Ahorn
Baumaßnahmen

Ahorner Ortsteil Triebsdorf soll besser vor Überflutung geschützt werden

Der Witterungsverlauf in diesem Jahr schlug sich unmittelbar auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Dienstag nieder.
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Lokal zentrierter Starregen überfordert oft die Kanalisation. Die Folge sind überflutete Keller. Am 10. Mai dieses Jahres stand Triebsdorf unter Wasser.  Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Lokal zentrierter Starregen überfordert oft die Kanalisation. Die Folge sind überflutete Keller. Am 10. Mai dieses Jahres stand Triebsdorf unter Wasser. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
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Am 10. Mai dieses Jahres stand Triebsdorf unter Wasser. Starkregen von 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter in 30 Minuten hatte Gräben und Straßen, Höfe und Keller überflutet. Mit einfachen pragmatischen Maßnahmen will die Gemeinde künftig besser für solche Hochwasserereignisse gerüstet sein. Ulrich Kühnel vom Ingenieurbüro König & Kühnel aus Weitramsdorf war im Auftrag der Gemeinde an neuralgischen Punkten vor Ort in Triebsdorf und legte am Dienstagabend im Gemeinderat Vorschläge für Maßnahmen auf den Tisch. Sämtliche Vorkehrungen - daran ließ Kühnel keinen Zweifel - würden die Situation bei wiederholt anfallenden Starkregen zwar erheblich verbessern, aber eine absolute Sicherheit werde es nie geben. Kurz- und mittelfristig schnell, so Kühnel, könnten Straßeneinläufe, Abläufe und Gräben ausgebaggert und freigelegt, Regenkanäle durchgespült, Entwässerungsrinnen angelegt und eventuell auch Teile der Itz verrohrt werden. Entlang des Feldrands oberhalb der Bebauung könnten Schutzplanken die Lage entschärfen. Hier zusätzlich einen Graben auszuheben, wäre dagegen sehr viel aufwendiger. Aber auch die Anlieger und Grundstückseigentümer, meinte Bürgermeister Martin Finzel, seien in der Pflicht und könnten tiefliegende Kellerschächte höher legen, um ihre Häuser besser zu sichern.

Die Gemeinde habe ihrerseits bereits Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt, wie die Regenrückhaltung in Schorkendorf, sagte Finzel. Er sieht die Gemeinde als Partner der Bürger, und nur mit beiderseitigen Anstrengungen würde man solcher Hochwassersituationen Herr werden können. Die vom Ingenieurbüro vorgeschlagenen Maßnahmen sollen noch einmal gemeinsam mit den Bürgern besprochen werden, um Lösungen zu finden, die praktikabel und wirtschaftlich sind.

Kläranlage Wohlbachsgrund

Zum zu Ende gehenden Jahr gehörten aber nicht nur Starkregenereignisse, sondern auch anhaltende Trockenheit. Die Dürre hatte bei der Kläranlage Wohlbachsgrund zu schlechten Reinigungswerten geführt. Die alte Tropfkörperanlage, für die im Jahr 2021 die Genehmigung endet, ist stark vom Zulauf in der Anlage abhängig. Bürgermeister Martin Finzel stellte im Gemeinderat Maßnahmen zur Verbesserung der Reinigungsleistung vor. Eine Möglichkeit wäre die Auflassung der Kläranlage und das Pumpen des anfallenden Abwassers zur Pumpstation Schafhof, das damit in die Kläranlage des Mittleren Itzgrunds in Meschenbach weitergeleitet werden könnte. Dafür seien bereits im Bereich der Kläranlage ein Regenüberlaufbecken mit Pumpwerk gebaut und ein Leerrohr verlegt worden, teilte Finzel mit. Im Rahmen des Baus des Geh- und Radwegs von Wohlbach nach Schafhof, der im kommenden Jahr geplant ist, könnte ebenfalls ein Leerrohr mit verlegt werden. Eine Untersuchung durch ein Ingenieurbüro soll nun Alternativen und wirtschaftliche Lösungen für die Kläranlage im Wohlbachsgrund aufzeigen. Parallel dazu, so Finzel, würden Fördermöglichkeiten geprüft.

Bürgermeister Martin Finzel ehrte anlässlich der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend Heike Scherzer und Jürgen Fischer für 100-maliges Blutspenden.



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