Meeder
Interview

Bastian Bauer: "Zehn von zwölf Spielen gewinnen"

Der Trainer des Kreisliga-Tabellenführers erklärt, warum er mit seinem Team auf Platz 1 steht.
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Meeders Trainer Bastian Bauer.Archiv
Meeders Trainer Bastian Bauer.Archiv

Nach 18 ausgetragenen Partien in der Kreisliga Coburg hat der TSV Meeder sieben Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz 2 und dem vor der Saison auserkorenen Topfavoriten TSG Niederfüllbach. Wir wollten von Trainer Bastian Bauer wissen, ob er mit dieser Entwicklung, gerade nach dem bitteren Last-Minute-Abstieg in der vergangenen Saison, gerechnet hat. Aber nicht nur darauf gab uns der als Torwart mitspielende Coach interessante Antworten. Bastian Bauer: Naja, so wirklich damit rechnen konnten wir nicht unbedingt, dass wir uns noch vor der Winterpause einen kleinen Vorsprung erspielen können. Aber dass wir konkurrenzfähig sein werden, wenn es um die Vergabe der Plätze eins bis fünf geht, habe ich mir schon gedacht.

Prunkstück ist die Defensive mit nur 17 Gegentreffern. Legen Sie im Training und Spielvorbereitung einen gezielten Fokus oder wie ist diese Zahl zu erklären?

Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften. So oder so ähnlich heißt es doch, oder? (lacht) Ich denke mir einfach, dass solange wir kein Tor kassieren, schon mal mindestens einen Punkt haben. Außerdem bin ich persönlich natürlich Torwart und fast ausschließlich fürs Verhindern von Toren zuständig. Mag schon sein, dass ich ein bisschen mehr Wert auf defensive Stabilität lege als auf Offensivspektakel.

Was muss passieren, damit der TSV Meeder den Platz an der Sonne bis Saisonende verteidigt?

Wir müssen zehn der restlichen zwölf Spiele gewinnen, dann kann uns keiner mehr verdrängen. Wir müssen uns bewusst sein, dass unser mühsam erkämpfter Platz an der Sonne innerhalb kürzester Zeit verspielt sein kann, sobald man auch nur ein paar Prozent nachlässt. Diese Liga ist so ausgeglichen, da entscheiden Kleinigkeiten.

Auffällig ist auch das unterschiedliche Auftreten bei Heim- und Auswärtsspielen. Im Kastanienstadion erzielt ihr mehr als doppelt so viele Treffer wie in der Fremde (27 zu 13), die Gegentreffer sind beinahe identisch (9 zu 8). Wie ist das zu erklären?

Meiner Meinung nach gibt es hier mehrere Gründe: Zunächst kennen wir unseren eigenen Platz mitsamt seinen Tücken, deswegen gelingt es uns scheinbar daheim besser Fußball zu spielen. Außerdem hatten wir schon sehr schwere Auswärtsspiele beispielsweise in Weidhausen, Niederfüllbach, Großgarnstadt, Heldritt und bei Türkgücü. Und zu guterletzt wollen unsere Gegner zu Hause vor eigenem Publikum natürlich den Tabellenführer stürzen und sind eventuell noch ein bisschen motivierter. Hier ist es einfach wichtig, dass man defensiv gut steht, damit einfach ein oder zwei Tore für drei Punkte reichen.

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