legendären Institution liegt gar nicht so weit von Coburg entfernt in Weimar.

Dort wurde das Bauhaus 1919 von Walter Gropius als Hochschule für Kunst, Architektur und Handwerk in Weimar gegründet. 1925 folgte ein Umzug nach Dessau und 1932 nach Berlin, wo die Schule unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen wurde.

In dieser kurzen Zeit nahm es wesentlichen Einfluss auf avantgardistische Strömungen in der freien und angewandten Kunst, Fotografie, Architektur, Tanz und Theater. Bis in die Gegenwart wirkt die Lehre fort und wurde zum Mythos. Doch der sachlich-funktionale Stil, der heute mit dem Bauhaus in Verbindung gebracht wird, war für die ersten Jahre gar nicht charakteristisch. Vielmehr orientierte man sich sogar an mittelalterlichen Bauhütten, in denen die unterschiedlichsten Handwerker und Künstler zusammenwirkten.

Gropius arbeitete nicht an der Entwicklung eines Stils, sondern an der Idee einer ganzheitlichen Bildungsstätte für den neuen Menschen. Ihm war es gelungen, für sein Bauhaus einige sehr prominente Künstler wie Lyonel Feininger, Johannes Itten, Wassily Kandinsky und Paul Klee zu gewinnen. Diese spannende Zeit beleuchtet der Vortrag "aufbruch.stimmung - 100 Jahre Bauhaus" der Volkshochschule Coburg am 31. Januar im Foyer der Wohnbau Stadt Coburg, Mauer 12. Referent ist Thomas Apel. Er ist Architekt und Projektkoordinator von Bauhaus100 an der Bauhaus-Universität Weimar und wird über seinen Vortrag hinaus auch von den Jubiläums-Aktivitäten in Weimar und dem neuen Bauhaus-Museum berichten, was im April nächsten Jahres eröffnet wird.

Teil der Veranstaltung ist außerdem ein außergewöhnlicher musikalischer Beitrag. Schließlich waren die Feste am Bauhaus mit experimentellen Inszenierungen und Performances genauso legendär als seine Lehre. Mit einer Mischung von Dada-Klängen, konkreter Poesie und Musik aus dem Umfeld des Bauhaus wird Europas wohl einziger aktiver Spieluhrkomponist, Franz Tröger, gemeinsam mit der Sängerin Cornelia Löhr ein musikalisch-literarisches Programm auf der Spieluhr und anderen Instrumenten präsentieren.

Vortrag und Konzert

Aufbruch.Stimmung "100 Jahre Bauhaus", Vortrag und Spieluhrkonzert, Donnerstag,

31. Januar, 19 Uhr; Wohnbau der Stadt Coburg, Mauer 12, Foyer Eintrittskarten im Vorverkauf sind für acht Euro in der Löwenstraße 12 erhältlich (Online-Anmeldung auf www.vhs-coburg.de ist). Tickets an der abendkasse: 10 Euro. Ergänzend zu dieser Veranstaltung plant die Volkshochschule im Mai 2019 eine Bauhaus-Studienfahrt nach Weimar.