Rödental
Gesellschaft

Awo-Treff in Rödental sucht noch "Mitmacher"

Im Treff am Bürgerplatz in Rödental kommen alle Generationen zusammen. Neue Referenten für weitere Angebote wären der Arbeiterwohlfahrt willkommen.
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Der Awo Treff möchte alle Generationen erreichen - sei es als Besucher oder als Referenten.Rainer Lutz
Der Awo Treff möchte alle Generationen erreichen - sei es als Besucher oder als Referenten.Rainer Lutz
Wer glaubt, im Awo-Treff am Bürgerplatz treffen sich ausschließlich Senioren, der irrt gewaltig. Im Tätigkeitsbericht der Leiterin, Natalia Richter, tauchen Kindergartenkinder ebenso auf wie Jugendliche oder Senioren. Der Stadtrat ließ sich berichten, was im Treff läuft. Schließlich beteiligt sich die Stadt an den Kosten für die Einrichtung. Im vergangenen Jahr wurden 36 000 Euro dafür ausgegeben.
Getragen wird die Einrichtung vom Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Coburg. Geschäftsführer Carsten Höllein unterstreicht die Bedeutung des Treffs als Ort der Begegnung über Generationen hinweg. "Es spiegelt sich die soziale Wirklichkeit im Treff wider", sagte er. Das reiche bis zu Besuchern, die am Ende des Monats die Angebote trotz der niedrigen Preise nicht mehr wahrnehmen, weil ihr Geld einfach nicht mehr reicht. "Auch das ist Wirklichkeit", sagte Höllein. Um so wichtiger sei ein so stark vom Ehrenamt getragenes Angebot wie der Treff. Um noch mehr anbieten zu können, seien alle Interessierten aufgerufen, Kontakt mit dem Treff aufzunehmen, wenn sie ein interessantes Kursangebot machen möchten.
Das Interesse an den Aktivitäten im Treff besteht, kann Natalia Richter mit eindrucksvollen Zahlen belegen. Seit der Gründung mit Mitteln der Glücksspirale im Jahr 2002 kamen mehr als 165 000 Besucher zu über 25 000 Veranstaltungen. Allein im vergangenen Jahr waren es 12 557, die zu den 2494 Veranstaltungen kamen. Dabei geht es nicht nur um gemeinsame Freizeitgestaltung.


Rat und Tat

Viele Angebote leisten Hilfestellung. So geben etwa Jugendliche Kurse im Umgang mit dem Smartphone oder Computer oder die Kriminalpolizei rät, wie Wohnungen besser gegen Einbrecher geschützt werden können oder warnt vor den neuesten Betrugsmaschen. In der Krabbelgruppe kommen junge Mütter zum Austausch zusammen. Es gibt eine ganze Reihe von Bildungsangeboten, Gesundheitsförderung oder Unterstützung im Rahmen der Nachbarschaftshilfe, die über den Treff organisiert wird. 61 ehrenamtliche Kräfte stehen derzeit als Kursleiter, Referenten, Lesepaten oder Sprachpaten für Aufgaben auch außerhalb des Treffs zur Verfügung, helfen in der Cafeteria oder bei Festen. Weitere Unterstützung wäre in allen Bereichen willkommen.


Hohe Aufwendungen

Seit Wegfall der Anschubfinanzierung durch die Glücksspirale, trägt der Awo-Kreisverband den Großteil der Kosten. Insgesamt, so Carsten Höllein, wurden seit der Gründung der Einrichtung 484 000 Euro dafür aufgewendet. Allein im vergangenen Jahr entstand ein Defizit von 16 670 Euro, das der Awo Kreisverband trägt. In diesem Zusammenhang machte Höllein darauf aufmerksam, dass auch mit einer Steigerung der Personalkosten gerechnet werden muss, wenn Tarife entsprechend angepasst werden.
Rödentals Bürgermeister Marco Steiner (FW) machte deutlich, dass sich die Stadt der Bedeutung der Arbeit im Treff bewusst ist und ein Interesse daran hat, dass diese Arbeit auch in Zukunft in der Einrichtung am Bürgerplatz geleistet werden kann.
Weitere Infos zu Treffs der Awo finden Siehier.
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