Coburg
Angerhalle

Coburg: Abriss der Außenfassade der Angerhalle hat begonnen

Für mehr als 40 Jahre prägte sie das Bild am Ketschenanger: die Dreifachsporthalle. Jetzt hat der äußere Abriss begonnen - mit schwerem Gerät.
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Der 80 Tonnen schwere Bagger kennt keine Gnade mit der Dreifachsporthalle am Anger. Foto: Jannik Reutlinger
Der 80 Tonnen schwere Bagger kennt keine Gnade mit der Dreifachsporthalle am Anger. Foto: Jannik Reutlinger
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Wer Toni, Helen und Kristin sind, ist leider nicht bekannt. Genauso wenig, wie lange ihre Namen und die der anderen schon an der Wand des alten Geräteraums stehen. Bei einem letzten Rundgang durch die Dreifachsporthalle am Anger stechen die bunten Malereien auf der tristen Betonwand sofort ins Auge.

Seit Dienstag sind die Abrissmaßnahmen im Inneren der Sporthalle beendet. Die Anzeigetafel und die Tribüne erinnern an die ausverkauften Heimspiele der Handballer, an die heißen Sambanächte und die beeindruckenden Gardetanzturniere. Doch es geht dem Ende entgegen. Am Mittwoch haben nämlich die Abrissarbeiten an der Außenfassade begonnen.

Bagger reißt die Mauern ein

Mit einem 80 Tonnen schweren Bagger werden die beige-grauen Mauern der Dreifachsporthalle am Anger abgerissen. Allein der Greifarm des Baggers wiegt über vier Tonnen. "Für die Fundamente kommen eine Schwere und ein Meißel mit jeweils 6,5 Tonnen zum Einsatz", sagt Hans-Werner Ruppert, Geschäftsführer der Baufirma Ruppert aus Unterfranken. Diese Größenordnung sei notwendig, da die Teile, die der Bagger herunterhebt sehr schwer sind. "Dabei sortiert der Maschinist auch gleich den Müll aus", erklärt Ruppert die Vorgehensweise.

Ein zweiter Bagger sortiert ab nächster Woche Stahlträger aus Eisen, Beton und Dachpappe. Sogar eine Wiederverwendung wird es geben. "Die Stahlbetonteile werden vor Ort geschreddert und zum Teil als Auffüllmaterial der Baugrube verwendet", sagt Peter Cosack, Leiter des Hochbauamts der Stadt Coburg.

Bauarbeiten bis Ende Februar

Der Abriss soll bis Ende Februar fertig sein. "Das hängt aber auch von der Witterung ab", sagt Cosack. "Bei einem Wintereinbruch können die Arbeiten bis in den März andauern." Einen mittleren sechsstelligen Millionenbetrag verschlingt der Abriss der alten Angerhalle. Cosack liegt damit aber unter der kalkulierten Kostenberechnung, wie er verrät.

Zukünftige Nutzung noch offen

Konkrete Zukunftspläne für die Fläche gibt es noch nicht. "Verwaltungsintern wird gerade überlegt, wie eine zukünftige Nutzung der Fläche aussehen könnte", sagt Kosack. Solange die Baustelle am Ketschenanger andauert, bleibt die Fläche rund um die Halle gesperrt.

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