Coburg
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Berufsmesse des Handwerks

Die Handelskammer für Oberfranken zeigt hier jungen Menschen die Vorteile der Ausbildungsberufe im Handwerk auf.
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Der Handwerkbulle steht beeindruckend in Frankfurt vor dem Börsenbullen.  Foto: hwk
Der Handwerkbulle steht beeindruckend in Frankfurt vor dem Börsenbullen. Foto: hwk

Seit Mitte Oktober veranstaltet die Handwerkskammer ihre jährlich stattfindenden Berufsmessen des Handwerks, die sie gemeinsam mit den Kreishandwerkerschaften vor Ort ausrichten. Bei den Berufsmessen wird nicht nur theoretisch informiert, sondern auch praktisch ausprobiert: Getreu dem Handwerksmotto #einfachmachen haben die Jugendlichen auch praktisch die Möglichkeit, sich in verschiedenen Berufen auszuprobieren.

"Wir investieren. In Menschen." Mit diesem Motto hat das Handwerk zum bundesweiten Tag des Handwerks im September für Furore gesorgt. Denn, begleitend zu dem Slogan, hat die Wirtschaftsbranche vor der Frankfurter Börse einen Handwerksbullen platziert. Ein kraftstrotzender, blauer Koloss, der Bulle und Bär des Aktienhandels deutlich in den Schatten stellte.

Warum hat das Handwerk das getan? Weil es zeigen will, dass das Handwerk eine wirtschaftliche Großmacht ist, die aber gleichzeitig den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Der blaue Koloss des Handwerks wiegt 120 Kilogramm, ist 2,65 Meter hoch, 4,40 Meter lang und 1,40 Meter breit und strotzt vor Kraft. Er symbolisiert damit die derzeit starke Konjunktur im Handwerk wie der Wirtschaft insgesamt. "Unsere Botschaft ist, dass es der richtigen Investments bedarf, damit am Ende die Erträge stimmen. Und selbstbewusst können wir sagen, wir im Handwerk wissen, wo es sich lohnt: Wir investieren. In Menschen", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer in Frankfurt. "Es sind die Menschen, die das Handwerk erfolgreich machen - und damit auch die deutsche Wirtschaft." Der Präsident der HWK für Oberfranken, Thomas Zimmer, ist Vizepräsident der bundesweiten Interessensvertretung des Handwerks. Das Handwerk ist die Branche, deren Basis familiär geführte Betriebe sind, die in unmittelbarer Nachbarschaft agiert, die Menschen nicht als Humankapital und Human Ressources wahrnimmt. Sondern als Mitarbeiter, Kollege, Familienmitglied. Präsident Hans Peter Wollseifer, formuliert es so: "Es sind die Menschen, die das Handwerk erfolgreich machen - und damit auch die deutsche Wirtschaft." Mit der Aktion unterstrich der ZDH die Leistungen des gesamten Handwerks und fordert zugleich die Bundesregierung auf, Zusagen des Koalitionsvertrags einzuhalten und rasch umzusetzen.

Das Handwerk bietet darüber hinaus beste Chancen. Die Konjunktur brummt anhaltend, die Betriebe sind ausgelastet und investieren in die Zukunft. Die Digitalisierung der Betriebe einerseits und der Berufsbilder andererseits sorgen für weitere anspruchsvolle Arbeitsplätze. Handwerker sind längst Experten für Smart-Home-Lösungen, Treiber der E-Mobilität und Spezialisten in Fragen der Umwelttechnologien.

Rund eine Million Handwerksbetriebe investieren in Deutschland Tag für Tag in 5,4 Millionen Menschen, die im Handwerk arbeiten. In Oberfranken sind es gut 16 200 Betriebe mit 75 000 Mitarbeitern. Das Handwerk ist somit eine treibende und stabile Wirtschaftskraft in Deutschland. Weitere Informationen gibt es unter www.handwerk.de.

Neues Konzept in Coburg

Die Berufsmesse des Handwerks in Coburg startet dieses Jahr mit einem neuen Konzept. Die Handwerkskammer für Oberfranken, die Kreishandwerkerschaft Coburg und die Innungen werden am Samstag, 17. November, von 9 bis 15 Uhr die Werkstätten des Berufsbildungs- und Technologienzentrums (BTZ) in Coburg aufschließen und gemeinsam mit Betrieben rund 20 Ausbildungsberufe aktiv vorstellen. "Damit bieten wir interessierten Schülern gemeinsam mit ihren Eltern die Möglichkeit, sich intensiv und in Ruhe mit den Berufen zu befassen", erklärt Klaus Kainath, Leiter des BTZ Coburg. Zudem sind Workshops rund um weitere Berufe geplant.

Die Berufsmesse des Handwerks findet damit konzentriert an einem Tag statt. Während um 9 Uhr eine Begrüßung mit Ehrengästen stattfindet, die anschließend gemeinsam einen Rundgang machen, stehen bereits die Werkstätten für die Jugendlichen und ihre Eltern offen, wo die Betriebe und Innungen der verschiedenen Gewerke ihre Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen. Neu sind insbesondere die Workshops, durch die vor allem komplexe und anspruchsvolle Berufsbilder gut erlebbar gemacht werden können. Darüber hinaus wird es unter dem Titel "Digital im Handwerk" auch ein Angebot speziell für angehende Abiturienten geben, um über die vielen, anspruchsvollen Karrierechancen im Handwerk zu informieren.

Die Zusammenarbeit mit den Schulen rund um die Berufsmesse des Handwerks bleibt intensiv. Alle Schüler in Coburg und im Umland Coburgs haben eine Einladung zu der Berufsmesse und entsprechende Elternbriefe erhalten. Der zweite Elternbrief enthält dabei bereits den Themenplan zu den Workshops und eine Übersicht zu den Berufen, die präsentiert werden.

Per App zu Praktikum und Ausbildung

Apps und digitale Anwendungen gehören im Handwerk seit vielen Jahren zum Standardrepertoire, sowohl in der täglichen Arbeit als auch rund um das Thema Ausbildung. So können Jugendliche bereits seit sechs Jahren die App Lehrstellenradar nutzen, die zusätzlich online unter www.hwk-oberfranken.de/lehrstellenboerse zu finden ist. Sie bietet: Ausbildungsplätze in der Region. Auf Fingerdruck sozusagen.

Der Lehrstellenradar der Handwerkskammern bietet Jugendlichen somit den einfachsten Zugang zu offenen Ausbildungsplätzen in der Region. Aktuell haben die oberfränkischen Handwerksbetriebe in den unterschiedlichsten Gewerken genau 643 Ausbildungsplätze zu besetzen (Stand 17. Oktober 2018). Um sowohl von den Interessen als auch von der Region die jeweils besten Ergebnisse zu liefern, bietet die App sowohl direkte Suchfunktionen - Suchbegriff, Postleitzahl und Ort, Umkreis - als auch eine Berufeliste zur Auswahl des Wunschberufes. Und: Wer etwa den Standort oder die Ortungsfunktion seines Handy aktiviert hat, bekommt freie Ausbildungs- und Praktikumsplätze in der Nähe automatisch angezeigt. Nach Wunsch kann zudem ein eigenes Profil angelegt werden, in dem zum Beispiel die Suchen gespeichert und für Benachrichtigungen freigegeben werden können. Sobald ein zur Suchanfrage passendes Angebot in der App veröffentlicht wird, wird der Nutzer informiert.

Zusätzliche Funktionen

Die App Lehrstellenradar kann natürlich noch mehr. Mit zusätzlichen Funktionen wie dem "Berufechecker", mit dem Jugendliche nach den eigenen Stärken und Talenten entsprechende Ausbildungsberufe recherchieren können, unterstützt die Anwendung auch schon in der frühen Phase der Berufsorientierung. Darüber hinaus können Nutzer direkt aus der App heraus Kontakt zu Ausbildungsbetrieben aufnehmen und über einen Formularassistenten einen Lebenslauf erstellen und verschicken.

Übrigens: Alle Daten in der App werden durch die Handwerkskammern und deren Betriebe zugeliefert, auch in Bamberg und Umgebung läuft das also über die HWK für Oberfranken. Der aktuelle Verbreitungsgrad kann unter www.lehrstellen-radar.de verfolgt werden.

10 Gründe für eine Ausbildung im Handwerk

1. Leistungsträger statt Ergänzungsspieler

Ein Auszubildender im Handwerk ist von Anfang an ein wichtiger Teil des Teams und nicht nur ein kleines Rädchen im Getriebe.

2. Sichere Perspektiven

Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften steigt kontinuierlich. Eine gute Ausbildung in einem Handwerk bietet also besten Schutz vor Arbeitslosigkeit und tolle Perspektiven

3. Steile Karrierewege

Eine handwerkliche Ausbildung ist die erste Stufe einer Karriereleiter, die weit nach oben führen kann. Die Möglichkeiten sind vielfältig und kennen keine Einschränkung.

4. Vielfalt statt Eintönigkeit

Einmal entschieden und dann für immer festgelegt? Nicht im Handwerk. Die Ausbildung ist der erste Schritt eines Weges, der viele Abzweige haben kann.

5. Für Hand- und Kopfarbeiter

Nur lernen und nur Theorie ist nicht jedermanns Sache. Handwerkliche Berufe vereinen beide Fähigkeiten, so dass jeder sein Können gezielt einbringen kann.

6. Chancen vor Ort

Warum in die Ferne schweifen - wenn beruflicher Erfolg auch vor der eigenen Haustür funktionieren kann.

7. Chancen in der Welt

Wer Erfahrungen in anderen Ländern machen möchte, ist als dual ausgebildete Fachkraft überall gefragt. Und kann mit dem Handwerk ins Ausland gehen.

8. Leistung lohnt

Mit dem Start in die Ausbildung, beginnt auch der Weg in die finanzielle Unabhängigkeit. Und damit in die Selbstbestimmung.

9. Der eigene Herr

Der Traum vom eigenen Unternehmen und der Selbstständigkeit - im Handwerk kann er schnell Realität werden.

10. Gebraucht werden

Gute handwerkliche Dienstleistungen und Produkte sind gefragt. Handwerker sind die Spezialisten, die schnell und flexibel helfen können.



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