Seßlach
Ausbau

Breitbandausbau gezielt und günstig

Die Stadt Seßlach will den Glasfaserausbau vorantreiben - und zwar möglichst kostengünstig.
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Bürgermeister Martin Mittag und Berater Enrico Meierhofer mit einem Stück Röhre samt Glasfaserkabel. Foto: Simone Bastian
Bürgermeister Martin Mittag und Berater Enrico Meierhofer mit einem Stück Röhre samt Glasfaserkabel. Foto: Simone Bastian
Die Stadt will den Glasfaserausbau vorantreiben - und zwar möglichst kostengünstig. Dafür gibt es den Glasfasermasterplan, er zum einen erfasst, wo die schnellen Datenkabel schon liegen, der aber auch die weißen Flecken aufzeigt und wie sie zu füllen wären. Außerdem zeigt der Plan für jedes Gebäude, welche Datenanbindung dort vorhanden ist, zum Beispiel über Telefonkabel oder VDSL.
Enrico Meierhofer stellte am Dienstag im Stadtrat den FTTB-Masterplan für Seßlach vor. Diese Pläne werden vom Bund finanziert. Ziel ist, mit Hilfe solcher Pläne Synergien zu nutzen - wenn irgendwo ohnehin Tiefbauarbeiten geplant sind, zum Beispiel weil Wasserleitungen erneuert werden, dann können bei dieser Gelegenheit die Röhren für die Glasfaserkabel gleich mitverlegt werden. Das sparte beim Ausbau des Breitband-Datennetzes Kosten, sagte Meierhofer. Der Anschluss eines Gebäude koste zwischen 4000 und 6000 Euro; 1000 bis 2000 würden sich sparen lassen, wenn Tiefbau-Synergien genutzt werden.
Der Masterplan zeigt auf, welches Material wo verlegt werden muss, damit das gesamte Stadtgebiet eine Breitbandanbindung erhalten kann. Die Stadt muss dabei die Röhren nicht selbst legen - sie kann das einzelnen Anbietern übertragen. Allerdings müssen sich die Anbieter nicht an den Masterplan halten, wenn sie auf eigene Kosten ihr eigenes Netz ausbauen, sagte Meierhofer. Allerdings könne die Kommune beim Aufbau von Datennetzen darauf drängen, dass diese gemäß dem Masterplan entwickelt werden. Meierhofer empfahl auch, den Masterplan jährlich fortzuschreiben und jeweils den Iststand zu erfassen.
Der Glasfaserplan soll nun der Stadtverwaltung als Grundlage dafür dienen, die Mitverlegung von Röhren bei Tiefbauarbeiten mit zu berücksichtigen, wo das wirtschaftlich sinnvoll ist. Das beschloss der Stadtrat mit einer Gegenstimme.
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