Bad Rodach
Stadtratssitzung

Bad Rodach beklagt Waldschäden

Das Dürrejahr 2018 und die Hitzewellen in diesem Jahr gingen auch am Bad Rodacher Stadtwald nicht spurlos vorüber.
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Schadholz Symbolfoto: C. Licha
Schadholz Symbolfoto: C. Licha

Der Stadtwald Bad Rodach ist mittlerweile wie viele andere Wälder massiv vom Borkenkäfer betroffen. Kämmerer Michael Fischer sagte bei der Stadtratssitzung am Donnerstag, er werte die Situation derzeit als "mittlere Katastrophe". Jetzt seien neben Fichten auch Kiefern, Buchen und Eichen betroffen. Fischer: "Das ist ein Riesenproblem für uns."

Die Stadt Bad Rodach will ihre freiwilligen Feuerwehren weiterhin in jeder Hinsicht unterstützen. Der Stadtrat hat deshalb einstimmig beschlossen, die Firma Stökl aus Coburg mit der Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans zu beauftragen. Das kostet die Kommune 7900 Euro.

Große Anerkennung

"Ich weiß, was bei den Wehren geleistet wird", machte Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) die Haltung der Stadt deutlich. Um den Feuerwehren die Wahrnehmung ihrer Aufgaben grundsätzlich zu erleichtern, seien die Gemeinden ohnehin angehalten, einen solchen Bedarfsplan aufzustellen.

"Wir waren als Stadt bisher sehr vorbildlich unterwegs, um unsere Feuerwehren auszustatten", sagte Ehrlicher. Nun sollte sich auch einmal jemand von außen "die Häuser, die Ausrüstung und die Mannschaftsstärke genauer anschauen." Bereits im Frühjahr rechnet die Stadt mit den ersten Ergebnissen des Bedarfsplans.

Am Netzentwicklungsplan Strom für die Zieljahre 2030 und 2035 will Bad Rodach festhalten, auch wenn nun erneut Hochleistungsstromtrassen durch das Stadtgebiet im Gespräch sind. Laut Bürgermeister Ehrlicher sei das eine "nicht einfache Sache". Die Kommunen im Raum Coburg wollten sich in jedem Fall auf die Aussage aus Ministermund berufen, dass diese Trassen vom Tisch seien. Der Stadtrat billigte diese Einstellung geschlossen.

Ebenso einstimmig befürwortete das Gremium zwei Bauanträge zum Umbau von Scheunen zu Wohnzwecken in der Färbergasse und im Dammüllersweg.

Viele Heldritter Eltern wünschen sich eine Renovierung oder einen Neubau des Kindergartens in Heldritt. Das ist aber nicht ganz einfach, weil Träger des Kindergartens das Bayerische Rote Kreuz (BRK) sei, dem auch ein Teil des Gebäudes gehöre, erklärte Bürgermeister Ehrlicher. Die Frage sei nun, unter welchen Bedingungen eine Renovierung oder ein Ausbau erfolgen solle, erklärte Ehrlicher auf Nachfrage von Michael Thumser. Dies sei schon öfter Gegenstand von Besprechungen gewesen, die Stadt Bad Rodach warte nun auf eine Entscheidung oder Willensbekundung von den Vertretern des BRK.

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