Coburg
Volleyball

Zwei Topspiele an drei Tagen für die VSG

Die Truppe von Trainer Milan Maric der VSG Coburg/Grub muss am Donnerstag nach Berlin zum deutschen Meister und erwartet am Samstag mit evivo Düren ein weiteres Topteam der Volleyball-Bundesliga.
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Im Hinspiel gegen den deutschen Meister aus Berlin gelang der VSG Coburg/Grub der erste Satzgewinn in der Bundesliga. Heute, am Donnerstag, steht das Rückspiel in der Landeshauptstadt auf dem Programm, ehe evivo Düren schon am Samstag in der HUK-Coburg-Arena seine Visitenkarte abgibt. Foto: Frank Heumann
Im Hinspiel gegen den deutschen Meister aus Berlin gelang der VSG Coburg/Grub der erste Satzgewinn in der Bundesliga. Heute, am Donnerstag, steht das Rückspiel in der Landeshauptstadt auf dem Programm, ehe evivo Düren schon am Samstag in der HUK-Coburg-Arena seine Visitenkarte abgibt. Foto: Frank Heumann
Coburg/Berlin — Im November gelang der VSG Coburg/Grub im Heimspiel gegen den amtierenden deutschen Meister aus Berlin der erste Satzgewinn in der 1. Bundesliga, beim Pokalspiel in der Hauptstadt wenige Wochen später gab es beim 0:3 nichts zu holen.
Nachdem die Berlin Recycling Volleys, die in der Tabelle derzeit auf dem 3. Rang stehen, ihre Aufholjagd gegenüber Tabellenführer Friedrichshafen mit einem klaren Sieg gegen Düren fortsetzten, fahren die VSG-Jungs von Milan Maric nach spielfreien Wochen am Donnerstag nach Berlin. Die Coburger Hammerschmiede will in Berlin zeigen, dass sie zu Recht zur 1. Bundesliga gehören. Ein Satzgewinn wäre schon ein Erfolg.
Nach dem Wegfall des Spiels gegen die RWE Volleys Bottrop, die mit dem Lizenzentzug leben müssen, gilt es nun wieder, voll da zu sein. Bereits am Samstag steht das nächste Match, das Heimspiel gegen evivo Düren an.
Keine Frage, auch diese Begegnung sieht die VSG als Außenseiter, der aber nichts zu verlieren hat.
Das Team der Berliner besteht fast ausschließlich aus Nationalspielern aus fünf Nationen, die mittlerweile sehr gut eingespielt sind. Der deutsche Meister kann mit dem Gewinn seiner Nachholspiele, die aufgrund von Championsleague-Auftritten verlegt werde mussten, bis auf zwei Punkten an den Tabellenführer VfB Friedrichshafen herankommen.
Im Heimspiel im November spielte das VSG-Team gegen Berlin im zweiten Satz wie aus einem Guss. Die Coburger hatten allen Respekt abgelegt, machten sehenswerte Punkte am Netz und aus dem Hinterfeld. Der deutsche Meister zeigte Nerven und das Publikum in der HUK-Coburg-Arena feuerte ihr Heimteam frenetisch an. Als Adam Kocian dann einen Ball am Block vorbeimogelte und es 16:10 für die Hammerschmiede zur zweiten technischen Auszeit stand, gab es stehende Ovationen und Frank Ziegler, der per Mikro die Fans bis zur Welle animierte, pushte weiter.
Trotz der 1:3-Niederlage, die Coburg hinnehmen mussten, gingen Anfang November die Fans nicht unzufrieden aus der Arena nach Hause.
Am Donnerstag in der Max-Schmeling-Halle sind die Hausherren der klare Favorit.
Die VSG wird versuchen, in Berlin eine kämpferische Leistung zu zeigen und von den schier übermächtigen "Müllmännern" aus Berlin nicht allzu schnell "recycled" zu werden.
Bereits am Samstag um 19.30 Uhr schlägt der Fünftplatzierte evivo Düren in Coburg auf. Das Ex-Team von VSG-Spielmacher Merten Krüger konnte im Hinspiel gegen die VSG nur knapp mit 3:2 die Oberhand behalten und die VSG schnupperte am ersten Sieg. "Wir wollen wieder unser Leistungspotenzial abrufen und wie im Hinspiel eine Topleistung zeigen. Da ich im Hinspiel wegen einer Knieverletzung passen musste, freue ich mich umso mehr, diesmal aktiv eingreifen zu können", erklärt Krüger, der im letzten Jahr noch für Düren spielte.
Sieben Wochen nach dem letzten Heimspiel gegen den TV Rottenburg erwarten die Fans der "grünen Hammerschmiede" wieder tolle Ballwechsel. Mit den Zuschauern im Rücken und mit dem Wissen, dass man Düren schon einmal am Rande einer Niederlage hatte, wollen die VSG-Akteure auch diesmal zeigen, das sie in der Bundesliga angekommen sind.
Das VSG-Team konnte seit dem letzten Spieltag fast immer in kompletter Mannschaftsstärke trainieren und freut sich auf die Spiele in Berlin und gegen Düren.

Der VSG-Kader

VSG Coburg: Adam Kocian, Merten Krüger, Beni Kucera, Max Meuter, Jonas Ickerott, Hans-Peter Nürnberg, Paul Lohrisch, Kevin Foyer, Daniel Malescha, Max Kessel, Sven Kellermann, Nikola Poluga, Johannes Engel. - Trainer: Milan Maric. rm
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