Coburg
IHK

Abschlussfeier der Absolventen der IHK zu Coburg

Zur Absolventenfeier war auch Bayerns neuer Kultusminister Bernd Sibler gekommen. Er erklärte, wie Lehrer künftig besser geschult werden sollen.
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Siegmar Schnabel gratuliert Linda Schmidbauer, die ihre Prüfung  zur technischen Produktdesignerin mit "sehr gut" bestand.  Foto: Christoph Wiedemann
Siegmar Schnabel gratuliert Linda Schmidbauer, die ihre Prüfung zur technischen Produktdesignerin mit "sehr gut" bestand. Foto: Christoph Wiedemann
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"Wir alle dürfen uns nun mit Stolz Facharbeiter nennen", sagte Michael Heublein, ein Absolvent der IHK-Abschlussprüfungen. 308 junge Fachkräfte haben die Prüfungen bestanden und feierten am Mittwoch ihren Abschluss. Heublein selbst beendete seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei der Firma Kaeser.

Neben dem Kennenlernen des Betriebsgeländes, dem Lernen für die Abschlussprüfungen und den gemeinsamen Ausflügen, erinnerte sich Heublein an seine Azubi-Zeit. "Es hat immer sehr viel Freude bereitet, etwas mit den Kollegen zu unternehmen, selbst mit unseren Ausbildern", sagte der Absolvent.


Neue Möglichkeiten schaffen

Ausbilder und Lehrer standen in dem Vortrag des Leiters der Staatlichen Berufsschule I Coburg, Anton Staudigl im Mittelpunkt. Die Schule brauche Freiräume und motivierte Lehrkräfte. Das werde vor allem dadurch erreicht, wenn die Zusatzbelastungen für Lehrer minimiert werden würden.

Damit richtete sich Staudigl an Bernd Sibler (CSU), seit wenigen Wochen Bayerns neuer Minister für Unterricht und Kultus. Sibler erklärte, dass sich Lehrkräfte weiterbilden müssten. Das gelte vor allem bei der Digitalisierung. Hierbei müsse das Augenmerk auf die Lehrerausbildung gerichtet werden. Seminarschulen für Referendare müssten die künftigen Lehrer digital schulen.

Die Digitalisierung thematisierte auch der Präsident der IHK zu Coburg, Friedrich Herdan. "Die Ängste sind unberechtigt", erklärte Herdan. Er sieht in der Digitalisierung eine Chance: "Sie schafft neue Möglichkeiten." Er kritisierte die Bayerische Staatsregierung. "Es gibt ein Versäumnis in der Schulbildung", sagte Herdan. Er forderte höhere Investitionen in die digitale Infrastruktur und eine Fortbildung für Lehrkräfte.

Zuletzt sprach er ein Plädoyer für die Berufsschullehrer: "Der Beruf des Berufsschullehrers bedarf der, ihm zustehenden, öffentlichen Aufwertung." Wofür er reichlich Applaus erntete.

Alle Festredner waren sich einig, dass die Absolventen mit Stolz auf ihre bisherigen Leistungen blicken könnten. Sie haben den ersten wichtigen Schritt ihrer beruflichen Karriere absolviert. Herdan gab den Absolventen folgenden Rat. "Erfolg heißt, dass der Beruf nicht zum Broterwerb wird, sondern zur Berufung." Treffend richtete Sibler seine Abschlussworte an die neuen Fachkräfte: "Lassen Sie es ordentlich krachen; sie haben es sich verdient."

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