Coburg
Wohnbau

Alte Häuser sind in Coburg im Angebot

Die Altstadt sanieren, den Mietpreis stabil halten: Die Geschäftsführer der Wohnbau sehen sich als Dienstleister in Sachen Stadtentwicklung.
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Die Häuserzeile zwischen Ketschen- und Kuhgasse. Die drei Anwesen in der Mitte stehen zum Verkauf (siehe Grafik unten). Foto: Simone Bastian
Die Häuserzeile zwischen Ketschen- und Kuhgasse. Die drei Anwesen in der Mitte stehen zum Verkauf (siehe Grafik unten). Foto: Simone Bastian
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15 Millionen Euro sollen Wohnbau und Stadtentwicklungsgesellschaft im kommenden Jahr investieren. Die beiden städtischen Unternehmen befinden sich sinnbildlich und tatsächlich unter dem gleichen Dach: Willibald Fehn, Geschäftsführer der Wohnbau, ist auch Geschäftsführer der Stadt-Entwicklungsgesellschaft, die die drei Parkhäuser Zinkenwehr, Mauer und Post betreibt.


Parkhaus Mauer soll saniert werden


Das Parkhaus Mauer soll in diesem Jahr für 1,7 Millionen Euro saniert werden. Fast schon eine Kleinigkeit angesichts der anderen Brocken, die Wohnbau-Aufsichtsratschef und Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) gestern aufzählte: 5,6 Millionen Euro für die Altstadtsanierung, 2,5 Millionen Euro für Neubauten, unter anderem am Albertsplatz und an der Fröbelstraße, drei Millionen für Sanierungen und Modernisierungen im Wohnungsbestand. "Wir könnten und würden mehr tun, wenn wir die entsprechenden Städtebaufördermittel hätten", betonte Kastner.


Ketschenvorstadt bleibt Schwerpunkt


Ein Schwerpunkt bleibt auch im nächsten Jahr die Ketschenvorstadt. 35 Wohneinheiten will die Wohnbau dort errichten, 22 davon werden als Sozialwohnungen gefördert. Die anderen sollen zu höheren Preisen vermietet werden. "Das ist wichtig fürs Quartier", sagt Kastner.


15 Interessenten für sechs Häuser


Deshalb sollen auch private Investoren in dem Altstadtquartier zum Zuge kommen: Sechs Häuser stehen zum Verkauf, wobei es dafür schon 15 Interessenten gebe, wie Fehn sagte. Manche seien sogar an allen sechs Häusern interessiert. Doch wer kaufen will, muss nicht nur ein architektonisches und denkmalpflegerisches Konzept vorlegen, sondern auch eins für die Nutzung.


Möglichst viele private Investoren finden


Dann wird die Wohnbau in Absprache mit der Regierung von Oberfranken und Denkmalschutzbehörden entscheiden, wer den Zuschlag erhält. Die Käufer müssen sich verpflichten, das Konzept dann auch umzusetzen. Hohe Hürden, wie Fehn weiß. "Man wird sehen, ob es klappt. Wir wollen jedenfalls möglichst viele private Investoren finden."
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