Coburg
Städtetag

Bayerns Bürgermeister und der Coburger Samba

Über 400 Gäste waren für den Empfang am Mittwochabend angemeldet: Wie Coburg bei seinen Gästen Eindruck machte.
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Beim Auftritt der Sambakönigin wurden die Handys gezückt. Foto: Simone Bastian
Beim Auftritt der Sambakönigin wurden die Handys gezückt. Foto: Simone Bastian
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Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) weiß, wie man sich beim Publikum beliebt macht: "Nach mir kommen nur noch Essen, Trinken und Samba. Und ich will keine Fragen beantworten, die keiner gestellt hatte." Damit war sein Grußwort beim Abendempfang des Bayerischen Städtetags am Mittwoch auch schon zu Ende. Hermann war schon über 20 mal in unterschiedlichen Funktionen beim Städtetag zu Gast und weiß, dass die Oberbürgermeister, Bürgermeister, ihre Partner und die geladenen Gäste bei der Abendveranstaltung nicht viel Lust auf lange Reden haben.
Die Alte Pakethalle am Güterbahnhof gab den Rahmen ab für den Empfang. Während Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) davon sprach, dass der "morbide Charme" der Halle vor allem Kreative begeisterte, stellte Hermann andere Überlegungen an. "Ehrenpräsident Josef Deimer hätte gesagt, das Ambiente sei ein Zeichen für die Finanzlage der Kommunen." Deimer saß derweil am Tisch für die Ehrengäste und nickte lachend. Der ehemalige Oberbürgermeister von Landshut und langjährige Städtetagspräsident war nicht der einzige Ehemalige, den es zumindest in die Abendveranstaltung zog: Coburgs Alt-Oberbürgermeister Norbert Kastner war auch da, der frühere Zweite Bürgermeister Richard Dlouhy (1990 bis 2002) war eigens aus dem Allgäu angereist.
Für 420 Personen war in der Pakethalle gedeckt. Lob gab es für die liebevoll geschmückten Tische und die persönlichen Grüße an jeden Gast: "Schön, dass Du da bist." Der Hessenhof hatte die Bewirtung übernommen und versorgte die Gäste mit Roulade, Serviettenkloß und Coburger Klößen als Dreingabe - für die, die die Spezialität erst mal nur probieren wollten.
Bratwürste gab es am Abend nicht, dafür aber Samba. Die Sambakönigin war nach dem Festival vom Wochenende extra ein paar Tage länger geblieben. Und Sambatanzen könne im ganzen Städtetag keiner besser als Norbert Tessmer, behauptete Innenminister Hermann.
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