Neustadt bei Coburg
Landesfest

Alles drehte sich um die Menschen in Neustadt und Sonneberg

Positiver hätte die Bilanz der Städte zum Tag der Franken nicht ausfallen können, finden Oberbürgermeister Frank Rebhan und Bürgermeister Heiko Voigt.
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Kirchweihgesellschaften präsentierten traditionelle Tänze beim Tag der Franken. Eine von vielen Veranstaltungen in Neustadt und Sonneberg, die die Besucher dazu bringen sollten, immer wieder zwischen den Städten zu pendeln.Barbara Herbst
Kirchweihgesellschaften präsentierten traditionelle Tänze beim Tag der Franken. Eine von vielen Veranstaltungen in Neustadt und Sonneberg, die die Besucher dazu bringen sollten, immer wieder zwischen den Städten zu pendeln.Barbara Herbst

"Es war ein Tag, auf den wir über ein Jahr lang hingearbeitet haben", sagte Sonnebergs Bürgermeister Heiko Voigt über den Tag der Franken, der am Wochenende gemeinsam von Neustadt und Sonneberg gestaltet wurde. Er ist überzeugt: "Das war ein Ereignis, das noch lange nachwirken wird."

Erstmals grenzüberschreitend in zwei Bundesländern ausgerichtet, sollte diese Zentralveranstaltung des Tages der Franken die Menschen bewegen. Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan meinte das durchaus wörtlich: "Die Leute sollten pendeln und in Neustadt und Sonneberg gleichermaßen feiern."

Dieses "Hin und Her" wurde erleichtert durch öffentliche Verkehrsmittel, die teilweise so nicht zwischen den Städten verkehren. Bus und Zug mit Wasserstoffantrieb gehörten zu einer Präsentation von Möglichkeiten dieser Technik, die nach Informationen von Regionalmanager Stefan Hinterleitner in dieser Konzentration unterschiedlichster technischer Einsatzformen einmalig gewesen ist.

Dem Pendelverkehr sind die einzigen Zahlen zu verdanken, die die Ausrichterstädte zu Besuchern machen können. Allein den konventionellen Bus nutzten mehr als 500 Fahrgäste. Im Wasserstoffzug wurden über 1000 gezählt, sagte Hinterleitner. Wie viele Besucher insgesamt zum Tag der Franken kamen, lasse sich aber kaum schätzen. "Es waren so viele verschiedene Veranstaltungsorte und die Leute haben sich so viel bewegt, dass wir da keine verlässlichen Zahlen nennen können", sagte Heiko Voigt.

Grenze überwunden

Ein Fest für die Menschen hatte es sein sollen. Eines, das gerade durch die Verteilung der Veranstaltungen und die dadurch verursachte ständige Bewegung der Gäste besonders deutlich machen sollte, wie überwindbar die Grenze heute ist. Eine Grenze, die viele der Besucher noch als unüberwindbare Todeslinie kannten.

Und doch gab es noch andere Ziele. Die beiden Städte hatten auf sich aufmerksam machen wollen. Das sei absolut gelungen, ist Frank Rebhan überzeugt: "Das überregionale Medieninteresse war sehr groß", stellte er fest.

Das mit Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und Bayerns stellvertretendem Ministerpräsidenten Joachim Herrmann Vertreter der Landesführungen gekommen waren, hatten die Stadtoberhäupter genutzt, um auf ihr gemeinsames Entwicklungskonzept aufmerksam zu machen. Auf alles, was schon gut läuft, und vor allem auf das, was noch viel besser laufen könnte. "Beide haben uns zugesagt, dass sie uns helfen wollen", bestätigte Frank Rebhan. Heiko Voigt berichtet von vielen Begegnungen mit Bürgern aus beiden Städten, die er zusammen mit Frank Rebhan hatte. "Dabei wurde uns immer wieder gesagt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte er.

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