Die Ausstellung erklärt auf verschiedenen Schautafeln die möglichen Gründe der Fluchtbewegungen. Sie beschreibt Fluchtwege und schildert die Lage in den Krisen- und Kriegsgebieten sowie in den mitbetroffenen unmittelbaren Nachbarregionen. Die Ausstellung ist von der unabhängigen Menschenrechtsorganistion "Pro Asyl" ausgearbeitet worden. Zu den Trägern in Coburg gehört vor allem die Initiative "Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Coburg".

"Das Asylrecht für politisch Verfolgte ist auch in Deutschland ein im Grundgesetz verankertes Grundrecht", machte SPD-Stadträtin Franziska Bartl klar. Es gehe dabei nicht um das Streben nach einem besseren Leben. "Es geht um Leben und Tod", mahnte Bartl, die auch Mitarbeiterin der federführenden Initiative ist. Die Ausstellung wolle dazu beitragen, den Flüchtenden ein Gesicht und eine Stimme zu geben.


Nur wenige Probleme und Auffälliges

Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) informierte bei seiner Eröffnungsrede darüber, dass in der Stadt Coburg derzeit 690 Flüchtlinge untergebracht seien. Darunter seien rund 70 unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche. Hauptherkunftsländer der in Coburg Schutz suchenden Ausländer seien zunächst vor allem Syrien, dann Afghanistan, der Iran, der Irak, die Ukraine und Aserbaidschan. Er stellte fest, dass es in Coburg nur wenige Probleme und Auffälliges gegeben habe. Er stellte aber auch klar, dass die Grundsätze des Zusammenlebens auf der Basis des Grundgesetzes zu beachten seien. Nowak dankte den Coburger Bürgern sowie beteiligten Unternehmen und Gruppen für ihr ehrenamtliches Engagement bei der Flüchtlingshilfe.
Die Ausstellung in der Stadtbücherei kann nach dem 12. März auch von Schulen und interessierten Einrichtungen und Gruppen ausgeliehen werden.