Bad Rodach
Wissenswertes

Bad Rodacher Jahresgeschehen im Zeitraffer

Knapp 50 Interessierte informierten sich bei der Bürgerversammlung über die geleistete Arbeit 2018 in der Thermalbadstadt.
Artikel drucken Artikel einbetten
"Therme Natur", des Kurparks (rechts) ThermeNatur
"Therme Natur", des Kurparks (rechts) ThermeNatur

Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) kündigte es an und so traf es auch ein: "Wir werden manche Themen im Schweinsgalopp durchziehen müssen, um das breite Spektrum abzudecken." Über zweieinhalb Stunden stand dann eine kommunalpolitische Informationsflut im Mittelpunkt der Bürgerversammlung im Haus Gastes.

Es wird besser

Eine Stunde referierten die Therme-Geschäftsführer Stine Michel und Lutz Lange über die positive Entwicklung des Thermalbads und riefen die zahlreichen Aktionen, wie etwa Genusstage, Kinosommer oder Karibische Nacht in Erinnerung. Das Defizit von 1,2 Millionen Euro aus dem Jahr 2015 sei sukzessive abgebaut worden und pendele sich derzeit auf 500 000 Euro ein, sagten die Geschäftsführer. Auf die Frage von Reinhard Faßhauer, ob sich die Stadt das auf Dauer leisten könne, reagierte Kämmerer Michael Fischer sehr optimistisch: "Man muss den Mehrwerteffekt sehen, der deutlich gestiegen ist", betonte er. Jährlich 210 000 Besucher bei knapp 80 000 Übernachtungen seien sehr zufriedenstellende Zahlen.

Der Bürgermeister betonte in dem Zusammenhang, dass in den nächsten zehn Jahren weitere zehn Millionen Euro in die Therme investiert werden sollen, vier Millionen für die Technik, sechs für die Infrastruktur.

Tobias Ehrlicher informierte anschließend über Zahlen und Fakten aus dem Stadtgeschehen. Besonders hob er dabei den "Löwen" hervor, der als "Ferien-Fachwerkhaus" jetzt am Markt wieder ein Blickfang sei. 18 neue Wohnungen entstehen laut Ehrlicher für 4,6 Millionen Euro in der Max-Roesler-Straße, Mitte 2020 sollen sie bezugsfertig sein. Weiter zählte der Stadtchef, als es um das, was die Stadt alles tut, die Spielplatzinitiativen in verschiedenen Stadtteilen, den Breitbandausbau in den nächsten zehn Jahren und den systematischen Wechsel der Wasserleitungen in der Stadt auf. Manche Leitungen des Netzes stammten noch aus dem Jahr 1951, sagte Ehrlicher.

Kritik, Wünsche, Anfragen

Rege Beteiligung kam dann aus der Bürgerschaft im letzten Drittel der Versammlung. Martina Hofmann bemängelte das zu geringe Platzangebot für die Schüler im "Agilis-Zug" morgens und am Nachmittag, Roswitha Beierweck kritisierte die "wilden Ablagerungen" an den Glascontainern in der Ummerstadter Straße und Nina Klett verwies auf die Verunreinigungen durch Hundekot im Bereich des Gauerstadter Kindergartens. Der Bürgermeister sicherte zu, in allen Fällen "am Ball" zu bleiben und für den nötigen Druck zu sorgen.

Gleiches galt für verkehrstechnische Fragen. Paul Klett interessierte die Instandsetzung der Verbindungsstraße Heldritt/Lempertshausen. Hier konnte Tobias Ehrlicher nur "punktuelle Verbesserungen" in Aussicht stellen, Reinhard Hofmann mahnte den Verkehrsfluss in der Gartenstraße an. Seit Einführung der kommunalen Verkehrsüberwachung werde das Parken auf dem Gehsteig mit einem Bußgeld geahndet. Das führe dazu, dass die abgestellten Autos vielfach ein Hindernis seien. Auch hier sicherte der Bürgermeister eine Prüfung der Verkehrssituation zu, das gewünschte halbseitige Gehsteigparken konnte er allerdings nicht zusagen.

Glasfaser nicht nutzbar

Weiter verwies Hofmann darauf, dass zwar Glasfaserkabel seit längerer Zeit schon verlegt worden seien, diese aber noch nicht nutzbar seien. Ehrlicher begründete dies mit dem Defizit an Fachkräften, die die nötigen Arbeiten ausführen könnten.

Margit Knoch sagte schließlich, sie halte es für sinnvoll, einen Bewegungsmelders im Bereich der Gerold Strobel-Halle/Hildburghäuser Straße anzubringen.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren