Coburg

Chef der Coburger Wohnbau verteidigt neue Parkhaus-Regelung

Christian Meyer nimmt Stellung zur Kritik der Händler an den neuen Parkhaus-Tarifen. Zugleich kündigt er "erste wegweisende Schritte" im Bereich Steinweg an.
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Im neuen Jahr ist nur noch nachmittags die erste Stunde im Parkhaus Post kostenfrei.Foto: Jochen Berger
Im neuen Jahr ist nur noch nachmittags die erste Stunde im Parkhaus Post kostenfrei.Foto: Jochen Berger

Im Parkhaus Post ist ab dem neuen Jahr werktags nur noch von 13 bis 19 Uhr die erste Stunde kostenfrei - bislang gilt das von 8 bis 19 Uhr. Über diese neue Regelung - und auch, dass sie von der Änderung erst aus der Zeitung erfahren haben - sind die Händler im benachbarten Steinweg sauer.

Geschäftsführer Christian Meyer von der Wohnbau, die in Coburg für die Parkhäuser verantwortlich zeichnet, nimmt diese Kritik "an", wie er am Freitag in einer Stellungnahme schrieb. Zugleich erklärt er aber auch, mit welchem Aufwand die Wohnbau- und Stadtentwicklungsgesellschaft (WSCO) speziell den Händlern und Anwohnern im Sanierungsgebiet Steinweg zu versuchen helfe. So seien jüngst erst zwei neue Anmietungen unterstützt worden (vom Verein Transition und von der Hochschule), wodurch zwei Leerstände im Steinweg beseitigt werden konnten.

Warum die Händler sauer sind, lesen Sie hier

Die zeitliche Einschränkung der Gratisstunde im Parkhaus Post ist laut Meyer "Resultat und Empfehlung aus dem aktuellen Verkehrsentwicklungsplan /Parkraumkonzept der Stadt Coburg". Diesem liege ein "ausführliches Bürgerbeteiligungsverfahren unter Einbeziehung von Händlern und Dienstleistern" zugrunde. Im Oktober sei die Maßnahme im Aufsichtsrat der WSCO durch die Vertreter der Politik im Oktober 2019 "diskutiert und beschlossen" worden. Die neue Regelung führt, wie Meyer in seiner Stellungnahme schreibt, "im Ergebnis zur Entlastung der Kurzzeitparkplätze im öffentlichen Raum und zu einem gleichmäßigen Verkehrsaufkommen in der Coburger Innenstadt".

Außerdem stellt Meyer klar: "Das Angebot der kostenlosen Stunde im Parkhaus Post bedeutet für die WSCO im Jahr 2020 weiterhin voraussichtlich rund 100000 Euro Gebührenausfall." Dies sei ein "erheblicher, aber freiwilliger finanzieller Aufwand", den die WSCO jedoch "gerne leisten wolle". Schließlich sei die Entwicklung des Quartiers Steinweg "eines der wichtigsten Ziele in Coburg".

In seiner Stellungnahme kündigt Meyer außerdem an, im neuen Jahr alle Händler und Dienstleister aus dem Quartier zu einer Informationsveranstaltung einzuladen. Und: "Dies liegt uns insbesondere deshalb am Herzen, da in Kürze die ersten wegweisenden Schritte im Sanierungsgebiet anstehen."

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