Grub am Forst
Fahrbahnsanierung

B303: Sperrung östlich von Coburg bleibt bis November

Die ursprünglich für den Freitag, 11. Oktober, geplante Freigabe der B303 nach wochenlangen Bauarbeiten bei Grub am Forst (Landkreis Coburg) ist geplatzt.
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Die Bauarbeiten für die Fahrbahnsanierung laufen auf Hochtouren.- Foto: Berthold Köhler
Die Bauarbeiten für die Fahrbahnsanierung laufen auf Hochtouren.- Foto: Berthold Köhler
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Immerhin: Derzeit steppt auf der Baustelle der Bär! Mit fachkundigem Blick attestiert Bürgermeister Jürgen Wittmann (Gut für Grub) dem Team der Baufirma Strabag "einen guten Rhythmus", den sie gerade beim Einbau der Binderschicht an den Tag legt. Harald Schnappauf, der bei der Kronacher Servicestelle des Staatlichen Bauamts mit für die Arbeiten an der B303 zuständig ist, weiß die Details: "Die Firma ist derzeit mit zwei Fertigern, zwei Beschickern und mindestens fünf Walzen unterwegs." Im Klartext: Bei einer maximalen Breite von neun Metern (bis zu 4,50 Meter pro Fertiger) werden bei der Aufbringung der einzelnen Fahrbahnschichten ganz schön Meter gemacht. Am Montag soll die Deckschicht aufgezogen werden, auf insgesamt rund 36000 Quadratmetern Straßenfläche.

Hier lesen Sie, wo es wegen der B303 ziemlichen Ärger gegeben hat

Danach ist aber immer noch einiges zu tun. Harald Schnappauf vom Staatlichen Bauamt Bamberg holt seinen Zettel mit den technischen Daten für die Baustelle heraus und liest vor: "6500 Meter neue Schutzeinrichtungen und Fahrbahnmarkierung für 4,3 Kilometer." Da erscheint der Zeitplan bis zum aktuell gültigen Freigabetermin am Freitag, 4. November, sportlich genug. Auf Nachfrage versichert Harald Schnappauf aber: "Wir halten an diesem Ziel fest." Einen "schwarzen Asphaltsee ohne Orientierung für die Verkehrsteilnehmer" (sagt der Bauleiter) wird es nach dem 4. November auf keinen Fall geben. Die Mittelmarkierung kann unabhängig vom Wetter aufgebracht werden, weil sie aus einer dem Asphalt aufgelegten Kunststoffschicht besteht. Bei der Seitenmarkierung ist das anders: Sie ist "bloß" aus Farbe und kann deshalb nur bei trockener Witterung aufgebracht werden.

Der Bürgermeister schaut sich das Gewusel auf der Baustelle an und zuckt mit den Schultern. "Wir wissen es ja von unserer Schule aus eigener Erfahrung, wie das mit den Baustellen so läuft: Viele Kleinigkeiten machen Ärger", sagt Jürgen Wittmann. Auf der B 303 waren es unter anderem die Entwässerungseinrichtungen, die in einem schlechteren Zustand als gedacht waren. Den Bürgermeister wundert das nicht: "Bei Regen konnte man hier ja mit dem Kajak herumfahren."

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