Coburg
Auswahlverfahren

Casting in Coburg: Alle wollen beim Bully-Film mitmachen

Warum die Friseure in Coburg in den nächsten drei Wochen wenig zu tun haben dürften, hängt mit dem Casting der herbXFilms zusammen.
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Schlange stehen in Coburg für die Anmeldung zum Casting Foto: Rolf Krebs
Schlange stehen in Coburg für die Anmeldung zum Casting Foto: Rolf Krebs
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Es kam, wie es kommen musste, denn bereits eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Start am Sonntag um 10 Uhr wurden die Tore zur Location "Leise am Markt" geöffnet. Ausnahmesituation in der Coburger Herrngasse. Der Aufruf zum Casting der herbXFilm zum anstehenden Film "Ballon" (derzeitiger Arbeitstitel) hatte Wirkung gezeigt. Aus der ganzen Region waren in freudiger Erwartung angehende Komparsen und Kleindarsteller in die Innenstadt gekommen und stellten sich brav in einer immer länger werdenden Schlange an.
Fragen wie "Ist der Bully denn heute auch hier?" oder "Wie läuft denn das überhaupt alles ab?" waren dabei an der Tagesordnung.

Und nein, Michael "Bully" Herbig, seines Zeichens Geschäftsführer der herbXFilm, war natürlich nicht persönlich da, aber das Team rund um Johannes Fröhlich, dem 2. Regieassistenten, machte auch ohne ihn einen verdammt guten Job vor Ort, obgleich sie am frühen Morgen nicht mit solch einem Ansturm gerechnet hatten. Eher ansonsten im Hintergrund agierend, wagte sich Fröhlich sogar vor das Gebäude, suchte das persönliche Gespräch mit den Wartenden und gab auch erste Anweisungen zum Ablauf des Castings.


Mit einem Bogen Papier wieder nach draußen

Nach einer variierenden Wartezeit hatte man irgendwann die Türe erreicht und betrat den Innenraum von "Leise am Markt". Dort wurde man sogleich eingewiesen und mit einem sogenannten Casting Sheet ausstaffiert. Damit ging es wieder nach draußen, denn es galt, diesen Fragebogen mit persönlichen Angaben auszufüllen. Und nicht nur das, denn gleichzeitig wurde man aufgefordert, dies auch online zu tun. Schnell wurden die Handys gezückt, der Link eingegeben und die Daten virtuell übermittelt, denn die drei innen aufgebauten PCs reichten aufgrund der vielen Teilnehmer nicht aus.

Hatte man diese Hürde genommen, ging es wieder in den Innenraum und nun begann das professionelle Fotocasting. Zuvor mit Namen, Alter und Mailadresse beschriftete DIN-A 4- Zettel wurden vor den Oberkörper gehalten, wenn ein Portraitfoto geschossen wurde. Wer auf Anhieb der Filmcrew vor Ort gefiel und in das Schema passte, wurde gleich noch anschließend einem speziellen Videocasting in einem separaten Raum des Hauses unterzogen.


Die Bewerber müssen sich bereit halten

Nun folgt ein Auswahlprozess der herbXFilms. Per Mail werden die Castingteilnehmer von nun an auf dem Laufenden gehalten. Deshalb war die Onlineanmeldung auch so wichtig, denn es gilt für die nächste Zeit, schnell und effektiv zu kommunizieren. Bestätigungsprozesse sind dabei einzuhalten, um letztendlich zu garantieren, dass man auch während der anstehenden Dreharbeiten die nötige Zeit hat um mitzuwirken. 2. Regieassistent Johannes Fröhlich brachte es auf den Punkt: "Solange nicht eine abschließende Absage von unserer Seite erfolgt ist, dürfen die Teilnehmer des Castings nicht zum Friseur. Bis zu unserer Antwort: Haare wachsen lassen." Das könne alles rund drei Wochen in Anspruch nehmen.

Der anstehende Kinofilm "Ballon" wird voraussichtlich im Oktober dieses Jahres entstehen. Drehorte werden dabei unter anderen das oberfränkische Nordhalben und Bereiche an der früheren Grenze zu Thüringen sein. Über 200 Mitwirkende werden derzeit mittels Castings gesucht. Regisseur ist Michael "Bully" Herbig. Kinostart in Deutschland soll am 27. September 2018 sein.

Inhalt (Quelle: Medienboard): Eine der spektakulärsten Fluchtgeschichten aus der DDR lässt Michael "Bully" Herbig steigen. Der Komödienspezialist erzählt einen Thriller, den das Leben schrieb: Im Sommer 1979 wollen zwei thüringische Familien in den Westen fliehen - mit einem Heißluftballon. Doch kurz vor der Grenze geht dem selbst gebauten Fluggerät die Luft aus.
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