Coburg
Antrag

Beutel-Pflicht für Hundehalter in Coburg?

Appelle allein genügen nicht mehr, findet die CSU/JC-Fraktion. Deshalb soll Fehlverhalten als Ordnungswidrigkeit geahndet werden können.
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Kleines Häufchen, großes Ärgernis: Weil es immer noch Hundehalter gibt, die sich nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere kümmern, fordern CSU und JC jetzt Maßnahmen.Peter Förster/dpa
Kleines Häufchen, großes Ärgernis: Weil es immer noch Hundehalter gibt, die sich nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere kümmern, fordern CSU und JC jetzt Maßnahmen.Peter Förster/dpa
Die CSU/JC-Stadtratsfraktion sagt der "Hundekot-Plage", wie es nennt, den Kampf an. In einem Stadtratsantrag fordern sie, einige Verhaltensregeln zur Beseitigung von Hundehäufchen in der städtischen "Gemeindeordnung über Sicherheit, Ordnung, Reinhaltung und Ruhe" festzuschreiben. Wer dagegen verstößt, könnte dann mit einer Geldbuße belegt werden.


Kontrollen am Goldbergsee

CSU und JC schlagen vor, dass jeder Hundehalter beim Mitführen eines Hundes im öffentlichen Raum die "Pflicht zum Mitführen von Hundekotbeuteln" hat. Auf Verlangen der befugten Kontrollkräfte seien diese Beutel vorzuzeigen. Außer der Nichtbeseitigung des Kots würde somit bereits auch das Nichtmitführen von Hundekotbeuteln eine Ordnungswidrigkeit darstellen. CSU/JC können sich in diesem Fall eine "angemessene Geldbuße" vorstellen.

An besonders betroffenen Orten, wie etwa dem Goldbergsee, sollten an einzelnen Tagen schwerpunktmäßig Kontrollen durchgeführt werden, regen Oehm und Forkel an.
"Die enorme Verunreinigung vieler Wege und Grünflächen durch Hundekot stellt eine nicht mehr hinzunehmende Plage für Spaziergänger und insbesondere spielende Kinder dar", schreiben Jürgen Oehm (CSU) und Maximilian Forkel (JC) in der Begründung ihres Antrags. Auch bei den jüngsten Bürgerversammlungen habe sich "massiver Unmut" der Bevölkerung hierüber geäußert. "Appelle an Hundehalter allein genügen nicht mehr", finden Oehm und Forkel und fordern deshalb "konkrete städtische Maßnahmen". Wer sich als Hundehalter regelkonform verhält, denke beim Ausgehen mit dem Hund daran, Tüten mitzunehmen, die schließlich zum Aufsammeln des Kots nötig sind, argumentieren Oehm und Forkel. "Führt ein Hundehalter hingegen keine Tüten mit, beabsichtigt er offenbar, den zu erwartenden Dreck nicht aufzusammeln beziehungsweise nimmt die Verunreinigung billigend in Kauf."
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