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LKR Coburg
Protest

Bauern kritisieren Milliardenzusage

Die Große Koalition will den Bauern eine Milliarde Euro zusätzlich zukommen lassen. Doch die Landwirte in Coburg sind darüber gar nicht erfreut.
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Ministerpräsident Markus Söder (links) in Coburg im Gespräch mit Landwirt Axel Roth (Coburg). Dazwischen der OB-Kandidat der Coburger CSU, Christian Meyer. Foto: Simone Bastian
Ministerpräsident Markus Söder (links) in Coburg im Gespräch mit Landwirt Axel Roth (Coburg). Dazwischen der OB-Kandidat der Coburger CSU, Christian Meyer. Foto: Simone Bastian

"Wir sind sehr unglücklich mit der Milliarde, weil sie an der falschen Stelle wirkt", sagt Axel Roth, Landwirt aus Beiersdorf (Coburg). Viele Bauern würden diese Zusage als Demütigung empfinden. Das hatte er auch Ministerpräsident Markus Söder gesagt, der am Sonntag zu einem Wahlkampftermin im Coburger Kongresshaus war. Hinterher nahm sich Söder einige Minuten Zeit für ein Gespräch mit Landwirten aus der Region. Um die 150 Trecker waren auf dem Anger aufgereiht; vor dem Kongresshaus hatten die Landwirte Infostände platziert.

Der Protest richtete sich vor allem gegen die Düngeverordnung, die ab 1. April gelten soll. Die Landwirte sehen große Anforderungen auf die Betriebe zukommen und zweifeln zum Teil sowohl die Grundlagen als auch den Sinn der Verordnung an. Söder selbst machte den Landwirten nur das Versprechen, dass die CSU und die Staatsregierung "auf eurer Seite" seien. Allerdings hätten die Koalitionspartner mitzureden, und die EU mache Druck. "Wir müssen den richtigen Weg finden", sagte Söder, der sich gegen die Vermutung verwahrte, die Bauern sollten mit der zusätzlichen Milliarde ruhiggestellt werden. "Wenn ihr euch gedemütigt fühlt, nehmen wir sie zurück."