Ahorn
Nominierung

Bürgermeisterkandidat für Ahorn: 100 Prozent für Marcel Trost

Der Bürgermeisterkandidat von CSU und BV Ahorn ist zwar erst 22 Jahre alt, will aber für die Bürger ein "Ansprechpartner auf Augenhöhe" sein.
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Mit der vollen Unterstützung von CSU und Bürgerverein Ahorn gehen Bürgermeister-Kandidat Marcel Trost (vorne, Mitte) und seine 15 Listenkollegen in die Kommunalwahl 2020. Auch Landtagsabgeordneter Martin Mittag (hinten, rechts) warb für seinen persönlichen Referenten. Zur Motivation für den viermonatigen Wahlkampf hatte Mittag für alle Kandidaten eine Blumenmischung mitgebracht. Foto: Bettina Knauth
Mit der vollen Unterstützung von CSU und Bürgerverein Ahorn gehen Bürgermeister-Kandidat Marcel Trost (vorne, Mitte) und seine 15 Listenkollegen in die Kommunalwahl 2020. Auch Landtagsabgeordneter Martin Mittag (hinten, rechts) warb für seinen persönlichen Referenten. Zur Motivation für den viermonatigen Wahlkampf hatte Mittag für alle Kandidaten eine Blumenmischung mitgebracht. Foto: Bettina Knauth

Kann ein 22-Jähriger Bürgermeister? Ja, sagen CSU-Ortsverband und Bürgerverein Ahorn. Sie nominierten am Donnerstagabend einstimmig den Witzmannsberger Marcel Trost. Der persönliche Referent von Landtagsabgeordnetem Martin Mittag (CSU) tritt damit am 15. März 2020 gegen den 19 Jahre älteren Amtsinhaber Martin Finzel (parteilos) an. Dieser wurde vom Bündnis "Wir für Ahorn" aus SPD, Freien Wählern und Grünen für eine dritte Amtsperiode als Bürgermeister vorgeschlagen.

Werner Gundermann, der Vorsitzende des Bürgervereins Ahorn, hatte sich zu Beginn der Nominierungsversammlung für die Fortsetzung der seit 1995 währenden "guten Zusammenarbeit" ausgesprochen und dafür geworben, Marcel Trost zu unterstützen.

Wer ist der junge Kandidat?

Der 22-Jährige traut sich - trotz seines jungen Alters - den Posten des Gemeindeoberhaupts ebenfalls zu: "Mir ist klar: Ich bin ein junger, politischer Mensch", sagte er, "aber ich sehe genau darin die Chance, manchmal mit einem anderen Blick auf Verfahren zu blicken."

Seit vier Jahren steht der gelernte Bankkaufmann der Jungen Union und seit April dieses Jahres auch dem CSU-Ortsverband vor. Bereits am 19. September hatten die Ahorner Christsozialen ihren Vorsitzenden in Eicha als Bürgermeisterkandidaten und "Mann der Zukunft" vorgestellt.

Der Größe der Aufgabe ist sich Trost bewusst. Er sagt: "Ich will mich dieser Verantwortung mit aller Kraft stellen!" Die Gemeinde Ahorn sei seine Heimat, fuhr er fort. "Und ich möchte mich gerne als Bürgermeister für unsere lebens- und liebenswerte Heimat einsetzen." Es gelte, Ahorn zukunftsfähig aufzustellen und sowohl die Kerngemeinde als auch die Ortsteile stärker als "attraktiven Lebensmittelpunkt" zu verankern.

Unterstützt wird Trost von einer "Zukunftsliste" der Gemeinderatskandidaten, die er selbst anführt. Den Blick richtet auch der Bürgermeister-Kandidat nach vorn: "Was ist unser Anspruch? Wo wollen wir hin?", sagte der 22-Jährige. Es gehe nicht darum, zu fragen, wie haben wir das immer gemacht, sondern darum, zu fragen, was müssen wir machen? Um das "Ohr am Bürger zu haben" und auch die kleinen Probleme zu lösen, heißt sein Motto "Zuhören, gemeinsame Ideen entwickeln und umsetzen".

Trost nannte als anzugehende Themen die Digitalisierung schneller voranzubringen, die Heimat als Wohnsitzgemeinde zu gestalten (Anreize für junge Familien schaffen, Älteren ein Leben in Würde ermöglichen), die regionale Wirtschaft zu stärken, die Versorgung sicherzustellen, die Infrastruktur auszubauen und zu modernisieren, das Ehrenamt zu stärken und mehr Bürgerservice zu bieten.

Mischung von Alt und Jung

"Nachhaltigkeit" ist dem Kandidaten wichtig. Trost möchte langfristig ein zuverlässiger Partner sein, etwa für die Landwirte, "denn auch Klimaschutz und Artenschutz gelingen vor Ort nur gemeinsam mit der Landwirtschaft". Auch die regionale Kinderversorgung und die Schule möchte er stärken (unter anderem durch eine Generalsanierung der Grundschule). Belastungen für die Bürger sollen so gering wie möglich ausfallen, Investitionen aber möglich bleiben.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt der Nominierte auf eine "gute Mischung toller Kandidaten von Alt und Jung". Von 21 bis 68 Jahren reicht die Altersspanne der 16 Listenkandidaten, darunter Newcomer ebenso wie "alte Hasen" im Gemeinderat. Die 26 Abstimmungsberechtigten segneten die Liste einstimmig ab.

Martin Mittag gratulierte den Ahorner Kollegen zu der "tollen Mischung", machte aber auch deutlich, dass nun viel Arbeit auf alle zukomme: "Jetzt geht es erst richtig los!"

Voll des Lobes war der Kreisvorsitzende für Marcel Trost: "Das ist ein Kandidat, auf den ihr euch zu 100 Prozent verlassen könnt." Ein Jahr nach seiner Banklehre war Trost ins Coburger Büro von Bundestagsabgeordnetem Hans Michelbach (CSU) gewechselt. Seit einem Jahr ist er Mittags persönlicher Referent. Als "fleißig und engagiert" charakterisierte der Landtagsabgeordnete seinen Mitarbeiter. Als Mannschaft würden alle Nominierten gemeinsam für die Sache kämpfen: "Wir reden über die Sache, nicht über andere", sagte Mittag.

Die Menschen im Fokus

Auch der Bürgermeisterkandidat machte deutlich, dass ihm ein faires Miteinander, Einbinden aller Bürger und fraktionsübergreifende Lösungen wichtig sind. Trost: "Wir arbeiten nicht für politische Gruppierungen, sondern für die Menschen."

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