Dörfles-Esbach
ICE-Neubaustrecke

Beim Gleis- und Weichenbau mit schwerem Gerät in die Kurve

Bei Dörfles-Esbach laufen schon die Vorarbeiten. Am Wochenende wird es dann ernst mit dem Gleis- und Weichenbau. Von Freitagabend bis Montagfrüh fahren zwischen Coburg und Rödental keine Züge.
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An der sogenannten Nordkurve bei Dörfles-Esbach wird auch bei großer Hitze gearbeitet. Fotos: Helke Renner
An der sogenannten Nordkurve bei Dörfles-Esbach wird auch bei großer Hitze gearbeitet. Fotos: Helke Renner
Wenn der Schotter gestopft wird, könnte es schon auch mal laut werden, sagt Dieter Thormann, Projektleiter für die Strecke Coburg-Hallstadt. "Aber das ist nur vorübergehend. Für uns ist das hier eine vergleichsweise kleine Baustelle." Klein heißt in diesem Fall, dass rund 1,3 Kilometer Gleise und eine Weiche verlegt werden müssen.

Die Verbindung zwischen der Neubautrasse Ebensfeld-Erfurt und dem bestehenden Streckennetz liegt bereits. "Die Kurve fädelt sich westlich von Rödental aus der Neubaustrecke aus, unterquert die Autobahn und führt mit einer Brücke über den Herzogsweg bis an die Strecke Coburg-Sonneberg", erläutert Bahn-Pressesprecher Frank Kniestedt. Jetzt kommen die Langschienen und eine Weiche drauf.

Gearbeitet wird am Wochenende rund um die Uhr - die Strecke soll nur relativ kurz gesperrt werden. "In 72 Stunden wollen wir fertig sein, betont Dieter Thormann." Am Freitag starten die Arbeiten um 20.15 Uhr. Ab Montag, 24. Juni, 4.15 Uhr soll der Zugverkehr wieder wie gewohnt fließen.

Streckensperrung

Gesperrt werden muss der Abschnitt zwischen Coburg und Rödental. Das heißt, es gibt Schienenersatzverkehr und damit verbundene Fahrplanänderungen, über die die Deutsche Bahn an den Bahnhöfen informiert. Außerdem können Fahrgäste sich unter www.bahn.de/bauarbeiten auf dem Laufenden halten. Auch bei der servicenummer 0810/6996633 gibt es Auskunft.

"Von Rödental aus in Richtung Sonneberg verkehren dann wieder Züge", erläutert Teilnetzmanager Hans-Jürgen Wolf. Allerdings nicht die roten DB-Wagen, sondern die grün-weißen der Südthüringen-Bahn. "Die fahren mit Diesel und brauchen keinen Strom." Denn der muss während der Bauphase abgeschaltet werden.
Noch etwas gibt es zu beachten: Während der Streckensperrung werden die Bahnübergänge ab Herzogsweg in Richtung Coburg außer Betrieb gesetzt. "Das könnte nachts problematisch werden. Da glaubt jeder, es fahren keine Züge. Aber die Bauzüge können die Straße queren." Dann stehen Sicherheitsposten bereit, um zu warnen. Der Bahnübergang Herzogsweg wird bis Mitte Juli gesperrt bleiben.

Schallschutzwand

Die Nordkurve bei Dörfles-Esbach auf der ICE-Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt ist notwendig, damit der Coburger Bahnhof angefahren werden kann. Bis es so weit ist, werden die Gleise quasi als Transportweg genutzt. Ab Herbst rollt das Material für die Ausrüstung der Neubaustrecke und die Oberleitungen dort entlang. Und damit es für die Anwohner nicht unerträglich wird, bekommt die sogenannte Nordkurve eine Schallschutzwand. "Die wird schon aufgebaut, bevor die großen Transporte hier beginnen", erläutert Dieter Thormann.

Imposant dürfte es werden, wenn am Samstag der Weichenbaukran kommt, um die riesige Weiche zu bewegen.



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