Coburg
Gemeinderat

Aus einem kirchlichen Haus wird in Dörfles-Esbach ein kommunales

Die Ratsmitglieder segnen den Umbauplan des katholischen Gemeindehauses zu einem Bürgerhaus ab. Ein möglicher Bahn-Lückenschluss nach Thüringen missfällt.
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Das von der katholischen Kirche erworbene Gemeindehaus soll unter einem erheblichen Kostenaufwand in ein kommunales Bürgerhaus umgebaut werden. Foto: Lothar Weidner
Das von der katholischen Kirche erworbene Gemeindehaus soll unter einem erheblichen Kostenaufwand in ein kommunales Bürgerhaus umgebaut werden. Foto: Lothar Weidner
Bürgermeister Udo Döhler (UBV) und der Gemeinderat wehren sich jetzt schon gegen den Vorschlag des Vereines Henneberg-Itzgrund-Franken mit Sitz im thüringischen Frankenblick. Der Verein möchte einen Bahnanschluss von Südthüringen nach Coburg realisieren und legte dieses Ansinnen schriftlich vor. Seinen Unmut gegen den Vorschlag brachte das Gremium in einer Abstimmung zum Ausdruck, die einstimmig ausfiel. Der Antrag wurde abgelegt, gleichzeitig wurde einem Raumordnungsverfahren eine Absage erteilt. Der Verein schlug nämlich vor, die alte Werrabahn-Trasse von Eisfeld bis Tiefenlauter zu aktivieren. Von dort aus sei eine neue Trasse zu erstellen unter der östlichen Umgehung von Lautertal bei teilweiser Untertunnelung bis hin zum Südportal Reitersbergtunnel. Von dort aus sollte entlang der ICE-Strecke eine neue Bahnlinie bis hin zur Einschleifung nach Dörfles gebaut werden. "Wer soll das bezahlen?", meinte Gemeinderat Rolf Bätz (CSU) und Udo Döhler verwies nicht nur auf die schlecht zu verwirklichenden Baumaßnahmen entlang der bestehenden ICE-Trasse, sondern gab zu bedenken: "Es fahren bereits täglich 50 Züge durch Dörfles - und das bei drei Bahnübergängen. Es reicht." Dazu meinte auch Gemeinderat Peter Schneider (UBV): "Es besteht bei geschlossener Schranke eine Wartezeit von bis zu vier Minuten."

Der Gemeinderat ist einverstanden mit der Planung des Umbaues des ehemaligen katholischen Gemeindehauses, das von der Gemeinde erworben wurde. Nunmehr kann mit der Regierung von Oberfranken bezüglich der Fördermittel verhandelt werden. Bürgermeister Udo Döhler informierte über die erneute Kostenschätzung des Planers. Diese liegt bei 2,55 Millionen Euro und ist um rund 200 000 Euro niedriger als die ursprüngliche Schätzung, trotz zwischenzeitlich stark gestiegener Baupreise. Für die Kosteneinsparungen sorgen mehrere Gründe: das ursprünglich aus Brandschutzgründen angedachte Treppenhaus entfällt, es besteht kein Bedarf für eine mechanische Lüftungsanlage im großen Mehrzweckraum und runde 28 000 Euro können als Eigenleistungen erbracht werden.

Kurz & bündig:

Statt eines LF 10-Feuerwehrfahrzeuges wird ein LF 20 angeschafft und mit der Feuerwehr Rödental erfolgt eine gemeinsame Beschaffung im Rahmen einer Sammelbestellung. Auch der benötigten Zusatzausstattung wurde zugestimmt. Es erfolgt eine Förderung der Regierung von Oberfranken in Höhe von 115 000 Euro.

Die neu gebaute Straße "Gartenäcker" im gleichnamigen Baugebiet wurde auf einer Länge von 500 Metern als Ortsstraße gewidmet. Sie wird als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen.

Gegen den Bebauungsplanentwurf der Nachbargemeinde Lautertal für das Baugebiet "Beuerfelder Straße" wurden keine Einwendungen zum Bau von sechs Häusern erhoben.
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