Niederfüllbach
Kommunalwahl

Büttner will Bürgermeister in Niederfüllbach wrden

Die CSU nominierte bisher als einzige Partei einen Kandidaten, der Martin Rauscher im Amt an der Spitze der Gemeinde beerben soll.
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Das Niederfüllbacher Rathaus möchte für die CSU Bastian Büttner erobern. Bei der Versammlung im "Beckenhaus" wurde der 35-Jährige am Freitagabend von seiner Partei einstimmig nominiert. Von links: Zweite Bürgermeisterin Marita Pollex-Claus, Landrat Sebastian Straubel, Bastian Büttner und Vorsitzender Iso Capan. Foto: Bettina Knauth
Das Niederfüllbacher Rathaus möchte für die CSU Bastian Büttner erobern. Bei der Versammlung im "Beckenhaus" wurde der 35-Jährige am Freitagabend von seiner Partei einstimmig nominiert. Von links: Zweite Bürgermeisterin Marita Pollex-Claus, Landrat Sebastian Straubel, Bastian Büttner und Vorsitzender Iso Capan. Foto: Bettina Knauth

Bastian Büttner möchte Bürgermeister von Niederfüllbach werden. Die Rückendeckung seines CSU-Ortsverbands holte sich der 35-jährige Verwaltungswirt bei der Nominierungsversammlung im Landgasthof Beckenhaus am Freitagabend. 15 Mitglieder stimmten für ihn, ein Stimmzettel war ungültig.

Der Bürgermeister-Kandidat ist in Niederfüllbach aufgewachsen und lebt hier mit seiner Ehefrau Marina und den beiden Kindern. Büttner engagiert sich in mehreren Ortsvereinen, vor allem bei der TSG Niederfüllbach und im Kleintierzuchtverein. Außerdem ist er Kreisehrenamtsbeauftragter des Bayerischen Fußballverbands. "Helfen, wo Hilfe benötigt wird, das ist mein Motto", sagte Büttner. Neben seiner Familie, "Fußball in allen Variationen" und Geselligkeit nennt er "alles, was mit Bewegung in der Natur zu tun hat" als Hobby. Ausdauer für den Wahlkampf dürfte der sportliche Kandidat mitbringen: Die Bestzeit des begeisterten Marathon-Läufers liegt unter drei Stunden.

CSU- und JU-Mitglied ist Büttner seit 2007, er engagiert sich als Schriftführer auf Orts- und Kreisebene. 2008 trat er erstmals bei der Gemeinderatswahl an. 2013 rückte er für Dr. Michael Joisten in das Gremium nach. Seit 2014 fungiert er als Sportbeauftragter der Gemeinde. Beruflich begann Büttner 2002 eine Ausbildung zum Verwaltungswirt bei der Stadt Coburg. Seit 2004 arbeitet er im Amt für Jugend und Familie, Sachgebiet "Wirtschaftliche Jugendhilfe", das heißt, er kümmert sich um ambulante und stationäre Hilfen für die Heranwachsenden. Derzeit bildet sich Büttner für die dritte Qualifikationsebene weiter. Dazu gehören Staatsrecht, Finanz- und Personalmanagement, Verwaltungsrecht und Kommunikationstraining. "Das sind genau die Punkte, die mich als Bürgermeister betreffen", sagte der Kandidat.

Drei Gründe nannte Büttner als seine Motivation: Erstens bezeichnete er Gesetze und Vorschriften als seine Welt, zweitens will er sich um die Stärkung des gemeindlichen Selbstverwaltungsrechts bemühen und drittens möchte er als Niederfüllbacher Verantwortung übernehmen, um "der nächsten Generation etwas weiterzugeben".

Es störe ihn, so der 35-Jährige, dass die Bürger vom Trink- über Abwasser bis hin zum ÖPNV alles für selbstverständlich halten. Büttner wehrte sich dagegen, dass der Gemeinderat häufig als "Komödienstadel" dargestellt werde. Vielmehr sei im Gremium einiges erreicht worden: Stolz verwies der Gemeinderat auf Beispiele wie die Fortführung des Städtebauförderungsprogramms rund um den Park, das neue Feuerwehr-Gerätehaus, die Sanierung des Bodens in der Emil-Kirchner-Halle oder die Abwehr der Strabs.

Persönliche Ziele

Als persönliche Ziele seiner möglichen Amtszeit nannte der 35-Jährige den Erhalt oder Ausbau der Nahversorgung, den flächendeckenden Ausbau des Internets auf 200 Mbit/s, die Fortsetzung des Städtebauförderungsprogramms rund um Kirche und Turnhalle, langfristig die Sanierung oder Neubau der Halle, Neubau eines Kindergartens und einen sinnvollen Anschluss der Kreisstraße CO 12.

Die Verwaltung möchte Büttner modernisieren, indem er Abläufe beschleunigt, Beschlüsse zeitnah umsetzt, die Digitalisierung vorantreibt und Soziale Medien stärker nutzt. Ferner möchte er die Ortsvereine fördern. Büttner: "Das Vereinswesen ist die soziale Lebensader unseres Dorfes!" Schließlich forderte Büttner mehr Zusammenarbeit und Kommunikation: "Im Dorf geht es nur zusammen", daher gelte es, sämtliche Fraktionen und den Bürger in die Entscheidungen einzubinden. Zu vieles werde schlecht geredet, dabei gebe es Grund optimistisch in die Zukunft zu schauen.

Am 15. März liege eine wichtige Wahl vor den Niederfüllbachern, betonte der 1. Vorsitzende Iso Capan. Die Bürger wollten "bei Entscheidungen mitgenommen und informiert werden". Außerdem hätten sie auch das Recht zu erwarten, "dass sich die politischen Akteure um die sachlichen Themen kümmern, die Zukunft der Kommune gestalten und nicht in politischen Klein-Klein verheddern und nur aufeinander schimpfen". Capan: "In Niederfüllbach haben wir diesbezüglich viel nachzuholen." Als stellvertretender Kreisvorsitzender lobte Landrat Sebastian Straubel den 35-Jährigen: "Er ist ein toller Kandidat, der bereits bewiesen hat, wie er sich einbringen kann."

Büttner ist bisher der einzige Bewerber für die Nachfolge von Bürgermeister Martin Rauscher (FW), der bereits ankündigte, am 15. März 2020 nicht mehr zur Wahl zu stehen. Die Gemeinderats-Liste der CSU soll dann am 9. Januar nominiert werden.

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