Coburg
Baustellen

Autofahren in Coburg: Warten, hupen, schimpfen

Die Südzufahrt von Coburg ist seit gestern stadteinwärts gesperrt. Auf den Umleitungsstrecken ging es am Nachmittag nur noch zäh voran. Und die nächste Großbaustelle ist auch schon in Sicht: 2014 wird der Obere Bürglaß monatelang saniert.
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Chaotisch war es nicht, aber auf der Zufahrt zur Frankenbrücke aus Richtung Süden mussten Autofahrer geduldig sein. Fotos: Helke Renner
Chaotisch war es nicht, aber auf der Zufahrt zur Frankenbrücke aus Richtung Süden mussten Autofahrer geduldig sein. Fotos: Helke Renner
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Wer gestern am späten Nachmittag in Coburg mit dem Auto unterwegs war, der brauchte Geduld. Erster Schauplatz: Auffahrt auf die Frankenbrücke aus Richtung Süden. Das Chaos, das manch einer dort wegen der Sperrung der Südzufahrt bei der Kläranlage erwartet hatte, gab es nicht. Dennoch stauten sich die Fahrzeuge im Berufsverkehr teilweise bis hinunter zur Stadtautobahn. In Mitleidenschaft gezogen war auch die Uferstraße.

Weil von der Frankenbrücke herunter der Verkehr fast lückenlos floss, mussten diejenigen, die aus der Uferstraße herausfahren woll ten, mitunter lange warten. Das Ergebnis: Stau. Ähnlich problematisch war es am Ahorner Berg. Wer sich dort, von Ahorn kommend, nach links einfädeln wollte, musste geduldig sein.

Eng wurde es in der Raststraße, durch die sich am Nachmittag ungewöhnlich viel Verkehr durchwälzen musste. Denn auf dem Stück zwischen Lossau- und Raststraße ist die Callenberger Straße dicht. An der Einmündung zum Kanonenweg stockte die Fahrzeugschlange, weil ein Ausfahren kaum möglich war - der Stau setzte sich in die Raststraße hinein fort.

Schwierig war es auch, in Richtung Bahnhofstraße zu fahren, die im Übrigen ja ebenfalls streckenweise gesperrt ist. Wegen der auf beiden Seiten der Raststraße parkenden Fahrzeuge ging es dort zeitweilig weder vor- noch rückwärts.

2014 kommt der Bürglaß dran

Ehe im kommenden Jahr für die Sanierung des Oberen Bürglaß die nächste Großbaustelle in Coburg eingerichtet wird, müsse alles andere fertig sein, sagt SÜC-Prokurist Berthold Lendner. Auf dem gesamten Abschnitt vom Landestheater bis zur Einmündung Steinweg wollen die SÜC 2014 neue Fernwärmeleitungen verlegen beziehungsweise bestehende Leitungen erneuern.

Die Stadt Coburg wolle die Gelegenheit nutzen und sich gleich mit anhängen, hatte Gerhard Knoch, Abteilungsleiter beim Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CEB), in der Bausenatssitzung am vergangenen Mittwoch angekündigt. "Die Decke im Oberen Bürglaß ist miserabel, die Bordsteine sind krumm und schief." Deshalb soll quasi in einem Rutsch gleich der Straßenbelag mit erneuert werden.

Gestern hatten sich Lender und Knoch mit Vertretern der Polizei, des Ordnungsamtes und der Stadtplanung zu einem ersten Koordinierungsgespräch für dieses Projekt getroffen. Dabei sei es in erster Linie darum gegangen, die "Hausaufgaben" zu verteilen, denn, so Lendner: "Wir sind erst am Beginn der Detailplanung." Und die wird voraussichtlich noch eine ganze Zeit in Anspruch nehmen.

Ordnungsamt und Polizei sollen sich bis zur nächsten Gesprächsrunde am 28. November Gedanken machen, in wie viele Bauabschnitte die Sanierung zerlegt werden soll und vor allem, welche Umleitungs-Möglichkeiten für die "Tangente Bürglaß" tatsächlich in Frage kommen. Daneben sind Zufahrten für Rettungskräfte und Anwohner sowie Veranstaltungen wie Sambafest und Schlossplatzkonzerte einzuplanen.

SÜC und CEB wollten möglichst viele Arbeiten parallel abwickeln, damit die Bauzeit so kurz wie möglich gehalten werden könne, sagt Lendner. Das Ziel sei es, die Maßnahme in einer Bausaison abzuschließen.

Viele Faktoren zu beachten

"Wir wollen das Ganze sauber durchplanen, um Verschiebungen möglichst zu vermeiden", betont Lendner. Technisch sei der Obere Bürglaß "nichts Herausragendes", weil es sich aber um eine Tangente handle, durch die der Hauptverkehr vom Coburger Osten fließt, seien sehr viele Faktoren zu beachten.

Vor zwei Jahren war die Sanierung des Oberen Bürglaß schon einmal aktuell gewesen, dann aber wieder verschoben worden.
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