Coburg
Designtage

Aufbau der Coburger Designtage

Am Dienstag beginnen die Coburger Designtage. Die Vorbereitungen laufen auch Hochtouren. Wie entstehen die Designtage?
Artikel drucken Artikel einbetten
Jörn Stelzner präsentiert Lollis, die ab morgen mit den Kindern gebastelt werden sollen. Er ist gerade dabei die Kinderecke zu erbauen. Fotos: Christoph Wiedemann
Jörn Stelzner präsentiert Lollis, die ab morgen mit den Kindern gebastelt werden sollen. Er ist gerade dabei die Kinderecke zu erbauen. Fotos: Christoph Wiedemann
+14 Bilder
Überall hört man Besen über die Böden fegen. Staub wirbelt auf und wird ganz analog mit Handbesen und Schaufel entsorgt.

Der Aufbau der Coburger Designtage ist in vollem Gange. Hier wird schon sauber gemacht, dort wird noch gebohrt, geschraubt, geplant oder aufgestellt.

Wie im Kinderbereich. Der Designer Jörn Stelzner erstellt in diesem Jahr eine Spiel- und Bastelecke. "Die Kinder bauen hier aus kleinen Baumstammscheiben und Rundhölzern einen Lolli", erklärt Stelzner, "der anschließen mit bunten Stiften bemalt wird."

So sollen Kinder lernen, mit natürlichen Materialien umzugehen. Und "die Eltern haben mal eine Auszeit", schmunzelt Stelzner. Die Betreuung in der Kinderecke werde vom Veranstalter übernommen.


Coburger Designtage eröffnen am 29. Mai.


Noch aber steht nichts. Eine kahle Stelle, die innerhalb von 24 Stunden in eine Kinderecke verwandelt werden muss. "Wir sind seit rund zwei Stunden hier", sagt Stelzner, während sein Kollege die Stichsäge ansetzt und Bretter für die Verkleidung der Kinderecke zurechtsägt.

Deswegen sind die meisten Ausstellungsstücke mit Plastikfolien abgedeckt. Kleidungsstücke, Skulpturen, Bilder oder Möbelstücke: beinahe alles ist noch vor Staub und Schmutz unter Plastik geschützt.

In manchen Räumen waren schon Reinigungskräfte am Werk. "Hier ist fei frisch gewischt", werden unbedachte Designer und Reporter angeraunzt, sobald diese einem gereinigten Raum zu nahe kommen.


Coburger Designtage: "Coburg schläft"

Schwarze Schaufensterpuppen stehen im Ausbildungsbereich. Der Praktikant Nikita Kuznetsov plant, wie die Puppen aufgestellt werden könnten. "Die Puppen gehören zu der Ausstellung Mode mit Puppen", erläutert der Kuznetsov.

An der Wand gegenüber bohrt und nagelt der Fotograf Sebastian Kolm. Er befestigt ein Bild an der Wand. Mit einer Wasserwaage prüft er akribisch, ob sein Bild gerade hängt. Unter dem Motto "Coburg schläft" fotografierte er die Stadt. "Ich bin das dritte Mal bei den Design Tagen", berichtet der Fotograf. Seine Werke sind im Bereich Designer und Unternehmer zu begutachten.

Auch vor dem Güterbahnhof wird gewerkelt. Genau wie im Inneren, wird auch vor der Tür gekehrt. Staubwolken kommen aus den einzelnen Zelten hervor - insbesondere aus den beiden Zelten der "Baustelle Nachhaltigkeit".

Dort ist der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Coburg, Wolfgang Weiß, am Besen. Er ist mit anderen engagierten Klimaschützern mit den Planungen und dem Aufbau beschäftigt. "Wir haben gerade erst angefangen", sagt Weiß. Es werde Beispiele für Upcycling geben. Scheinbar nutzlose Stoffe oder Abfall werden in neuwertige Produkte umgewandelt. "Wir haben afrikanische Kunst, die rein aus Abfall hergestellt wurde", erklärt Weiß.

Das alles muss bis Dienstag um 19 Uhr aufgebaut sein. "Heute Nacht ist hier wahrscheinlich viel Leben im Güterbahnhof", meint Weiß. Wie in den letzten Jahren nutzen Designer, Organisatoren und Aussteller jede Minute bis zur Eröffnung.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren