Coburg
Finanzsenat

Wohnmobilstellplatz kommt, Dreifachturnhalle wird geringfügig teurer

Nach dem Bausenat am Mittwoch stimmte am Donnerstag auch der Finanzsenat dem Bau eines Wohnmobilstellplatzes auf dem Aquaria-Gelände zu.
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Wird voraussichtlich geringfügig teurer als geplant: die neue Dreifachsporthalle am Coburger Anger.Foto: Jochen Berger
Wird voraussichtlich geringfügig teurer als geplant: die neue Dreifachsporthalle am Coburger Anger.Foto: Jochen Berger
Die Anlage mit 24 Plätzen, Serivcestationen und "Vesteblick" (so soll der Stellplatz auch heißen) wird rund 320 000 Euro kosten - Planungskosten inbegriffen. Bauträger und Bewirtschafter des Platzes sind die SÜC, denen das Aquaria-Gelände gehört. Die Stadt Coburg beteiligt sich an den Kosten mit 125 000 Euro.


Über diesen Passus im Beschluss gab es allerdings vor der Abstimmung eine lebhafte Diskussion. CSU-Stadtrat Friedrich Herdan etwa war die Formulierung nicht deutlich genug. Er bat darum, den Beschluss so zu ergänzen, dass die Stadt 125 000 Euro zahlt und zwar "unabhängig von der Höhe der gesamten Baukosten". Kämmerin Regina Eberwein wies darauf hin, dass es sich bei der Kostenbeteiligung ohnehin um einen Festbetrag handle. Letztlich wurde im Beschluss die Formulierung in "maximal 125 000 Euro" geändert - eine Lösung, mit der alle Senatsmitglieder leben konnten.


Wolf-Rüdiger Benzel (Grüne) hätte sogar gern eine noch höhere Beteiligung des städtischen Tochterunternehmens SÜC gesehen. Im Gegensatz zum Haushalt der Stadt, sei die Bilanz der SÜC doch gar nicht so schlecht, argumentierte Benzel.


Die Lage ist perfekt


Bei den erfahrenen Reisemobilisten im Senat fand der Entwurf schon jetzt großen Anklang: Horst Geuter (WPC) findet die Lage "perfekt". "Ich weiß, wie solche Plätze aussehen - das wird ein schöner", sagte Mathias Langbein (SBC).


Reichen 24 Stellplätze auf Dauer?


Gerhard Amend (CSB) und Oberbürgermeister Tessmer (SPD) hatten zunächst Bedenken, dass der Stellplatz den Badegästen des Aquaria zu viel von der Liegewiese wegnehme. Hier konnte Horst Geuter Entwarnung geben: Er habe mit der Aquaria-Betriebsleitung gesprochen, der Bolzplatz, der den Wohnmobilen weichen muss, werde ohnehin kaum mehr genutzt und im hinteren Bereich lägen auch keine Badegäste auf der Wiese. Dennoch, so merkte Amend an, werde man den Wohnmobilstellplatz nicht beliebig erweitern können - schließlich liege das Reisen im Wohnmobil im Trend und auf Dauer würden sicherlich mehr als die geplanten 24 Stellplätze benötigt.


Kostspielige Altlasten

Die neue Dreifachsporthalle am Ketschenanger wird geringfügig teurer als die veranschlagten 8,05 Millionen Euro - genau gesagt: 240 000 Euro teurer. Die Beseitigung der Altlasten, auf die die Arbeiter beim Aushub der Baugrube gestoßen waren, summierte sich unerwarteterweise auf rund 550 000 Euro, wie Gerald Hellmuth, Leiter des Bauinvestcontrollings, berichtete. Der Grund: Im Boden lauerten auch Materialien, etwa alte Betonfundamente, eine alte Straße, Leitungen, Rohre und sogar Baumstämme, die höher belastet waren, als bei der Kostenberechnung abzusehen war.


Immerhin, rund 310 000 Euro konnten bei anderen Gewerken der Halle bereits eingespart werden, so dass unterm Strich noch der Fehlbetrag von 240 000 Euro offen bleibt.


Nun drängt die Zeit, denn es stehen noch 15 Ausschreibungen mit einem Auftragswert von rund 1,72 Millionen Euro aus (hier gebe es sicher auch noch Einsparpotenzial). Ausgeschrieben werden dürfe aber erst dann, wenn die Finanzierung der Leistungen sichergestellt sei, erläuterte Hellmuth. Um die Fertigstellung der Halle zum Schuljahresbeginn 2017/18 gewährleisten zu können, müssten die 15 restlichen Gewerke noch im Januar ausgeschrieben werden. Der Finanzsenat empfahl einstimmig die Erhöhung der Mittel um 240 000 Euro.
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