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Coburg
Kommunalwahl 2020

Coburg bleibt in SPD-Hand

Dominik Sauerteig (SPD) setzte sich in Coburg in der Stichwahl gegen seinen Konkurrenten Christian Meyer (CSU) durch. Die Gemeinde Itzgrund wird künftig von Nina Liebermann (CSU) geführt, Weitramsdorf von Andreas Carl (DGN).
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Dominik Sauerteig, 33, vor der "Wohltätertafel" im Coburger Rathaus. Die Coburger entschieden sich mit deutlicher Mehrheit für ihn als Oberbürgermeister. Foto: Matthias Hoch
Dominik Sauerteig, 33, vor der "Wohltätertafel" im Coburger Rathaus. Die Coburger entschieden sich mit deutlicher Mehrheit für ihn als Oberbürgermeister. Foto: Matthias Hoch

Coburgs neuer Oberbürgermeister heißt Dominik Sauerteig. Damit bleibt Coburg weitere sechs Jahre in SPD-Hand. Sauerteig setzte sich in der Stichwahl mit 57 Prozent gegen seinen CSU-Konkurrenten Christian Meyer (43 Prozent) durch.

Fast genau eine Stunde dauerte das Auszählen der 50 Briefwahlbezirke der Stadt Coburg. Dann stand das Ergebnis fest. Wegen der derzeitigen Ausgangsbeschränkungen durfte ausschließlich per Briefwahl abgestimmt werden. Das hätte eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen erwarten lassen. Immerhin beteiligten sich diesmal 60,5 Prozent der Wahlberechtigten - vor zwei Wochen waren es noch 54,1 Prozent gewesen.

Im ersten Wahlgang hatten die beiden OB-Kandidaten Sauerteig und Meyer dicht beieinander gelegen: 27,9 gegen 26,8 Prozent. In der Stichwahl lag Dominik Sauerteig in allen Briefwahlbezirken vor Christian Meyer. In mehreren Bezirken konnte er sich mit jeweils knapp über 60 Prozent deutlich vor seinem Konkurrenten positionieren.

Unzufrieden zeigte sich der unterlegene Christian Meyer nicht. Noch nie habe ein CSU-Bewerber bei der Bürgermeisterwahl in Coburg so viele Stimmen geholt. Die SPD hat mit Sauerteig nun zehn Sitze im Stadtrat, die CSU acht.

Erstmals eine Frau an der Spitze

Im Itzgrund wird die nächsten sechs Jahre zum ersten Mal eine Frau an der Spitze der Gemeinde stehen: Nina Liebermann (CSU) setzte sich in der Stichwahl mit 51,8 Prozent knapp gegen ihren Konkurrenten Dirk Ruppenstein durch. Ruppenstein, hauptberuflich Kämmerer der Gemeinde, war gemeinsam von den Freien Wählern und der SPD nominiert worden. Bei der Wahl vor zwei Wochen hatte er noch knapp vor Liebermann gelegen.

Die neue Bürgermeisterin im Itzgrund stellt ein Novum im Landkreis dar: Die einzige Frau, die dort bisher an der Spitze einer Kommune stand, war nämlich Oberbürgermeisterin: Irene Schneider-Böttcher in Neustadt (1991 bis 1995). Nina Liebermann war in den zurückliegenden sechs Jahren bereits Stellvertreterin des amtierenden Bürgermeisters, Werner Thomas (SPD).

Gemeinsam im Kreistag

In Weitramsdorf wurde Andreas Carl (DGN) zum neuen Bürgermeister gewählt. Er setzte sich mit 58,62 Prozent der Wählerstimmen gegen Max Kräußlich (FW-BV/ÜPWG) durch. Carl und Kräußlich wollen sich künftig im Kreistag gemeinsam für das Wohl ihrer Gemeinde einsetzen.