Neustadt bei Coburg
Hauptversammlung

Aus dem Skiclub soll der Sportclub werden

Mit Wintersport hat der Verein nicht mehr viel am Hut, bietet stattdessen ein umfangreiches Angebot im Fitness- und Gesundheitsbereich.
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Ina Roth erhielt von den Mitgliedern mächtig Applaus für  ihre hervorragenden Leistungen und von Volker Knauer ein  Dankeschön-Präsent.Manja von Nida
Ina Roth erhielt von den Mitgliedern mächtig Applaus für ihre hervorragenden Leistungen und von Volker Knauer ein Dankeschön-Präsent.Manja von Nida
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Nächstes Jahr wird der "Skiclub Neustadt" (SCN) 70-jähriges Bestehen feiern. Daher sollte sein Name auch zeitgemäß angepasst werden. "Warum? Weil der Name Skiclub uns teilweise ausbremst und Interessenten irritiert", meinte SCN-Vorsitzender Hans Höhn zur 69. Jahreshauptversammlung.

Das letzte Relikt seiner ruhmreichen Skiclub-Vergangenheit, die Skisprungschanze, wurde bereits abgebaut. Sie war der eigentliche Gründungsanlass des Vereins. Schneemangel und daraus folgend ein stark nachlassendes Interesse am Skispringen in der Region zwangen die Verantwortlichen zu dieser Entscheidung.

Den SCN in "Sportclub Neustadt" umbenennen, könnte eine Option sein, um den vertrauten Namen beizubehalten. Schließlich beinhalte der SCN sportliche Abteilungen. Dazu meinte Michael Fischer, Abteilungsleiter Gesundheitssport: "Ich bin 55 Jahre beim Verein. Der Gesundheitssport ist die Haupteinnahmequelle des Vereins, was alle anderen Abteilungen mit unterstützt". Man müsse dies weitsichtig betrachten.


Vorsitzender will Amt abgeben

Bei den Neuwahlen im Aktiv-Fitness-Gesundheitstreff wurde Höhn erwartungsgemäß wiedergewählt. Allerdings kündigte er an, bei der nächsten Wahl in zwei Jahren dieses Ehrenamt abgeben zu wollen, zumal er im nächsten Jahr auf eine 30-jährige Vorstandsarbeit blicken könne.

Die erfolgreiche Vereinsentwicklung setzte sich im letzten Jahr fort, berichtete Höhn. Dass man mit dem sportlichen SCN-Qualitätsangebot der Gesundheit zuliebe auf dem richtigen Wege sei, weise die Mitgliederentwicklung auf: Mit 1430 Mitgliedern konnte seit 2016 ein Zuwachs von 33 Personen verzeichnet werden, mit 204 Mitgliedern im Kinder/Jugendbereich. Die stärkste Altersklasse liege bei den 41- bis 60-Jährigen.

Letztes Jahr habe der Gesundheitstreff sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Zu diesem Anlass seien der Gerätepark und die Beleuchtung erneuert und eine Spiegelwand angebracht worden, die Ausgben hierfür lägen bei 35 000 Euro. Weil man die Altgeräte verkaufen konnte, blieben noch Kosten von 30 500 Euro, so Höhn. Die Erneuerung des Fußbodenbelages wurde zurückgestellt.


Über 300 Verträge im Gesundheitstreff

Zweiter Vorsitzender Christian Bauer ergänzte, im letzten Jahr habe der SCN im Gesundheitstreff 316 Mitgliederverträge gehabt. Die Geräte-Neuanschaffung mit der neuen Trainingsgeometrie komme sehr gut an. "Dank dessen konnten wir sogar fortbleibende Mitglieder wieder aktivieren". Kunden würden die kontinuierliche Trainingsberatung regelmäßig wahrnehmen.

Abteilungsleiter Fischer (Gesundheitssport) berichtete, alle angesetzten Rehasport-Übungsstunden seien durchgeführt worden. Je eine neue Herz- und Asthma-Sportgruppe sei gegründet worden. Nun trainieren jeweils vier Gruppen. Andrea Malter wurde zur Rehasport-Trainerin ausgebildet. Christine Lerche wird für den Seniorensport ausgebildet. "Im Bereich der Aqua-Kurse sind wir an die Grenzen gestoßen, wir haben Wartelisten", so Fischer. Leider stehe nicht mehr Zeit zur Verfügung. Die Gesprächsrunden in den SH-Gruppen wurden sehr gut angenommen. Eine Busfahrt, eine Radtour und die Weihnachtsfeier rundeten das Jahr ab.

Beim Badminton waren zu wenig Kinder/Jugendliche, die mittun wollten, berichtete Eduard Kreiling. Wesentlich erfolgreicher ging es im Bogensport zu: Trainingsleiter Volker Knauer meldete nicht nur sportliche Aktivitäten und Spitzenleistungen von der Vereins-, Gau- und Bezirksmeisterschaft, sondern mit Carsten Krüger auch gleich seinen Nachfolger! Vier Jahre musste Knauer auf diesen Moment warten. "Es wäre verantwortungslos und leichtfertig gewesen, das Handtuch zu werfen und sich um keinen Nachfolger zu kümmern. Denn unser Bogensportclub sollte weiterhin Bestand haben, der sich in Neustadt erfolgreich etabliert hat. Wir haben bereits hoffnungsvolle Talente in unseren Reihen", sagte Knauer.


Viel Applaus für Ina Roth

Bogenschützin Ina Roth, die bei der Deutschen Meisterschaft am 3. März dieses Jahr als zweitbeste Starterin aus Bayern gegen die Mannschaftsweltmeisterin Michelle Kroppen angetreten war, zog dort zwar den Kürzeren. Doch bekam sie großen Applaus und ein Präsent von Knauer dazu.

Von der Kindersportschule (KiSS) Neustadt berichtete Leiterin Mandy Mewes-Stadelmann, in sieben Sportgruppen trainierten 67 Kinder im Alter von 2 bis 14 Jahren. Spielerisch erhielten die Kids eine altersentsprechende, sportartübergreifende, sportmotorische Ausbildung, was den Kindern Freude und Begeisterung an sportlicher Bewegung machte. Eine Kooperation mit der Grundschule Wildenheid-Haarbrücken habe bestanden. In wenigen Wochen legten viele Vorschulkinder ihr Seepferdchen ab und Schulkinder ihren Freischwimmer. Eine Spaß-Olympiade, eine Inline-Skating-Tour, Schlittschuhlaufen, Schwimmen, Klettern, Schatzsuche und ein Fahrradparcours bereicherten die Freizeit. KiSS funktioniere allerdings nur mit Unterstützung und viel Werbung, so Mandy.


Beim Tanzen fehlen die Männer

Tanzen für Paare (Anfänger/Wiedereinsteiger) lief gut, berichtete Renate Schmidt. Beim Training mangele es aber an Herren. Zum Jahresende konnte die Abteilung 48 Personen zählen. Tanzen beuge der Altersdemenz vor, erinnerte Schmidt.

Das Ergebnis der Neuwahlen: 1.Vorsitzender Hans Höhn, 2.Vorsitzender Christian Bauer, Schriftführerin Renate Schmidt, Schatzmeister Eduard Kreiling, Bogensport Carsten Krüger, Badminton Eduard Kreiling ,Gesundheitssport Michael Fischer, Tanzen Renate Schmidt, Rechnungsprüfer sind Rolf Kunzelmann und Thomas Schmidt.
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